10.07.2019 - 13:31 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Marienheim freut sich über hohe Belegungsquote

Die Bilanzen der Spitalstiftung in Neunburg können sich sehen lassen: Der Haushalt 2017 schließt mit einem Überschuss von 323 564 Euro. Für 2018 zeichnet sich ein Gesamtergebnis von 140 000 Euro ab. Dem gegenüber stehen hohe Investitionen.

Das Marienheim verfügt über eine hohe Belegungsquote, die wesentlich zum guten Betriebsergebnis beiträgt.

Die Vorlage der Jahresrechnungen 2017 und 2018 der Spitalstiftung waren ein weiteres Thema in der jüngsten Stadtratssitzung (wir berichteten). Zur Spitalstiftung gehören neben dem Marienheim auch die Seniorenwohnanlage im Spitalhof, sonstige Mietwohnungen und die Land- und Forstwirtschaft.

Hohe Investitionen

Stadträtin Marianne Deml, Beauftragte der Spitalstiftung, machte deutlich, dass die Gelder für dringend notwendige Investitionen unbedingt erforderlich seien. Neben Instandhaltungsmaßnahmen (Heizung, Lüftung, Aufzüge, Küchengeräte, Kühlanlagen, Pflegeeinrichtungen usw.) müssen beispielsweise nach den Vorgaben der Barrierefreiheit noch sechs Bewohnerzimmer umgerüstet werden. Hier stünden Kosten von rund 250 000 Euro im Raum. Zur guten Einnahmesituation beigetragen hat besonders auch die Heimbelegung, die im Jahre 2017 beachtliche 98,94 Prozent betrug.

Die Belegung hat im Jahr 2018 um etwa fünf Prozent auf 93,98 Prozent abgenommen. Schuld daran sei aber nicht die schlechte Nachfrage nach Heimplätzen gewesen, sondern die Unterschreitung der gesetzlich geforderten Quote aufgrund des Fachkräftemangels. Demzufolge seien auch die Erträge aus den Heimentgelten entsprechend gesunken. Das vorläufige Endergebnis der Jahresrechnung 2018 stellt sich mit einem Plus von rund 85 263 Euro dar. Besonders stolz sind die Verantwortlichen darüber, dass Umfragen bei den Bewohnern und den Angehörigen einen sehr hohen Zufriedenheitsgrad mit der Einrichtung ergeben. Positive Ergebnisse gibt es weiterhin bei der Seniorenwohnanlage im Spitalhof und den weiteren Mietwohnungen aufgrund der Vollbelegung und der derzeit guten Vermietbarkeit von Wohnraum.

Schulden abgebaut

Aufgrund der Erlöse aus Holzverkäufen und der Pacht- und Erbbauzinserlöse schreibt auch der Bereich "Land- und Forstwirtschaft" schwarze Zahlen. Der Schuldenstand der Spitalstiftung zum 31. Dezember 2018 beläuft sich auf 1,46 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,7 Millionen Euro. Durch die geleisteten Tilgungen in Höhe von 241 564 Euro konnte auch die Zinsbelastung erheblich gesenkt werden. Für den Jahresabschluss 2017 erteilte der Stadtrat einstimmig die Entlastung. Das Ergebnis 2018 muss erst vom Rechnungsprüfungsausschuss unter die Lupe genommen werden.

Hintergrund:

Neue Heim- und Pflegedienstleitung

Bürgermeister Martin Birner begrüßte in der jüngsten Stadtratssitzung den neuen Leiter des Marienheims, Josef Weiß. Josef Weiß, wohnhaft in Neunburg, hat von 1983 bis 1986 eine Ausbildung zum Krankenpfleger absolviert. Von 1996 bis 2000 studierte er Pflegemanagement und war seitdem bis zu seinem Wechsel im Mai 2019 nach Neunburg ins Marienheim als Pflegedienstleitung in Regensburg und Schwabach tätig.

Seit 1. Mai hat Christine Weininger, wohnhaft in Neunburg, die Pflegedienstleitung im Marienheim inne. Sie arbeitete bereits seit dem Jahre 2002 als Altenpflegehelferin im Marienheim, und machte zwischen 2009 und 2012 die Ausbildung zur Altenpflegerin. Seit 2013 war sie als Wohnbereichsleiterin tätig und hat sich zur Pflegefachkraft, zur Pflegedienstleitung und zur Palliativ-Care-Fachkraft weiterqualifiziert. (kö)

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.