16.03.2020 - 20:38 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

CSU verteidigt absolute Mehrheit

Frischer Wind im Neunburger Stadtrat: Zu einem Viertel sind am Sonntag politische Newcomer ins Gremium eingezogen. An der Sitzverteilung ändert sich nichts: Trotz leichter Verluste erringt die CSU wieder ihre elf Mandate.

Georg Schmid (CSU).
von Philipp Mardanow Kontakt Profil
Bernhard Lober (CSU).
Maximilian Lang (CSU).
Michael Bindl (CSU).
Tanja Kraus (SPD).

"Mehr als zufrieden", zeigte sich CSU-Fraktionsvorsitzender Alexander Trinkmann gegenüber Oberpfalz-Medien mit dem Ausgang der Stadtratswahlen. Es sei gelungen, die Zahl von elf Sitzen zu halten, obwohl erfahrene Stadträte wie Marianne Deml, Klaus Zeiser, Richard Wagner und Anton Scherr diesmal nicht mehr angetreten waren. Die Fraktion hatte damit einiges an "Zugkraft" verloren – beispielsweise hatte alleine Richard Wagner bei der Kommunalwahl 2014 knapp 5000 Stimmen geholt.

Am Ende des Wahlabends standen schließlich 51,7 Prozent für die CSU, das sind rund fünf Prozent weniger als noch vor sechs Jahren. Es genügte aber, um in der Endabrechnung die absolute Mehrheit im Stadtrat zu verteidigen. Insgesamt hat die CSU am Sonntag 36 772 Stimmen erhalten, vor sechs Jahren waren es 39 931 Voten.

Stadtrat:

Die Sitzverteilung im Neunburger Stadtrat ab Mai:

CSU: 51,7 Prozent, 36 772 Stimmen, 11 Sitze

FWG: 31,8 Prozent, 22 577 Stimmen, 6 Sitze

SPD: 16,5 Prozent, 11 744 Stimmen, 3 Sitze. (mp)

Ein ganz anderes Stimmungsbild herrschte bei Martin Scharf, Fraktionssprecher der Freien Wähler: "Sehr enttäuscht", so sei seine erste Empfindung am Wahlabend gewesen. Man sei mit anderen Erwartungen in die Kommunal gegangen und wollte mindestens einen weiteren Sitz zu den bisher sechs dazu gewinnen. Doch das Plus von 3667 Stimmen (rund fünf Prozentpunkte) konnte nicht in ein weiteres Mandat umgemünzt werden – "das war schon frustrierend". Doch damit müsse man leben.

Es sei auch schade, dass keiner der neuen und jüngeren Kandidaten es ins Gremium geschaffte hatte, sie hätten alle respektable Ergebnisse erzielt. Insgesamt konnten die Freien Wähler 22 577 Kreuzchen einfahren, vor sechs Jahren waren es noch 18 910 Stimmen.

Ihre drei Stadtratsmandate hat die SPD behaupten könne. Damit sei er "zufrieden", sagte Listenführer Erich Schmid, schließlich habe die langjährige Fraktionssprecherin Margot Weber ersetzt werden müssen, die nicht mehr angetreten war. "Viele haben ja gemeint, wir kriegen bloß mehr zwei". Doch die Kandidaten auf der Liste hätten gut mitgekämpft, und die wolle man auch für die Zukunft bei der SPD halten.

Was Schmid störte, war der hohe Materialaufwand, den die anderen Parteien und Gruppierungen für die Wahlwerbung betrieben hatten. "Wir haben dagegen einen Wahlkampf ohne Plakate geführt." Für die Neunburger SPD bedeuteten 16,5 Prozent Stimmenanteil in der Schlussabrechnung einen Zuwachs von 221 Voten. Vor sechs Jahren waren es 11 523 Stimmen.

Ein Blick noch auf die Wahlbeteiligung: Diese lag mit 59,2 Prozent zwar geringfügig etwas höher als vor sechs Jahren (59,12), trotzdem verbuchte Neunburg hier erneut eines der schlechtesten Ergebnisse im Landkreis Schwandorf. Lediglich drei Gemeinden lagen noch unter diesem Wert.

Hintergrund:

Fünf neue Stadträte dürfen ab Mai im Rathaussaal Platz nehmen. Für die CSU zogen Bernhard Lober (2802 Stimmen), Maximilian Lang (2041), Georg Schmid (2030) und Michael Bindl (1567) erstmals ins Gremium ein. Neu auf Seiten der SPD ist Tanja Kraus (969).

Erneut das Vertrauen der Wähler erhielten bei der CSU Margit Reichl (4072 Stimmen), Andrea Troidl (2423), Thomas Albang (2072), Harald Klatzka (2056), Verena Binder (2030), Alexander Trinkmann (1707 und Christoph von Wenz (1573). Bei den FW haben Martin Scharf (2729 Stimmen), Johann Eckl (2334), Florian Meier (1712), Walter Drexler (1601), Konrad Hoch (1407) und Georg Bottenhofer (1288) ihr Mandat verteidigt. Für die SPD sitzen wie bisher Herbert Wartha (2032) und Erich Schmid (1949) im Stadtrat. (mp)

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