23.07.2021 - 11:44 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Millionen-Etat für Neunburger "Vorzeige-Schule" festgezurrt

In der Sitzung des Neunburger Schulverbandes geht der Blick zurück und nach vorn: Die Versammlung würdigt ausgeschiedene Verbandsräte und schnürt für die Mittelschule ein knapp 1,15 Millionen Euro schweres Haushaltspaket.

Hans Graßl (Zweiter von links) und Erich Schmid (Zweiter von rechts) sind aus der Schulverbandsversammlung verabschiedet worden. Für ihren Einsatz bedankten sich (von rechts) Vorsitzender Martin Birner, Rektorin Irene Träxler und stellvertretender Vorsitzender Markus Schiesl.
von Adolf MandlProfil

In der Sitzung der Schulverbandsversammlung Neunburg sind zu Beginn ehemalige Verbandsräte verabschiedet worden. Wegen der Corona-Pandemie hatte es seit dem Vorjahr keine Gelegenheit dazu gegeben. Aus dem Schulverband ausgeschieden sind Hans Graßl (ehemaliger Bürgermeister von Dieterskirchen), Georg Köppl (ehemaliger Bürgermeister von Altendorf), Erich Schmid und Alexander Trinkmann (beide Stadtrat in Neunburg).

Der Neunburger Bürgermeister und Schulverbandsvorsitzende Martin Birner betonte in einer Laudatio die Verdienste von Hans Graßl. Dieser habe über Jahre hinweg in vielfacher Hinsicht die Geschicke des Schulverbands mitgeprägt – als Bürgermeister, Lehrer und EDV-Beauftragter. Namens des Schulverbandes bedankte sich Birner – auch bei Erich Schmid – für die ehrenamtliche Tätigkeit zum Wohl von Schule und Schülern. Georg Köppl und Alexander Trinkmann waren bei diesem Anlass verhindert.

"Schöne Jahre als Lehrer"

Hans Graßl dankte seinerseits den Mitgliedern der Verbandsversammlung. Hier sei stets kollegial und menschlich miteinander umgegangen worden. Er habe die schönen Jahre als Lehrer hier an dieser „Vorzeige-Schule“ genossen. Martin Birner nutzte die Gelegenheit, um den Lehrern für ihre Arbeit, gerade in der Corona-Krise, zu danken. "Wir können stolz sein auf die Stellung unserer Mittelschule, vor allem was die Digitalisierung betrifft."

Kämmerer Michael Haßfurter erläuterte das Rechnungsergebnis 2020 des Schulverbandes. In einem umfangreichen Zahlenwerk wurde auch deutlich, dass sich die Lage mit Beginn der Corona-Pandemie schlagartig änderte. Das Herunterfahren aller Aktivitäten habe sich zum Teil massiv auf den Schulbetrieb ausgewirkt. In der Folge wurden Investitionen in die IT-Ausstattung vorgezogen und erhöht. Damit konnte der Distanzunterricht gewährleistet werden. Dank staatlicher Förderungen sei es gelungen, ein Defizit zu vermeiden.

Keine Gegenstimme für Etat

Der Verwaltungshaushalt schloss im Vorjahr mit rund 1,01 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit rund 174 000 Euro. Die Rücklagen betragen, nach Zuführung des Sollüberschusses, rund 127 000 Euro. Für das Haushaltsjahr 2019 erläuterte Bürgermeister Maximilian Beer (Schwarzhofen) als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses den Prüfbericht. Die Verbandsversammlung stellte die Jahresrechnung fest, die Entlastung wurde erteilt.

Einstimmig ging dann der Haushaltsplan 2021 für den Schulverband über den Tisch: Bei einem Gesamtvolumen von rund 1,15 Millionen Euro, umfasst der Verwaltungshaushalt 1,07 Millionen Euro, im Vermögenshaushalt stehen 77 500 Euro. Die Versammlung stimmte dem Etat, der Finanzplanung, dem Stellenplan und der Haushaltssatzung zu. Dem Investitionsprogramm für die Jahre 2020 bis 2024 wurde vollinhaltlich zugestimmt.

Rektorin Irene Träxler dankte den Mitgliedern der Verbandsversammlung für die hervorragende Unterstützung. Die Ausstattung sei einzigartig, das Personal bestens ausgebildet. Ausgaben würden nur für nötige Investitionen anfallen. Sie stellte heraus, dass die Mittelschule eigenständig und nicht in einem Verbund "verhaftet" sei, und regelmäßig einen „Vorzeigestatus“ unter Beweis stelle.

Alexander Mauritz, Jugendsozialarbeiter an der Mittelschule, hatte im Verlauf der Sitzung seine Tätigkeit erläutert. Er ist mit einer Vollzeitstelle für die Klassen 5 bis 10 zuständig. Sein Bericht wurde von der Versammlung zur Kenntnis genommen.

Frisches Blut im Schulverband

Neunburg vorm Wald

"Wir können stolz sein auf die Stellung unserer Mittelschule, vor allem was die Digitalisierung betrifft."

Schulverbandsvorsitzender Martin Birner

 

 

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