28.06.2018 - 16:55 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Marienheim setzt auf Sonnen-Strom

Mit eigenem Solarstrom sollen im Marienheim die Energiekosten sinken. Der Bauausschuss informiert sich über den Bau einer Photovoltaikanlage auf dem rechten Gebäudeflügel, die jährlich rund 20 000 Kilowattstunden erzeugen soll.

Thomas Gollwitzer (links) und Georg Keil erläuterten dem Bauausschuss die Vorteile einer Photovoltaikanlage auf dem Marienheim
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

(pko) Bevor sich der Grundstücks-, Bau- und Umweltausschuss im Rathaus an den großen Tisch setzte, machten sich die Räte an drei Orten ein Bild vom Fortgang und der Planung städtischer Vorhaben. Unter der Leitung von Zweiter Bürgermeisterin Margit Reichl informierte Sachbearbeiter Georg Keil vor Ort über den Ausbau der Diendorfer Straße und der Straße "Am Sonnenschein". In beiden Fällen billigten die zehn Ausschussmitglieder die Vorentwurfsplanungen des Ingenieurbüros Weiß, so dass die Verwaltung die öffentliche Ausschreibung der Baumaßnahmen vorbereiten und in die Wege leiten kann.

700 Euro fürs Einspeisen

Am dritten Ortstermin erläuterte Thomas Gollwitzer vom Institut für Energietechnik (IfE) die Vorzüge der geplanten Photovoltaikanlage auf dem rechten Flügel des Marienheimes. Der Bauausschuss hat im September 2017 im Zuge des Austausches und der Optimierung des Blockheizkraftwerkes im Marienheim auch die Weichen für eine Photovoltaik-Nutzung auf dem Dach des neuen Gebäudeteils gestellt. Die weiteren Planungsschritte zur Realisierung werden von IfE weitergeführt. Ziel ist es, noch mehr selbst erzeugten Strom selbst zu nutzen und so die Kosten weiter zu senken. Die geschätzten Kosten liegen bei 33 320 Euro und der jährliche Energie-Ertrag bei 20 030 kWh. Die Einnahmen aus der jährlichen Einspeisevergütung betragen 700 Euro und die Kostenersparnis durch Eigenverbrauch beläuft sich auf 2500 Euro, rechnete Gollwitzer vor. Keil erläuterte dem Gremium noch die Arbeitsweise des neuen Blockheizkraftwerkes (BHKW) im Keller des Marienheims, das sehr effizient und problemlos laufe. Im Rathaus erhielt dann die Firma Trolli GmbH grünes Licht für den Neubau einer Druckluftzentrale, eines BHKW und eines Dampfkessel-Containers mit geschotterten Stellplätzen bei der bestehenden Firma. Es wird ein Geländeaushub notwendig.

Unter der Leitung von Bürgermeister Martin Birner gingen mehrere Bauanträge über den Tisch: Die Bauvoranfrage von Johann Baumer für eine Garage mit Holzlege und Wohnung in Penting erhielt das gemeindliche Einvernehmen, und Andreas Scherm darf an sein Wohnhaus in Neunburg eine Untergeschossgarage, einen Keller, einen Windfang und eine Treppe zum Erdgeschoss anbauen. Genehmigt wurde auch der Teilumbau des Obergeschosses und die Errichtung eines Stahlbalkons am bestehenden Wohnhaus von Franz Hauser in Seebarn. Bedenken kamen beim Bauantrag von Martina Wellner auf, ob die Stellplätze für das Wohn- und Geschäftshaus mit vier Wohnungen in der Neukirchener Straße ausreichen. Die Anzahl wurde auf 13 erhöht, und da Neunburg keine Stellplatzordnung hat, genehmigte der Ausschuss den Antrag mit 11:0 Stimmen.

Umbau im Kinderhaus

Der Bürgermeister informierte über mehrere Bauanträge, die auf dem Verwaltungsweg weitergeleitete werden konnten. Unter anderem wird im Theresia-Gerhardinger-Haus für eine Kindergartengruppe im Erdgeschoss und eine Hortgruppe im Dachgeschoss umgebaut. Im Genehmigungsfreistellungsverfahren konnte die Errichtung einer Doppelgarage mit Geräteraum auf dem Grundstück von Christian Blend und Daniela Stöberl-Blend behandelt werden.

Stadtrat Walter Drexler merkte noch an, dass die Gestaltung des Kreisverkehrs bei der Schwarzachtalhalle mit den bunten Fahrrädern von den Bürgern als sehr schön empfunden wird und er mehrere positive Reaktion dazu bekommen habe.

Die Räte informierten sich bei Georg Keil (Fünfter von links) über das neue Blockheizkraftwerk im Marienheim.

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