20.09.2018 - 13:25 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Dickes Schüler-Plus

535 junge Leute an der Berufsschule - Voll ausgelastet

von Externer BeitragProfil

Das Ausbildungsangebot an der Berufsschule ist gefragt wie nie: 535 Schüler werden unterrichtet, alle drei Berufsgruppen verzeichnen enorme Zuwächse. Auslöser ist unter anderem eine Ausbildungsoffensive.

Die Berufsschule ist zuständig für die Beschulung aller Forstwirts-Azubis aus Bayern sowie für sämtliche Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik aus der Oberpfalz. Außerdem befindet sich der Lernstandort für das Berufsgrundschuljahr Agrarwirtschaft der Kreise Schwandorf und Cham sowie für die Fachstufenklassen 11 und 12 der angehenden Landwirte aus den Kreisen Schwandorf, Cham und Neumarkt sowie einiger Gemeinden der Landkreise Amberg-Sulzbach und Regensburg. "Diese Mischung aus Forstwirten, Land- und Baumaschinenmechatronikern sowie Landwirten ist einmalig und gibt es in Bayern nur in Neunburg", informiert die Schule.

Bei den Schülerzahlen gibt es in allen drei Berufsgruppen enormen Zuwachs ab. 535 Schüler (Vorjahr: 473) werden in 21 Klassen unterrichtet, über 60 junge Leute mehr als im Vorjahr. Die grünen Berufe mit einer Kombination aus Natur und Technik sind nach wie vor gefragt. Den größten Zuwachs verzeichnen die Forstwirte, die mit 275 (Vorjahr: 217) Auszubildenden rund die Hälfte der Schülerschaft stelle. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Ausbildungsoffensive der Bayerische Staatsforsten zurückzuführen. Im Beruf Mechatroniker für Land- und Baumaschinentechnik bleiben die Schülerzahlen mit 157 Auszubildenden (Vorjahr: 167) auf einem konstant hohen Niveau. Erfreulich ist, dass auch heuer wieder zwei Berufsgrundschuljahrklassen Agrarwirtschaft (BGJ) gebildet werden können, so dass sich zusammen mit den Auszubildenden in drei Fachstufenklassen heuer 103 (Vorjahr: 89) Jugendliche in landwirtschaftlicher Ausbildung befinden. Insgesamt ist die Schule damit voll und ganz ausgelastet. Aufgrund dieser Entwicklung werden schon seit dem Vorjahr Funktionsräume zu Klassenzimmern umgebaut. Dabei erfährt die Schule große Unterstützung durch den Landkreis Schwandorf.

Das Schüler-Plus wirkt sich auch aufs Lehrerkollegium aus. Zum neuen Schuljahr trat Gymnasiallehrer Florian Reitmeier aus Furth im Wald seine erste Stelle an. Er wird als Mutterschaftsvertretung zunächst für ein Jahr in allen Berufsgruppen die Fächer Deutsch und Sozialkunde unterrichten. Für Studienreferendar Alexander Heindl (Parkstein) beginnt das zweite Referendariatsjahr. Er wird zur Lehrkraft im Fachbereich Agrar- und Forstwirtschaft ausgebildet und wird insbesondere das Forstlehrerteam unterstützen. "Ausgebucht" meldet das Schülerheim angesichts des Zuwachses, verstärkt müssen externe Unterbringungsmöglichkeiten angemietet werden.

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