Neunburg vorm Wald
01.04.2021 - 12:52 Uhr

Kein einziger Wohnungseinbruch im Raum Neunburg

„Wir leben fast auf einer Insel der Glückseligen“, stellt PI-Leiter Markus Schmitt beim Blick in den Sicherheitsbericht 2020 fest. Trotz eines leichten Anstiegs der Fallzahlen könne sich der Bürger sicher fühlen.

Erster Polizeihauptkommissar Markus Schmitt (rechts) stellte den Bürgermeistern Walter Schauer, Anita Forster, Albert Krieger und Martin Birner (von links) den Sicherheitsbericht 2020 vor. Bild: Hirsch
Erster Polizeihauptkommissar Markus Schmitt (rechts) stellte den Bürgermeistern Walter Schauer, Anita Forster, Albert Krieger und Martin Birner (von links) den Sicherheitsbericht 2020 vor.

„Die Corona-Pandemie hat den Großteil unserer Aufmerksamkeit und Energie gefordert“, betonte Erster Polizeihauptkommissar Markus Schmitt am Mittwoch im Gespräch mit den Bürgermeistern in der Schwarzachtalhalle. Seine Kollegen mussten 14 Verstöße gegen die Ausgangssperre, drei gegen die Maskenpflicht und 25 gegen die Kontaktbeschränkungen ahnden. „Wir wollen zunächst sensibilisieren und mahnen, bevor wir sanktionieren“, erläutert der Neunburger Inspektionsleiter Schmitt die Polizeitaktik. Dabei stellt er fest: „Die meisten Leute sind einsichtig und halten sich an die Vorschriften“. Schmitt appelliert an die Bevölkerung, über die Osterfeiertage noch einmal die Kontakte zu beschränken. „Ich hoffe, dass die Impfungen nach Ostern Fahrt aufnehmen“, so der Polizeibeamte.

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Der Inspektionsleiter dankte den Bürgermeistern der Stadt Neunburg und der Gemeinden Bodenwöhr, Dieterskirchen, Neukirchen-Balbini, Schwarzhofen und Thanstein sowie den Hilfsorganisationen „für die sehr gute Zusammenarbeit“. Die Zahl der Straftaten stieg im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 456 Fälle an. „Mit einer Aufklärungsquote von 73,7 Prozent liegen wir weiterhin auf einem hohen Niveau“, versicherte der PI-Leiter. Seine Inspektion sei mit 26 Beamten personell „sehr gut aufgestellt“. Die Personalstärke passe „zum Einzugsgebiet und zu der Art der Straftaten“. Lobend erwähnte Schmitt die „Wachsamkeit der Bürger“, die dazu beigetragen habe, „dass wir keinen einzigen Wohnungseinbruch zu verzeichnen hatten“.

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Unter den 245 ermittelten Tatverdächtigen waren 14 Asylbewerber. „Sie spielen mit 23 Straftaten eine untergeordnete Rolle“, erklärt der Polizeihauptkommissar. Diese Einschätzung teilt auch Bürgermeister Martin Birner, der froh ist, „dass die Bürger der Stadt trotz 58 verschiedener Nationalitäten weitgehend friedlich zusammenleben“.

Bei den Rohheitsdelikten verzeichnet die Polizei einen Rückgang von 116 auf 97 Anzeigen. Die Vermögens- und Fälschungsdelikte stiegen von 62 auf 71 Straftaten, die Sachbeschädigungen von 61 auf 65 Fälle. Die Zahl der Diebstahlsdelikte stieg von 45 auf 52 Straftaten. Es wurden 51 Sachbeschädigungen angezeigt.

Hintergrund:

Mehr Straftaten im Stadtgebiet

  • Zahl der Straftaten: Die Stadt Neunburg verzeichnete im vergangenen Jahr 305 Straftaten (plus 16), Bodenwöhr 113 (plus 15), Schwarzhofen 17 (minus sieben), Neukirchen-Balbini sieben (plus fünf), Dieterskirchen sechs (minus 15) und Thanstein acht (minus zwei).
  • Spektakuläre Fälle: Eine 74-jährige Rentnerin war mit ihrem Auto in Kröblitz in der Schwarzach gelandet und musste befreit werden. Eine 68-jährige Frau stach in Bodenwöhr mit dem Messer auf ihren 20 Jahre jüngeren Freund ein. Und schließlich musste ein Randalierer in einem Supermarkt zur Vernunft gebracht werden.
 
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