10.03.2021 - 16:22 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Nach Großbrand: Stadt hilft bei der Wohnungssuche

Bei einem Brand in Neunburg vorm Wald verlieren 19 Personen ihr Dach über dem Kopf. Die Stadt reagiert schnell, verschafft den Menschen Kleidung und eine Unterkunft.

In einem Acht-Parteien-Haus in der Amberger Straße brach das Feuer aus. 19 Personen verloren ihr Obdach. Ihnen griff die Stadt schnell unter die Arme.
von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Die Menschen standen buchstäblich auf der Straße. Bei einem Großbrand in der Amberger Straße verloren 19 Personen, die laut Auskunft der Polizei dort gemeldet sind, ihr Dach über dem Kopf – und das eventuell sogar dauerhaft. Denn ob das Haus, in dem sie bis Donnerstagvormittag gelebt hatten, jemals wieder bewohnbar wird, ist derzeit noch völlig unklar.

An den Unglücksort eilten neben den Rettungskräften auch Bürgermeister Martin Birner sowie Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Sie sahen die Menschen und wussten sofort: „Wir können sie hier nicht stehen lassen“. Schnell lief eine Hilfsaktion für die obdachlos gewordenen Mitbürger an. Zunächst war es wichtig, die Menschen, die in den Kleidern, die sie in der Wohnung trugen, nach draußen geeilt waren, ins Warme zu bringen. Teilweise hatten sie Pantoffeln getragen, als sie ins Freie flüchteten.

Vor Ort waren auch die Johanniter mit ihrer Einsatzküche, die die Personen mit warmem Essen versorgten und drei Mitglieder des Kriseninterventionsteams aus Schwarzenfeld.

Wie Bürgermeister Martin Birner im Gespräch mit Oberpfalz-Medien darlegt, wurden die vom Brand betroffenen Personen ins nahe gelegene BRK-Haus gebracht. Doch in Zeiten der Corona-Pandemie ist das natürlich nicht ganz so einfach: Der städtische Gesundheitsbeauftragte kam und nahm Schnelltests vor, damit sichergestellt ist, dass nicht infizierte Personen darunter sind.

Ein Bus der Feuerwehr brachte die vom Brand betroffenen Menschen – darunter auch Familien mit Kindern – dann in die Stadt zum örtlichen „Emma“-Laden, wo sie mit Kleidungsstücken versorgt wurden.

Technischer Defekt löst Brand aus

Neunburg vorm Wald

Im Mittelpunkt der weiteren Überlegungen stand natürlich die Frage: Wo können die Menschen unterkommen? Die Stadt griff auch hier unterstützend unter die Arme und half. Sie vermittelte die Personen in Wohnungen. Vor allem möblierte Ferienwohnungen in Gütenland dienen den Menschen nun als vorläufige Unterkunft. „Das war eine echte Herausforderung“, beschrieb Bürgermeister Birner die Suche nach einer Unterkunft angesichts der zahlreichen Nachfragen nach Wohnungen, die die Stadt derzeit generell erreichen – zum Beispiel durch Arbeiter.

„Es war wichtig, erst einmal zu helfen und die Leute nicht auf der Straße stehen zu lassen“, betonte das Stadtoberhaupt nun im Gespräch. Generell fand er nur lobende Worte für den Einsatz der Rettungskräfte, die schnell am Ort des Unglücks waren und vermutlich Schlimmeres verhinderten. „Das ist vorbildlich und reibungslos gelaufen“, unterstrich Birner abschließend.

"Es war wichtig, erst einmal zu helfen und die Leute nicht auf der Straße stehen zu lassen."

Bürgermeister Martin Birner

Bürgermeister Martin Birner

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