"Steigt´s auf`s Radl". Unter diesem Motto organisiert das Regionalformat „Integrierte Ländliche Entwicklung“ auch heuer wieder einen Radlersonntag, an dem sich am 28. April erstmals alle Landkreise des Oberpfälzer Waldes beteiligen werden. Die Veranstaltung ist Teil der Qualitätsoffensive „Radwege“, die die Fremdenverkehrsgemeinschaft „Oberpfälzer Wald“ beim Tourismustag in Neunburg v.W. ankündigte.
Der Landkreis Schwandorf hat für die nächsten drei Jahre den Vorsitz der „Tourismusgemeinschaft Oberpfälzer Wald“ übernommen und war deshalb auch Ausrichter des diesjährigen Tourismustages. Vorsitzender Landrat Thomas Ebeling hieß am Dienstag in der Schwarzachtalhalle über 200 Tourismusakteure aus den Landkreisen Tirschenreuth, Neustadt/WN und Schwandorf sowie der Stadt Weiden willkommen.
Pro Tag 113 Euro
Mit der Übernahme des Vorsitzes hat die Leiterin des Tourismuszentrums in Nabburg, Alexandra Beier, gleichzeitig die Geschäftsführung der Tourismusgemeinschaft „Oberpfälzer Wald“ übertragen bekommen. Aus ihrem Bericht ging hervor, „dass die Übernachtungszahlen im vergangenen Jahr über dem Vor-Corona-Niveau lagen“. Plus vier Prozent im Vergleich zu 2019 und plus zehn Prozent gegenüber 2022. Mit 437 466 Übernachtungen war der Landkreis Schwandorf 2023 Spitzenreiter im Gemeinschaftsverbund. Allein 100 000 Übernachtungen steuerte die Stadt Neunburg vorm Wald als alleiniger Tabellenführer bei. Gemäß einer von Alexandra Beier vorgelegten Studie lässt jeder Tourist im Schnitt pro Tag 113 Euro in der Region zurück. Die gesamte Wertschöpfung innerhalb der Tourismusgemeinschaft lag im vergangenen Jahr bei 132 Millionen Euro.
150 Gastgeber bieten derzeit eine Online-Buchung an. 7300 Gäste nutzten diese Möglichkeit im vergangenen Jahr mit 47 000 Buchungen und einem Umsatz von 1,8 Millionen Euro. „Hier ist noch Luft nach oben“, findet Geschäftsführerin Alexandra Beier. Sie stellte die Werbekampagnen der Gemeinschaft im Internet, in den sozialen Medien und im Printformat vor und kündigte die Herausgabe neuer Wanderbroschüren und Freizeitmagazine an.
Eine Qualitätsoffensive
Ferner soll es eine Qualitätsoffensive zur Verbesserung der Radwege-Infrastruktur geben. Geplant sind Leader-Kooperationsprojekte, der Aufbau von Servicestationen und die Einbindung „radfahrfreundlicher“ Betriebe. Die beiden Schwerpunktthemen sind heuer „Radeln am Wasser“ und „Kultur-Wandern“. Am Radlersonntag werden die Teilnehmer wieder entlang ehemaliger Bahntrassen geführt und mit Bussen kostenlos zu den Start- und Zielpunkten gefahren.
Christine Schmidbauer von der Regierung der Oberpfalz stellte die Fördermöglichkeiten für gewerbliche Betriebe vor, die ihre Unterkünfte aufwerten wollen. In der aktuell rückläufigen Zahl an Anträgen sieht sie ein Anzeichen dafür, „dass viele Betriebe momentan ihre Investitionen zurückstellen“.
Social-Media-Experte Stefan Nörl (Weiden) rät den Vermietern, die Plattform der sozialen Medien zu nutzen. Nicht nur zur Bewerbung ihrer Unterkünfte, sondern auch zur Gewinnung von Personal. Der Sprecher des „Tourismusverbandes Ostbayern“, Michael Braun, sieht in der Erstellung „guter Webseiten“ und der Möglichkeit der Online-Buchung zwei wesentliche Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg.
Erfolg durch Vielfalt
Neunburgs Bürgermeister Martin Birner rührte die Werbetrommel für seine Heimatstadt, die bundesweit als „pferdefreundliche Gemeinde“ gelte, im Juli wieder die Burgfestspiele „Vom Hussenkrieg“ zeige und sich als „Stadt mit Kultur und Geschichte“ präsentiere. Neunburgs Tourismusbeauftragter Werner Dietrich sieht in der Vielfalt des Angebots den touristischen Erfolg der Pfalzgrafenstadt.
Am Nachmittag hatten die Teilnehmer Gelegenheit, entweder „das versunkene Dorf im Eixendorfer See“ zu erkunden oder eine Führung durch das Schwarzachtaler Heimatmuseum mitzumachen.
Radlersonntag am 28. April
- Veranstalter: „Integrierte Ländliche Entwicklung“ und "Tourismusverband Oberpfälzer Wald"
- Teilnehmer: Landkreise Schwandorf, Tirschenreuth, Neustadt/WN und Stadt Weiden.
- Strecken: Ehemalige Bahntrassen
- Beförderung: Kostenloser Transport der Radfahrer zu den einzelnen Etappenzielen.

















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