07.02.2019 - 15:16 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Flurneuordnung: Kein Verfahren

42 Unterschriften von Grundstücksbesitzern sind zu viel: Das Flurneuordnungverfahren in Penting wird nicht zustande kommen.

Stadtrat Florian Meier, Bürgermeister Martin Birner, Verwaltungsleiter Georg Keil und Baurat Martin Stahr waren enttäuscht, dass sich zahlreiche Grundstücksbesitzer gegen das Verfahren zur Flurneuordnung ausgesprochen hatten.
von Helga ProbstProfil

Beim zweiten Informationsabend im Pfarrheim sollten alle Pentinger über den Ablauf und die Vorgehensweise des Flurneuordnungsverfahrens informiert und Vorbehalte ausgeräumt werden. Angesichts der 42 Unterschriften von Gegnern, die bei mehreren Stellen eingegangen waren, stand Bürgermeister Martin Birner, Geschäftsführer Georg Keil und dem Pentinger Stadtrat Florian Meier die Enttäuschung jedoch ins Gesicht geschrieben. Bei so vielen Gegenstimmen werde natürlich kein Flurordnungsverfahren angeordnet, betonten sie.

Meier konnte es nicht fassen, dass diese Chance für Penting verloren gehe: Er habe alles versucht, unterstrich er. Für das Amt für Ländliche Oberpfalz Entwicklung ging Bauoberrat Martin Stahr noch einmal auf den Ablauf einer Flurneuordnung ein, um eventuelle Missverständnisse auszuräumen. Zuerst hätte eine Flurwerkstatt eingerichtet werden sollen. Mit diesem Instrument wäre eine intensive Bürgerbeteiligung unter dem Motto "mitdenken-mitreden-mitplanen" möglich gewesen. Daraus hätte sich dann ein Vorstand mit einem Sprecher gebildet.

Dieses Gremium hätte zum Beispiel Wertermittlung, Wegebau und Ausgleichsmaßnahmen geregelt. 2020 hätte es laut Stahr dann zu einer Anordnung des Flurbereinigungsverfahrens kommen können. Es hätten zu jeder Zeit Widerspruchsmöglichkeiten zu geplanten Grundstücksverteilungen bestanden, sagte Stahr. Er habe nach der ersten Informationsversammlung gedacht, alles sei in Ordnung. Aber mit 42 Unterschriften, die gegen das Verfahren geleistet wurden, sehe er, dass kein Interesse bestehe - das Vorhaben sei gestorben.

Viele erfolgreiche Ergebnisse aus Flurwerkstätten in der Umgebung mit nur geringen Widersprüchen beim Landtausch konnten an diesem Abend auch keine Überzeugungsarbeit leisten. "Jetzt haben rund um Penting schon so viele Flurbereinigungen gemacht, die müssen ja dann alle dumm gewesen sein", fasste einer der Zuhörer zusammen. Ein Landwirt bestätigte: "Wir haben in Egelsried auch eine Flurbereinigung gehabt - und leben alle noch und sind nicht verhungert". Die Leute vor Ort müssten sich einig sein, dann könnte sich ein Vorstand bilden, die weiterarbeiten könne, beendete Bürgermeister Birner den Abend mit einem Angebot. Wenn in den folgenden zwei Wochen doch noch ein positives Signal aus Penting komme, dann könnte es noch etwas werden mit der Flurneuordnung.

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