01.08.2018 - 11:42 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Mehr Pflegeerlös durch neues Gesetz

Mit großen Zahlen wird bei der Hauptversammlung der Caritas-Sozialstation Neunburg jongliert: Das Personal kommt im Jahr auf über 44000 Hausbesuche und fährt rund 200 000 Kilometer. Das Pflegestärkungsgesetz spült Geld in die Kasse.

Geschäftsführer Albert Krieger (links) und Pfarrer Markus Urban erläuterten den Haushaltsansatz für die Caritas-Sozialstation Neunburg.
von Adolf MandlProfil

(mad) Die Jahreshauptversammlung der Caritas-Sozialstation Neunburg ging diesmal im Pfarrsaal in Neunburg über die Bühne. Als Vorsitzender hieß Pfarrer Markus Urban (Schwarzhofen) seine Vorstandsmitglieder sowie die Vorsitzenden der Krankenpflegevereine im Bereich der Sozialstation willkommen, dazu seinen örtlichen Amtsbruder Stadtpfarrer Stefan Wagner sowie Geschäftsführer Albert Krieger. In seinem geistlichen Wort trug Pfarrer Urban ein Segensgebet zum heiligen Christophorus vor.

Geschäftsführer Albert Krieger lieferte einen ausführlichen Tätigkeitsbericht für das Jahr. Er verzeichnete eine stagnierende Zahl an Patienten, sie lag 2017 bei 199. Das Personal sei aufgestockt worden, aktuell arbeiteten 30 Mitarbeiterinnen in Voll- oder Teilzeit, außerdem kamen 2017 zwei Auszubildende hinzu. Die Schwestern machten 44 385 Hausbesuche und fuhren rund 200 000 Kilometer pro Jahr. Es konnten zwei neue Fahrzeuge beschafft werden. Der Mangel an Pflegekräften werde auch hier bald zunehmen, die Caritas sei stets auf der Suche nach neuem Personal.

Laut Krieger nimmt die Mitgliedszahl in den Krankenpflegevereinen – altersbedingt – weiter ab. Die Pflegevereine leisteten einen großen Beitrag zur Finanzierung, denn sie führen 75 Prozent ihrer Beiträge an die Sozialstation ab. Wirtschaftlich stehe die Sozialstation auf gesunden Beine und schreibe schwarze Zahlen.

Bei den Neuwahlen (siehe Info-Element) wurde Pfarrer Markus Urban erneut zum Vorsitzenden gewählt. Er dankte Geschäftsführer Krieger, der Pflegedienstleitung und den Schwestern für ihren Einsatz und die gute Zusammenarbeit.

Auch bei der Vorstellung des Haushaltsplans für 2018 kamen enorme Summen aufs Tablet. Die Caritas-Sozialstation erwartet Einnahmen von rund 950 000 Euro, der Großteil davon – 840000 Euro – kommt aus den Pflegeerlösen; die seit Einführung des Pflegestärkungsgesetzes höher ausfielen. An Ausgaben werden 878 000 Euro erwartet, so dass man am Jahresende mit einem Überschuss von etwa 50 000 Euro rechnet. Dies sei auch nötig, weil unter anderem immer wieder Autos ersetzt werden müssen. Der Haushaltsplan wurde schließlich einstimmig durch die Versammlung gebilligt.

Neuwahlen:

Vorsitzender: Pfarrer Markus Urban; Stellvertreter: Christa Scheuerer; weitere Vorstandsmitglieder: Anita Fischer, Helga Schneeberger, Angelika Brunner, Wolfgang Probst, Adolf Mandl und Pfarrer Stefan Wagner. (mad)

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