Der Neunburger Kunstherbst hat sich einen Namen gemacht. Ein Glanzlicht in dieser 16 Termine zählenden Kultur-Veranstaltungsreihe setzt diesmal das erstmalige Gastspiel des Georgischen Kammerorchesters. Am 2. Oktober spielt es Wiener Klassiker.
In unruhigen Zeiten mit Kriegsangst, Inflationssorgen und Haushaltsebbe startet nach Worten des KVU-Vorsitzenden Peter Wunder die zwölfte Neunburger Kunstherbst-Saison. Wie einer Mitteilung zu entnehmen ist, "wird wieder ein bunter Programm-Mix geboten, der viele kulturelle Sektoren einbeziehe. Die Verantwortlichen dieses gemeinnützigen Vereins hätten alle Register gezogen, um das oftmals noch im "Corona-Blues" verharrende Publikum in die verschiedenen Spielstätten zu locken.
Schwierige Finanzierungen
Wunder verweist auf schwierigste Rahmenbedingungen bei der Finanzierung des vorliegenden Veranstaltungs-Pakets: "Staatliche Fördermittel sind weg gebrochen und auch die Kommune hat ihren Kunstherbst-Zuschuss gekürzt". Umso mehr gelte es nun, über Einnahmen aus Eintrittsgeldern und Spenden die Finanzlücken zu überbrücken. Der Kunstverein - er tritt immerhin in 7 von insgesamt 16 Kultur-Events als Gastgeber auf - könnte andernfalls bald "das Ende der Fahnenstange erreichen".
Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl zeigte auf zwei konträre Seiten der Medaille: "Einerseits kann die bisherige Kulturförderung so nicht weitergehen, andererseits wissen wir alle: Ohne Kultur geht es auch nicht!" Die Verdienste des ehrenamtlichen Engagements um die Belange der Kunst könnten deshalb nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Persönliche Vermittlung
Karl Stumpfi, Kunstherbst-Koordinator und städtischer Kulturbeauftragter, freute sich besonders über die bevorstehende Fortsetzung des Neunburger Beethoven-Symphonien-Zyklus. Seit 2012 seien in der Pfalzgrafenstadt von verschiedenen internationalen und nationalen Orchestern die "Nummern 1, 6, 7 und 9" bereits aufgeführt worden. Am 2. Oktober folge nun die "Zweite" mit dem Georgischen Kammerorchester. Dieses Gastspiel sei durch die persönliche Vermittlung des Dirigenten Reinhold Mages zustande gekommen. Er kannte die Schwarzachtalhalle schon seit einem von ihm geleiteten Konzerts der Vogtland Philharmonie im Kunstherbst 2022.
Mages machte Appetit auf die nicht ganz so bekannte frühe D-Dur-Symphonie Beethovens. Obwohl der Komponist ob seiner sich anbahnenden Taubheit in Depressionen verfallen war, schäume sein Opus 36 geradezu vor Lebensfreude über. Es knüpft deshalb nahtlos an die im Abendprogramm voraus gehenden Mozart- Werke "Figaro"-Ouvertüre und Klavierkonzert A-Dur KV 488 an.
Auch der Solist des Abends, Pianist Alexander Maria Wagner aus Höhhof bei Cham, ist beim regionalen Klassik-Publikum kein Unbekannter mehr. Karl Stumpfi erinnerte an die Interpretationen der Klavierkonzerte b-moll von Tschaikowksy und d-moll von Johannes Brahms. "Jetzt sind wir auf seinen Mozart gespannt", schloss der Kunstherbst-Koordinator.
Vorverkauf läuft
Der Kartenvorverkauf ist bereits angelaufen. Gruppenbestellungen (ab 10 Personen) erhalten Preisnachlässe in den Kategorien 40, 35 und 30 Euro. Buchungen sind möglich über die Order-Mail: schafbauerrosa[at]gmail[dot]com, Karten-Telefon (09672) 3435 oder im Büro- und Pressezentrum, Hauptstraße 1, Neunburg.
Zwölfter Neunburger Kunstherbst
- Freitag, 6. September: Die Nacht der offenen Kirchen; 18 bis 23 Uhr Musik, Malerei und Meditation in Sakralräumen
- Samstag, 7. September: Bayerisch-Böhmischer Ukulele-Tag;
14 bis 22 Uhr Konzert & Workshop in Schlosssaal und Fronfeste - Freitag, 20. September: Internationale Kunstausstellung AHOJ 24; ab 18 Uhr Vernissage in Rathaus-Foyer; Spitalkirche und Fronfeste
- Freitag, 27. September: „Rabenschwarze Nachtgeschichten“ um 18 Uhr;
Theaterspaziergang mit Markus Veith, Garten Alte Glasschleife, Untermurnthal - Mittwoch, 2. Oktober: 19 Uhr Klassik-Gala mit dem Georgischen Kammerorchester;
Werke von Mozart und Beethoven, Solist A. M. Wagner, Klavier; Schwarzachtalhalle - Freitag, 4. Oktober: 18 Uhr: Ausstellung „Mit dem Mund gemalt“ ; Workshop/Vernissage mit M. Kostka & L. Höllerer; evangelische Versöhnungskirche
- Samstag, 12. Oktober: 20 Uhr Musical-Premiere: „Spamalot“ + Reprisen
13., 18,. 19., 26., 27. 10.; Theater-Ensemble Ovigo; Schwarzachtalhalle - Donnerstag, 31. Oktober: 20 Uhr All-Hallows-Eve-Chorkonzert;
Contigo mit „alternativem Halloween-Angebot“ in der Friedhofskirche - Samstag, 2. November: 19.30 Uhr Requiem d-moll von W. A. Mozart,
Westböhmisches Sinfonieorchester & Cerchovan-Chor Domazlice; Schwarzachtalhalle - Samstag, 9. November: 19 Uhr Jubiläumskonzert im OGO,
Singrün Orchester Regensburg mit US-Amerika-Programm in Oberviechtach - Samstag, 16. November: 18 Uhr Songs of Love and Hate ; Neues Format „Lieder und Lyrik“ in der evangelischen Versöhnungskirche
- Mittwoch, 13. November: 19 Uhr Abend der „Schelmenromane“ ;
Literarischer Exkurs mit Wolfgang Huber in der Spitalkirche - Freitag, 22. November: 19 Uhr, Ludwig Thoma & Gospel-Songs,
Crossover mit Reiner Kowalski & Klaus Sauerbeck im Historischen Schlosssaal - Montag, 25. November: 19 Uhr Blauer Montag beim „Sporrer“;
Die Vier Unverdorbenen diesmal bayerisch mit Karl Valentin & Gerhard Polt - Mittwoch, 4. Dezember: 20 Uhr „Hoam Stories“ mit Harry G. in der Schwarzachtalhalle
- Sonntag, 22. Dezember: 17 Uhr Weihnachtssingen im Schloss;
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