08.11.2019 - 16:41 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Klimmzüge für Spaß ohne Altersgrenze

Ein Landrat in Siegerpose: Thomas Ebeling hat die Balance, um im Wackellabyrinth die Kugel ins Ziel zu bringen. Das ist die beste Werbung für den neuen Spielplatz der Generationen im Neunburger Stadtpark.

Der nagelneue Orientierungswald im Neunburger Stadtpark ist schnell erobert. Bei der Einweihung mit Landrat Thomas Ebeling (ganz oben) hatten Kommunalpolitiker und Behördenvertreter viel Spaß dabei, die neuen Geräte im Mehrgenerationenplatz gleich selbst zu testen.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Bürgermeister Martin Birner zieht sich an den Ringen hoch. Pfarrer Stefan Wagner geht in Position an der Klimmstange, und das Wackellabyrinth ist bei Verwaltungsmitarbeitern und Stadträten gleichermaßen beliebt. So viel Action gibt es selten bei einem Einweihungstermin. Der neue Mehrgenerationenplatz "xund und fit" im Neunburger Stadtpark motiviert zu sportlichen Balanceakten, zum Kräftemessen und zu spielerischer Koordination. Die Idee dazu ist laut Bürgermeister Martin Birner schon lange gereift. "Aufgewertet, aber nicht überfrachtet" sollte der Stadtpark werden.

Nicht "von der Stange"

Da kam eine Initiative der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) im Landkreis gerade recht: Insgesamt neun Kommunen sind der Einladung gefolgt und wollen mehr Bewegung in den Alltag bringen, und zwar über Spielplätze, die den üblichen Rahmen sprengen und alle Generationen ansprechen.

"Neunburg ist eines der letzten Projekte, die im Landkreis umgesetzt werden", informierte Bürgermeister Birner bei der Einweihung. Er legte Wert darauf, dass hier kein Generationenplatz "von der Stange" geschaffen wurde. Was an Geräten angeschafft wurde gehe auf Vorschläge aus der Bürgerbeteiligung zurück, dazu habe man die Planung eigens noch einmal umgekrempelt.

So könne hier jeder je nach Fähigkeiten ein bisschen trainieren, meinte der Rathauschef, der sich über 18 000 Euro aus LEADER-Mitteln und die Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit seitens der AOK freute. Rund 50 000 Euro seien bei der Investition "an der Stadt hängen geblieben". "Das ist gut angelegtes Geld", kommentierte Landrat Ebeling und verwies auf die der Förderung zugrunde liegende Zielsetzung, möglichst viele Menschen zu erreichen. "Tolle Geräte, das passt hervorragend in den Park", lobte Ebeling und fügte hinzu: "Wenn jetzt der Bürgermeister die Geräte gleich selbst vorführt, werden wir noch begeisterter sein."

"Vom Rathaus ist es ja auch nicht weit bis hierher", merkte AOK-Direktorin Christa Siegler an, während Josef Schönhammer für die mit dem Projekt betraute In-Motion-Park-GmbH die hohe Qualität der Geräte pries, für die zum Teil naturbelassenes Lärchenholz verwendet wurde. Für die acht Erlebnis-Stationen gab es dann, bevor es ans Turnen ging, noch den kirchlichen Segen.

Mit Sogwirkung

Pfarrer Stefan Wagner hatte da schon festgestellt, dass er das Training auf dem Mehrgenerationenplatz von seinem Wohnzimmer-Fenster aus überwachen und feststellen kann, ob die Anlage von den Mitarbeitern im Rathaus auch intensiv genutzt wird. "Wenn dem so ist, wird das Pfarramt natürlich nachziehen", versprach er und hatte ein paar Minuten später beherzt zur Übung an der Klimmstange angesetzt.

Verwaltungsleiter Georg Keil (links) und Stadtrat Alexander Trinkmann auf dem Wackellabyrinth.
Info:

Facetten der Bewegung

Acht Stationen fördern auf dem Mehrgenerationenplatz im Neunburger Stadtpark Kommunikation, Koordination und Geschicklichkeit, Beweglichkeit, Schnelligkeit, Ausdauer sowie Kraft und nebenbei auch Spiel und Spaß. Bei etwa 50 Prozent der Stationen wurden Vorschläge der Bürger berücksichtigt. Die Geräte reichen von einer relativ einfachen Sit-up-Trainingsbank, über ein Klimmzug-Stangen-System, Liegestütz-Sprossen und eine Slackline bis hin zu einem Orientierungswald, einer Kräfigungsplattform (mit Dreher, Geher und Stützer), Calisthenics-Station und einem Wackellabyrinth. Neunburg ist einer von elf Standorten für diese maßgeschneiderten Sportplätze. Neun Kommunen haben dabei von LEADER-Mitteln in Höhe von 60 Prozent ( maximal 18 000 Euro) profitiert. In einer Broschüre des Landratsamts sind alle Standorte aufgeführt. Darin wird auch erläutert, wie wichtig Bewegung für die Gesundheit ist.

Bürgermeister Martin Birner testet die Ringe.
Landrat Thomas Ebeling nach dem erfolgreichen Balanceakt auf dem Wackellabyrinth.
Landrat Thomas Ebeling in Aktion.
Bei der Einweihung mit (von links) Pfarrer Stefan Wagner, Bürgermeister Martin Birner, Stellvertreterin Margit Reichl, Josef Schönhammer von der In-Motion-Park-GmbH, AOK-Direktorin Christa Siegler und Landrat Thomas Ebeling ließen es die Beteiligten nach den Ansprachen nicht an sportlichem Ehrgeiz fehlen.

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