03.03.2019 - 16:26 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Digitale Stadt braucht Zeit

Das vom Institut für Energietechnik (IfE GmbH) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden 2016 gegründete Energieeffizienz-Netzwerk läuft nun in die Endphase. Beim vorletzten Treffen ging es um die digitale Stadt

Die Mitglieder des Energieeffizienz-Netzwerkes trafen sich in Neunburg zum Thema „Digitale Stadt“. Sie besichtigten auch die Mittelschule, ein Vorzeigeobjekt in Sachen Digitalisierung.
von Helga ProbstProfil

Die Energieeffizienz-Netzwerkteilnehmer (Gemeinde Brand, Markt Hirschaid, Markt Konnersreuth, Markt Neualbenreuth, Stadt Grafenwöhr, Stadt Neunburg vorm Wald, Stadt Tirschenreuth und Stadt Waldsassen) haben sich vor dem Ablauf der dreijährigen Förderphase in Neunburg getroffen. Die Teilnehmer besprachen bisher vierteljährlich energietechnische Themen. Beim 11. Netzwerktreffen ging es um die digitale Stadt am Beispiel der örtlichen Mittelschule.

Rektorin Irene Träxler führte die Teilnehmer durch das Schulgebäude und stellte die Ausstattung, die Räume und das vielseitige Angebot vor. Bei Lehrer Markus Binder stand gerade das Mittelalter auf dem Lehrplan. Er sagte, ganz wichtig sei die Vernetzung mit Kollegen. Lehrer Hans Graßl betreut das Modellprojekt "digitale Schule" an der Mittelschule und nannte die begünstigenden Voraussetzungen für das Projekt. Das seien eine gute Infrastruktur in Form von Wlan und einem gut ausgebauten Breitbandanschluss.

Beim Rundgang bestätigte Bürgermeister Martin Birner: "Alles muss passen und wir als Schulverband ziehen da mit." Auch die Schulleitung sei wichtig, die vorangehe und immer wieder Förderungen an Land ziehe, sagte Träxler. Denise Hofmann (IfE) fasste zusammen: Grundvoraussetzungen für eine funktionierende digitale Schule seien ein aufgeschlossenes Kollegium, Schulleitung und engagierte Mitarbeiter. Außerdem müssten Schüler, Lehrer und Eltern von Anfang an einbezogen werden.

Im Rathaus gab Birner einen Einblick in das Konzept der digitalen Stadt. "Das ist ein langwieriges Projekt, das noch in den Startlöchern steht, aber es sind viele Ideen vorhanden." Die digitale Schule sei bereits Realität, was nicht von heute auf morgen geschafft worden sei. Gearbeitet werde an der Vernetzung von Energiemanagement, Verwaltung und mehreren anderen Bereichen in der Stadt. Nicht außer Acht gelassen werde dürfe der Denkmal- und Datenschutz.

Den hydraulischen Abgleich von Heizanlagen stellte Stefan Schedl (IfE) vor. Er ging auf die Ziele, die notwendigen Unterlagen und Förderprogramme ein. Die Nutzerzufriedenheit im Zusammenhang mit einem sparsamen Betrieb des Wärmeerzeugers seien die wichtigsten Ergebnisse eines hydraulischen Abgleichs, demonstrierte Schedl. Für den Zweckverband zur Wasserversorgung der Nord-Ost-Gruppe folgte ein Vortrag von Werner Schärtl über "Energiemanagementsystem beim Wasserzweckverband". Der Geschäftsführer nannte als Vorteil einen geringeren Kohlendioxid-Ausstoß, eine Steigerung der Wirtschaftlichkeit sowie die Motivation der Mitarbeiter. Diese bringen Ideen und Verbesserungsvorschläge mit ein. Johannes Brunner vom Zweckverband stellte die neuen funkauslesbaren Ultraschall-Wasserzähler vor und berichtete von positiven Auswirkungen seit der Einführung. Denise Hofmann legte das 12. und letzte Netzwerktreffen auf den 23. Mai an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden fest.

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