29.11.2020 - 10:39 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Grünes Licht für "Alte Gärtnerei"

Der Stadtrat verabschiedet den Bebauungsplan für das Sondergebiet „Alte Gärtnerei – Stadtmarkt und Wohnen“. Nicht alle Räte sind damit einverstanden.

Der Neunburger Stadtrat gab mehrheitlich grünes Licht für den Bebauungsplan für das Areal der alten Gärtnerei.
von Helga ProbstProfil

Nach der zweiten öffentlichen Auslegung und der Beteiligung Träger öffentlicher Belange stand die Aufstellung des Bebauungsplanes für das Sondergebiet „Alte Gärtnerei – Stadtmarkt und Wohnen“ auf der Tagesordnung im Stadtrat. Die eingegangenen Stellungnahmen, Anregungen und Einreichungen der Auslegung waren vom Ingenieurbüro Weiß in den Planentwurf eingearbeitet worden.

Die Baugrenzen in der Neukirchener Straßen wurden enger gefasst und die Zufahrt zeichnerisch dargestellt, informierte Bürgermeister Martin Birner vor der Abstimmung. Mit 18:2 befürworteten die Stadträte das Vorhaben des Bauträgers F.EE Versorgungswerk, der Wohnungen und Einzelhandelsbetriebe auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Rosskopf ansiedeln möchte.

Stadtrat stellt Weichen für "Alte Gärtnerei"

Neunburg vorm Wald

„Die CSU findet es super, dass sich hier etwas entwickelt“, betonte Stadtrat Alexander Trinkmann. Er stimmte aber dennoch dagegen, weil er mit dem Verfahren nicht einverstanden war. Für ihn wäre der einzig richtige Weg bei der Planung ein vorhabensbezogener Bebauungsplan gewesen. Dann hätte die Stadt mehr Mitspracherecht bei der Ausführung gehabt und die Verwirklichung wäre zügiger vonstatten gegangen. Auch Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl stimmte gegen das Projekt.

Viele neue Wohnungen

Für die CSU-Fraktion bedankte sich Stadtrat Georg Schmid beim Investor für den geplanten Bau. Die Fraktion stehe größtenteils hinter dem Vorhaben und gewähre dem zukunftsweisenden Unternehmen einen großen Vertrauensvorschuss. „Wohnen und Gewerbe in einem Zug, das findet man nicht oft“, lobte auch der Fraktionssprecher für die Freien Wähler, Martin Scharf. Auch die SPD stehe geschlossen hinter dem Neubau und freue sich, dass so viele Wohnungen entstehen, sagte Erich Schmid.

Nach der Billigung des Bebauungsplan-Entwurfes wird nun das Bauleitverfahren durch die förmliche Auslegung fortgesetzt. Damit waren wieder 18 der 20 Stadträte einverstanden. Laut Geschäftsleiter Georg Keil werde es März bis dieser Vorgang über die Bühne gehe. Danach wird der Bauherr Hans Fleischmann einen Architektenwettbewerb ausloben.

Für das Projekt „Alterswohnen am Ufertal“ fand ebenfalls die öffentliche Auslegung statt. Der Stadtrat nahm die Stellungnahmen der beteiligten Behörden und sonstigen Träger zur Kenntnis. Mit den Abwägungsbeschlüssen, die jeweils einstimmig ausfielen, erreichte der vorhabensbezogene Bebauungsplan für das „Alterswohnen am Ufertal“ die Planreife. Insgesamt waren 45 Stellen beteiligt, wovon sich 25 zu der anstehenden Planung geäußert haben.

Projekte für Förderprogramm

Der dritte Punkt der Tagesordnung, die in 20 Minuten abgearbeitet wurde, war das Städtebauförderprogramm „Aktive Zentren“ und „Förderinitiative Innen vor Außen“. Für 2021 wurden 16 Maßnahmen angemeldet, die 3,2 Millionen Euro kosten würden. Bürgermeister Birner machte aber deutlich, dass nicht alle Projekte im kommenden Jahr verwirklicht würden. „Wir müssen aber alles anmelden, damit dann auch die Fördermittel abgerufen werden können“, erklärte er das Vorgehen. Angeführt wurde die Liste vom Parkraumkonzept, den Seiten- und Freiflächen Jobplatz und dem Neubau des Sparkassengebäudes.

„Auch für die Sanierung privater Gebäude wurden 1,8 Euro eingestellt“, sagte Birner und verwies auf zwei Häuser „Im Berg“, die restauriert worden sind. Neu aufgenommen wurde in das Städtebauförderprogramm der Punkt „Smart City Neunburg vorm Wald“ in Höhe von 100 000 Euro. Wenn die beantragten Zuschüsse aus Städtebaufördermitteln bewilligt werden und alle Maßnahmen realisiert würden, hätte die Stadt hierzu Eigenmittel von vorläufig zirka 800 000 Euro aufzubringen.

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