30.09.2020 - 12:31 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

ILE Schwarzach-Regen räumt Gesundheitsversorgung Schwerpunkt ein

Für das Projekt "Smartes Gesundheitsnetzwerk" fügt die ILE Schwarzach-Regen weitere Bausteine zusammen. Mit der Umsetzung wird eine eigene Managerin beauftragt.

ILE-Managerin Tanja Weinberger, stellvertretender Vorsitzender Walter Schauer, Vorsitzender Martin Birner, Behördenleiter Thomas Gollwitzer und stellvertretender Vorsitzender Michael Reith (von links) zogen für die Arbeit im Bündnis „Integrierte Ländliche Entwicklung Schwarzach-Regen“ eine erfolgreiche Zwischenbilanz.
von Rudolf Hirsch (RHI)Profil

Das Bündnis "Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Schwarzach-Regen" stellt für das Projekt „Smartes Gesundheitsnetzwerk“ eine eigene Managerin ein. Die Bewerberin aus München kam am Montag zu einem Vorstellungsgespräch nach Neunburg. „Wir hatten einen guten Eindruck und hoffen jetzt auf ihre Zusage“, erklärte ILE-Vorsitzender und Bürgermeister Martin Birner anschließend.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Idee des „Smarten Gesundheitsnetzwerkes“ mit einem Förderbetrag von 250 000 Euro. Träger des Projekts ist das Bündnis „Integrierte Ländliche Entwicklung Schwarzach-Regen“. Das Netzwerk der zehn Kommunen aus den Landkreisen Schwandorf und Cham erhielt als einziges in Bayern den Zuschlag für das Bundesförderprogramm „Wandel durch Innovation in der Region“.

Dem Bündnis „Smartes Gesundheitsnetzwerk“ gehören neben der ILE das kürzlich in Neunburg gegründete „Gesundheitszentrum Ostoberpfalz“ und das "Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen“ an. Die drei Projektpartner wollen in den nächsten neun Monaten innovative Ideen zur Verbesserung der Gesundheitsvorsorge im ländlichen Raum entwickeln. ILE-Regionalmanagerin Tanja Weinberger stellte das Konzept bei der elften Sitzung am Montag in den Räumen der Neunburger Feuerwache vor und kündigte für die nächsten Monaten eine Reihe von Einzelveranstaltungen an.

„Wir wollen Möglichkeiten für den Aufbau und die Entwicklung von zukunftsweisenden, vernetzten Ansätzen in der Gesundheitsversorgung aufzeigen“, bekräftigt Bürgermeister Martin Birner. Mit dem „Gesundheitszentrum Ostoberpfalz“ gehöre die Stadt Neunburg vorm Wald zu Bayerns ersten Kommunen mit einem medizinischen Versorgungszentrum in städtischer Trägerschaft. Dieses besondere Alleinstellungsmerkmal biete Raum und Potential für die Entwicklung und den Einsatz von organisatorischen, innovativen und technologischen Ansätzen, so der ILE-Vorsitzende.

Durch die Unterzeichnung einer Zweckvereinbarung hatten die Mitgliedsgemeinden 2019 ihre Zusammenarbeit besiegelt

Neunburg vorm Wald

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat bundesweit 44 Bündnisse zugelassen und fördert deren Sach- und Personalkosten jeweils mit 250 000 Euro. Das Bündnis „Integrierte Ländliche Entwicklung Schwarzach-Regen“, dem die Stadt Neunburg vorm Wald sowie die Gemeinden Bodenwöhr, Bruck, Dieterskirchen, Neukirchen-Balbini, Schwarzhofen, Thanstein, Stamsried, Pösing und Pemfling angehören, bekommt auch Geld vom „Amt für ländliche Entwicklung“. Behördenleiter Thomas Gollwitzer stellt den Kommunen allein für dieses Jahr einen Förderbetrag von einer Million Euro in Aussicht, die in Maßnahmen der Dorferneuerung, des Wegebaus, der Dorfplatzgestaltung und des Fremdenverkehrs fließen. Allein für Kleinprojekte bis zu 20 000 Euro seien von den Mitgliedskommunen 14 Anträge eingegangen, versicherte Gollwitzer bei der Sitzung am Montag. Er kündigte ferner ein „gemeindeübergreifendes Kernwegenetz-Konzept“ für den landwirtschaftlichen Verkehr und den Fahrradtourismus an.

Die Bürgermeister der Gemeinden Thanstein und Pösing, Walter Schauer und Michael Reith, erwarten von den Maßnahmen Synergieeffekte, „die der Bürger vor Ort konkret spürt“. Beide wurden bei der Mitgliederversammlung zu Stellvertretern des Vorsitzenden Martin Birner gewählt. Die nächste ILE-Sitzung findet am 30. November in Grafenkirchen (Gemeinde Pemfling) statt.

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