01.06.2021 - 14:44 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Fürs Gesundheitswerk fließen Gelder in den Landkreis Schwandorf

Das Konzept für das „Smarte Gesundheitsnetzwerk Schwarzach-Regen“ steht und soll zeitnah umgesetzt werden. Die Personalkosten trägt das Amt für ländliche Entwicklung. Behördenleiter Thomas Gollwitzer hat jetzt den Förderbescheid überreicht.

Behördenleiter Thomas Gollwitzer (rechts) überreichte den Bescheid zur Förderung des "Smarten Gesundheitsnetzwerkes" an den ILE-Vorsitzenden Martin Birner (links).
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Gesundheitsmanagerin Anna-Sophie Birchner fasste ihre Ideen zur „Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum mit Hilfe eines Innovationsnetzwerkes“ in einer Broschüre zusammen und stellte sie bei der Mitgliederversammlung der interkommunalen Interessensgemeinschaft „Integrierte Ländliche Entwicklung Schwarzach-Regen“ am Montag in der Hammerseehalle in Bodenwöhr vor. Es gehe um die nachhaltige Sicherung der medizinischen und gesundheitlichen Versorgung auf dem Land vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, so die Koordinatorin, die einen Master in Gesundheitsförderung und Prävention besitzt. Als Handlungsfelder nennt Anna-Sophie Birchner die Anwerbung von medizinischen Fachkräften, die Verbesserung der medizinischen Versorgung und den Bereich „Gesund leben und wohnen“.

Bericht über die Weichenstellungen für das "smarte Gesundheitsnetzwerk"

Neunburg vorm Wald

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung förderte die Konzeptentwicklung und übernahm für ein halbes Jahr auch die Personalkosten für die Koordinatorin Anna-Sophie Birchner. Damit die Gesundheitsmanagerin auch an der Umsetzung mitwirken kann, springt das Amt für ländliche Entwicklung ein. Behördenleiter Thomas Gollwitzer überreichte an den ILE-Vorsitzenden und Neunburger Bürgermeister Martin Birner am Montag den Förderbescheid von 23 000 Euro.

Der Amtschef geht in Kürze in Pension und nutzte die Gelegenheit, um sich bei den Kommunen für die gute Zusammenarbeit zu bedanken und an die Gemeindeparlamente zu appellieren, „die Ökologie zur Maxime ihres Handels“ zu machen. Das von Anna-Sophie Birchner entwickelte Konzept befindet sich aktuell in der Prüfungsphase. Die Koordinatorin erwartet im Herbst die Zusage für die Umsetzung ab Januar 2022. Dann fließen wieder Fördergelder aus Berlin.

Der Geschäftsführer der Plattform „Mein Regionalmarkt/Mein Urlaub“, Jürgen Donhauser, stellte neue Ideen der regionalen Vermarktung im Internet, in den sozialen Medien und „im Depot“ vor und bat die Kommunen, den „regionalen Marktplatz“ zu bewerben. ILE-Geschäftsführerin Tanja Weinberger plant für die nächsten Wochen das erste Treffen der Bauhofleiter der zehn Mitgliedsgemeinden mit dem Ziel des Gedankenaustausches und des gegenseitigen Kennenlernens. Langfristig gehe es vor allem darum, Synergien zu nutzen, nennt Tanja Weinberger als Ziel. Das erste Treffen soll in der größten Mitgliedsgemeinde Neunburg vorm Wald stattfinden.

Die Geschäftsführerin kündigte ferner eine Initiative zum Thema „Naherholung und Tourismus“ an. Sie plant eine „kulinarische Fahrradtour“ mit dem Ziel, Direktvermarkter in der Region anzusteuern und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Die „Integrierte Ländliche Entwicklung“ (ILE) Schwarzach-Regen ist ein interkommunaler Zusammenschluss von zehn Kommunen mit 27 000 Einwohnern aus den Landkreisen Schwandorf (sieben) und Cham (drei). Sie verfolgt das Ziel, gemeinsam Lösungsansätze für ökonomische, ökologische und soziale Anliegen zu erarbeiten.

 

 

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