11.03.2019 - 14:46 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Ganze Vielfalt der Musik geboten

350 Jahre Musikgeschichte erklingen beim Konzert des Oberpfälzer Kammerorchesters der Privaten Musiklehrerinstitute Ostbayern. Der vom Partnerverein des Landkreises Schwandorf organisierte Ohrenschmaus hält zwei Überraschungen parat.

„Drei Generationen Pfundtner“: Peter Pfundtner und Sohn Georg spielten ein Stück, das vom Großvater bearbeitet wurde.
von Udo WeißProfil
Das Oberpfälzer Kammerorchester der Privaten Musiklehrerinstitute Ostbayern (PMIO) mit Konzertmeister Peter Pfundtner bot dem Neunburger Publikum gemeinsam mit dem Philharmonischen Chors Regensburg unter Leitung von Thomas Gruber einen wunderbaren Querschnitt durch 350 Jahre Musikgeschichte.
Sopranistin Ingrid Hummel und Mezzosopranistin Valeria Zlatareva gaben dem Konzert mit ihren ausgebildeten Stimmen eine besondere Note.

"Heute erleben Sie wunderschöne Melodien, die zu Herzen gehen.“ Mit dieser Ankündigung hatte der Moderator des Abends, Thomas Gruber, nicht zu viel versprochen. Mal beschwingt, mal nachdenklich ging es durch die verschiedenen Epochen der Musikgeschichte. Mit der „Tritsch-Tratsch-Polka“ von Johann Strauß begann das Konzert, gefolgt von „Impressionen aus Russland“.

Das Lied „La vie en rose“ entführte die Gäste in der Schwarzachtalhalle nach Frankreich. Es wurde von Sopranistin Ingrid Hummel aus Maxhütte-Haidhof, die von den Pfundtner-Brüdern entdeckt worden ist, gesungen. Peter Pfundtner leitete als Konzertmeister das Orchester und spielte Geige. Sein Bruder Paul begleitete das Konzert auf dem Klavier. Die beiden Künstler sind weit über die Grenzen des Landkreises Schwandorf hinaus bekannt als Akteure in „Pfundtners Bayrischer Bühne“, die von ihrem Vater Georg 1929 gegründet wurde.

Nach „Italien Caprice“ wurde es mit dem „Ave Verum“ von Wolfgang Amadeus Mozart feierlich. Ingrid Hummel sang das Duett zusammen mit der Mezzosopranistin Valeria Zlatareva, beide überzeugten mit ihren ausgebildeten Stimmen. Bei „Lara's Theme“ aus „Doktor Schiwago“ musste der Moderator, der der musikalische Leiter des Philharmonische Chors Regensburg ist, für den erkrankten Tenor Tibor Tasnade einspringen. Dieses traumhafte Lied wurde vom Philharmonischen Chor Regensburg umrahmt. Mit „Barcarole“ von Jacques Offenbach und „Second Waltz“ ging es in die Pause.

Nach Europa führte das „Prelude aus dem Te Deum“, auch als Eurovisionsmelodie bekannt, im zweiten Teil. Mit Sabrina König, die das moderne Lied „The girl in 14 G“ präsentierte, wurde auch dem Jazz Raum in diesem abwechslungsreichen Konzert gegeben. Natürlich durfte das Wolgalied aus Franz Lehars Operette „Der Zarewitsch“ in dem breit gefächerten Repertoire nicht fehlen. Hier gab es die erste Überraschung, als Landrat Thomas Ebeling auf die Bühne trat und mit der Gitarre das bekannte Lied mit begleitete. Bei „Guten Abend, gute Nacht“ von Johannes Brahms spielte er sogar ein kurzes Gitarrensolo.

„Drei Generationen Pfundtner“ kündigte der Moderator an, als Peter Pfundtner zusammen mit seinem Sohn Georg die „Toselli Serenade“ auf der Violine spielte, die der Großvater bearbeitet hatte. Ein weiteres Überraschungsmoment des Abends bestand in der Weltpremiere von zwei Liedern, die Georg Pfundtner junior komponiert hat, „Die Straßen von Schwandorf“ und „Mei Oberpfalz“. „Träumen Sie sich in unsere wunderschöne Heimat“, animierte Gruber zu den Liedern, die Ingrid Hummel darbot. Die CD mit diesen „Heimatliedern“, die am 8. März erschienen ist, und die dem Landkreis gewidmet ist, erhielten die Gäste beim Ausgang kostenlos.

Natürlich durfte die Zugabe nicht fehlen. Mit dem „Gefangenenchor“ zogen Musiker und Chor nochmals alle Register ihres Könnens. Als weitere Zugabe wünschte sich das Publikum „Mei Oberpfalz“. Fazit des harmonischen Abends: Der Landkreis hat musikalisch viel zu bieten. An diesem Abend hat er es wieder einmal bewiesen.

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