Im Auftrag von Staatsminister Joachim Herrmann händigte Regierungspräsident Axel Bartelt das Steckkreuz für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen an sieben Feuerwehrkräfte aus.
Im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz wies Regierungspräsident Bartelt darauf hin, dass die Bedeutung der Feuerwehren leider häufig erst dann wieder deutlich werde, wenn die Medien über einen Großeinsatz, wie zum Beispiel bei der Hochwasserkatastrophe im Juli dieses Jahres in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen berichten. „Etwa drei Wochen lang unterstützten zahlreiche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren aus der Oberpfalz ihre Kameraden im Ahrtal bei der Bewältigung der Katastrophe. Dies zeigt einmal mehr die beachtliche Solidarität und den großen Zusammenhalt unter den Feuerwehren besonders in Krisenzeiten“, betonte der Regierungspräsident.
„Die über 44.000 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in der Oberpfalz setzen mit ihrem vorbildlichen Engagement ein wichtiges und beispielhaftes Zeichen für unser Gemeinwesen“ lobte der Regierungspräsident und bedankte sich stellvertretend bei den sieben ausgezeichneten Feuerwehrkräften für ihr großes Engagement.
Einer davon ist Kreisbrandmeister Konrad Hoch. 1978, im Alter von 18 Jahren, ist er der Feuerwehr in Mitter-/Oberauerbach beigetreten. Aufgrund seines überdurchschnittlichen Engagements ernannte der damalige Kreisbrandrat Siegfried Hammerer Konrad Hoch im Juli 2007 zum Kreisbrandmeister für die Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Neunburg vorm Wald. "Ein besonderes Anliegen ist ihm die Jugendarbeit, nicht nur in seinem KBM-Bereich, sondern im gesamten Landkreis Schwandorf", so der Regierungspräsident in seiner Laudatio. Zusätzlich ist Hoch als Fachbereichsleiter Wettbewerb und seit 1997 als Bewertungsrichter tätig. In seinem Zuständigkeitsbereich liege auch die Staatsstraße 2398, auf der sich immer wieder schwere Unfälle ereignen. "Zahlreiche Mitbürger verdanken ihm und den von ihm geführten Einsatzkräften ihr Leben", betonte Axel Bartelt. In all den Jahren habe sich Kreisbrandmeister Konrad Hoch bei vielen Einsätzen, welche er als versierter und vorausschauender Einsatzleiter geführt habe, bestens bewährt und ein besonnenes Handeln bewiesen. Barthelt erinnerte an die Schneekatastrophe 2006 im östlichen Landkreis, wo Hochs besonderes praktisches Geschick und seine außergewöhnlichen Führungsqualitäten den Feuerwehren zugute gekommen sei. Besonders hob der Regierungspräsident den Großbrand einer Lagerhalle in Bach im Jahr 2017 hervor. Dabei sei es Hoch durch sein umsichtiges Handeln und seine kompetenten Entscheidungen gelungen, ein Übergreifen der Flammen auf die Wohngebäude zu verhindern: "Obwohl Einsturzgefahr drohte, wurden weder Menschen noch Tiere verletzt."
Steckkreuz der Feuerwehr
- Das Steckkreuz wurde vom Bayerischen Landtag als höchste Stufe des Feuerwehr-Ehrenzeichens als Auszeichnung für Einsatzkräfte geschaffen, die in besonderem Maße Einsatzfreude, Engagement oder Führungskraft gezeigt haben.
- Bayernweit werden alle zwei Jahre etwa 60 Personen mit dem Steckkreuz ausgezeichnet. Es wird für besondere Verdienste um das Feuerwehrwesen oder bei der Bekämpfung von Bränden oder sonstigen Notständen vom Bayerischen Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, grundsätzlich nur alle zwei Jahre verliehen.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.