Wie das Landratsamt in einer Pressemitteilung informiert, wird die Kreisstraße im Bereich zwischen Kröblitz und Frankenthal wegen Felsräumarbeiten vorerst vom 17. bis zum 22. Dezember komplett gesperrt. Im Frühjahr stehen dann größere Arbeiten an. Es waren Geologen des Ingenieurbüros Dr. Spang aus Nürnberg, die einer Felsbegutachtung erkannt hatten, dass von einigen unmittelbar an der Straße liegenden Granithängen eine erhöhte Felssturzgefahr ausgeht.
Daraufhin musste eine unmittelbare Räumung der Gefahrenstellen veranlasst werden. Laut Landratsamt werden sich Baukletterer entlang der Felswand abseilen, labilen Bäume im unmittelbaren Bereich der Kreisstraße entfernen und die unstabilen Felsblöcke den Hang hinunterrollen lassen. Um die Arbeiten schnell erledigen zu können und Gefährdungen vorzubeugen, muss die Straße im Bereich von Kröblitz bis zum Frankenthal komplett gesperrt werden. Durch den Kreisbauhof wird eine Umleitung von Kröblitz – über die Ortsstraße Am Pfannenstiel, über die Rötzer Straße und die Staatsstraße 2151 – nach Eixendorf ausgewiesen.
Das Landratsamt schildert, dass durch den starken Bewuchs im Bereich der Felswände die Felsbrocken durch die Wurzeln der Bäume und Sträucher gelöst werden. Um das Gefahrenpotenzial langfristig zu beseitigen, wurden von den Geologen labile Felsen und Bäume farblich gekennzeichnet, um das lockere Gestein bei den Räumarbeiten auf Anhieb zu sichten und alle Gefahren vorerst zu beseitigen. Die komplette Woche werden die Fels-Kletterer beschäftigt sein, Bewuchs und Gefahrenstellen zu beseitigen. Welche Methode letztlich die endgültige Sicherung des Hangs bewirken wird, zeichne sich nach Einschätzung der Experten noch nicht ab. "Näheres wird man sehen, wenn die Bäume und die akut absturzgefährdeten Felsbrocken beseitigt sind", so das Amt.
Die größeren Räumarbeiten sollen im Frühjahr möglichst zur Ferienzeit vorgenommen werden. Dabei sollen die klüftigen Felsen vom Bewuchs freigelegt, gesichert und das Gefahrenpotenzial langfristig reduziert werden. Die Räumarbeiten werden von Geologen begleitet. In erster Linie gilt es, die Gefahren zu beseitigen und den Bestand langfristig zu sichern. Welche Sicherungsmaßnahmen nach der Beräumung anstehen, kann aktuell noch nicht gesagt werden. Laut Landratsamt ist nach ersten Einschätzungen davon auszugehen, dass die Felswände in Teilabschnitten gesichert werden müssen.
Dass der Hang über der Kreisstraße SAD 48 schon immer Gefahren barg, beweisen die Felsbrocken, die im Laufe der Zeit vom Straßendienst des Landkreises Schwandorf entlang der Kreisstraße in den Graben geräumt wurden. Diplom-Geologe Hannes Bergmann von der Ingenieurgesellschaft hat auch eine Theorie, warum der Neunburger Granit hier so klüftig ist. Er verweist auf die immer noch sichtbaren Spuren der Felssprengungen, mit denen hier einst Platz für die Straße geschaffen wurde. Das habe haarfeine Risse im Berg hinterlassen, die sich im Laufe der Jahrzehnte durch Wasser und Frost vergrößert hätten. Immer noch bestehe die Gefahr, dass Brocken sich lösen und hinabstürzen.









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