19.04.2021 - 14:03 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Neunburg richtet Ort der Erinnerung für Verstorbene in der Pandemie ein

An der zentralen Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie hat sich am Sonntag die Stadt Neunburg beteiligt. Ein Kranz und eine Tafel ermöglichen das stille Gedenken.

Die Bürgermeister Margit Reichl und Martin Birner (vorne) und die beiden Geistlichen Stefan Wagner und Gerhard Beck (hinten, von links) bei der Gedenkfeier vor der Neunburger Stadtpfarrkirche.
von Redaktion ONETZProfil

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte ganz Deutschland dazu aufgerufen, sich an der Gedenkveranstaltung zu beteiligen. In Neunburg legten Bürgermeister Martin Birner und Stellvertreterin Bürgermeisterin Margit Reichl beim Eingang zum alten Teil der Pfarrkirche Sankt Josef einen Kranz nieder. Daneben stand auf einer Tafel der Ausspruch von Albert Schweitzer zu lesen: „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen seiner Mitmenschen“.

„In Corona-Zeiten ist es noch schwerer zu trauern“, stellte Bürgermeister Birner fest. Deshalb seien Räume und Anlässe sehr wichtig, in denen es Ruhe und Zeit gebe, zu trauern. Zusammen mit seiner Stellvertreterin brachte er die tiefe Anteilnahme der Stadt zum Ausdruck und gedachte mit allen Menschen der Verstorbenen.

Begleitet wurde die Gedenkfeier von Stadtpfarrer Stefan Wagner, der darum bat, dass Gott eine Zuflucht, Stärke und ein Helfer in allen Nöten sein möge. „Bitte steh allen bei, die in dieser Krise betroffen sind“, betete der Priester. Der evangelische Geistliche Gerhard Beck sprach die Fürbitten für alle, die schwer erkrankt sind, Sorge tragen in Medizin und Pflege und die der Tod aus dem Leben gerissen hat.

Einige Trauernde kamen zu dem Gedenkort, entzündeten Kerzen und verweilten in stillem Gebet. Um 14.30 Uhr läuteten alle Kirchenglocken und die Bevölkerung war zu einer Schweigeminute aufgerufen. Die Tafel wird an öffentlichen Orten und auch in der evangelischen Kirche aufgestellt werden, damit auch weiterhin die Möglichkeit zur Trauer und zum Erinnern besteht.

Im Vorfeld hatte die Stadt in einer Presseinformation zu diesem Anlass mitgeteilt, dass seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 viele Menschen verstorben sind – infolge einer Corona-Erkrankung oder wegen anderer Ursachen. Durch die Einschränkungen in der Pandemie hätten sich die Hinterbliebenen oftmals nicht von ihren Familienangehörigen und Freunden würdevoll verabschieden können.

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