Neunburg vorm Wald
16.12.2022 - 16:46 Uhr

Neunburger Seniorenbeirat macht die Anliegen der älteren Mitbürger transparent

Der Seniorenbeirat der Stadt Neunburg sieht sich als Mittler zwischen Kommune und den älteren Bürgern. Bei der Jahresabschlusssitzung zeigt er auf, was den Senioren wichtig ist.

Wenn es nach dem Seniorenbeirat geht, soll bei einer Erweiterung des Marienheimes der Bedarf für eine Demenzabteilung ermittelt werden. Bild: Völkl
Wenn es nach dem Seniorenbeirat geht, soll bei einer Erweiterung des Marienheimes der Bedarf für eine Demenzabteilung ermittelt werden.

Eine breite Themenpalette hatte der Seniorenbeirat der Stadt Neunburg vorm Wald bei der Jahresabschlusssitzung im Gasthaus "Alter Wirt" in Bach.

Nach dem Motto "Was lange währt, wird endlich gut" freut sich der Seniorenbeirat über die jetzt barrierefreien Zugänge im Schloß/Museum und im neuen Rathaustrakt. Auch das Thema altersgerechtes Wohnen steht seit Bestehen des Beirats auf dessen Tagesordnung. Mit dem Genossenschaftsmodell in Nähe des Marienheims und einer privaten Initiative in der Nähe des ehemaligen Krankenhauses wurden nun Wohnmöglichkeiten speziell für das Alter geschaffen.

Solche Projektideen können vom Seniorenbeirat immer nur als bedarfsnotwendig ins Gespräch gebracht werden. Generell ist es seine Aufgabe, Ansprechpartner für die Anliegen der älteren Mitbürger zu sein und deren Wünsche und Ideen an die Stadt weiterzuleiten.

In einem Antrag an die Stadt wurde von Seiten des Gremiums erneut darauf hingewiesen, bei einer Erweiterung des Marienheims den Bedarf einer Demenzabteilung zu ermitteln und in die Planung mit aufzunehmen.

Schon in der ersten Sitzung 2022 befasste sich der Beirat mit der Vielfalt der Hilfsangebote für Senioren. Teilweise sind sie im Seniorenwegweiser des Landkreises zu finden, aber es gibt für viele spezielle Bedürfnisse extra Angebote. Im Vorraum des Rathauses sind dazu Flyer zur Mitnahme ausgelegt. Ein neues Angebot bietet das so genannte "Silbernetz" für einsame Menschen an. Unter der Rufnummer 0800 4 70 80 90 kann man sich täglich von 8 bis 22 Uhr kostenlos, vertraulich, sogar anonym mit ehrenamtlichen Telefonpartner zu einem Gespräch verbinden lassen.

In diesem Zusammenhang wurde vermerkt, dass es schwierig ist, all diese wichtigen Informationen an die Mitbürger weiterzugeben. Es seien Lösungen gefragt, wie man gerade die Seniorenangebote besser an den Mann bringen könnte.

Der Seniorenbeirat bietet heuer wieder einmal im Monat eine Badefahrt ins Sibyllenbad/Neualbenreuth an. Diese Fahrten können in 2023 nur fortgesetzt werden, wenn die Buskosten von den Mitfahrern gedeckt werden können.

Zum Schluss sprach Vorsitzende Margot Weber noch die Diskussionen des Dachverbandes LSBV aller bayerischen Seniorenvertretungen an, die sich im Zusammenhang mit dem neuen Seniorenmitwirkungsgesetz der Staatsregierung ergeben. Der LSBV fordert im Gesetz eine verpflichtende Einrichtung von Seniorenvertretungen auf kommunaler und auf Bezirksebene und mehr Mitsprache bei Vorhaben und Gesetzen der Staatsregierung.

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