11.02.2019 - 15:59 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Note "gut" für neue Festspiel-Dramaturgie

Wie kommt die Neuinszenierung des Festspiels "Vom Hussenkrieg" bei den Zuschauern an? Antworten liefern Schülerinnen eines Projektseminars des Oberviechtacher Ortenburg-Gymnasiums. Die Organisatoren nehmen wichtige Anregungen mit.

Den musikalischen Beiträgen und der Bandbreite an Mitwirkenden im Festspiel erteilten die Befragten eine gute Note. Schülerinnen des Ortenburg-Gymnasiums haben beim Publikum ein Urteil über die Neuinszenierung ermittelt.
von Georg LangProfil

Produktive Rückschlüsse zur Aufnahme der Neuinszenierung „Vom Hussenkrieg“ im zurückliegenden Jahr brachte die Besucherbefragung durch das Projektseminar „Schulentwicklung“ des Ortenburg-Gymnasiums. Ein Team dieses Seminars beschäftigte sich mit den Neunburger Burgfestspielen und gab bei den Aufführungen insgesamt 780 Fragebögen aus, die eine differenzierende Fragestellung aufwiesen. Die Auswertung der 194 Rückläufer brachte aufschlussreiche Ergebnisse, die die Schülerinnen Nina Schmid, Selina Birner und Paula Greiner zusammen mit Schulleiter Ludwig Pfeiffer im Neunburger Rathaus präsentierten.

Bürgermeister Martin Birner, der Vorsitzende des Festspielvereins, Helmut Mardanow, sowie Ulrike Meixner vom Tourismus-Büro erfuhren bei der Power-Point-Präsentation sowohl die positiven als auch die negativen „Anmerkungen“ zum Festspiel 2018. Die Reduzierung der Mordszenen fand ein positives Echo, wobei aber die Schlachtszene mit ihren technisch raffinierten Effekten für viele Besucher das Highlight der Aufführung war.

Die dramaturgische Gestaltung kam insgesamt gut an. Neben der großen Anzahl der Mitwirkenden gefiel besonders auch die vermehrte Einbeziehung von Tieren. Lob gab es auch für die Rolle des Chronisten und die Erzählerrollen, die ausgeprägte musikalische Untermalung, die Kostüme und das Vorprogramm.

Probleme hatten manche Zuschauer mit den Szenenübergängen. Diese erschienen zu abrupt, so dass sie dem Geschehen nur schwer folgen konnten. Einige beklagten die Länge von Szenen und einen Abfall des Spannungsbogens. Andere Besucher trauerten der alten Kulisse nach und wünschten sich die Wiedereinführung der „Jan-Hus-Szene“. Auch mit der Akustik und mit den „Sitzgelegenheiten“ waren einige Gäste nicht zufrieden.

Zum Abschluss machten die Schülerinnen konkrete Verbesserungsvorschläge, die von den Verantwortlichen positiv aufgenommen wurden. Bürgermeister Martin Birner bedankte sich für die zeitaufwändige Arbeit der Jugendlichen, die bei sämtlichen Aufführungen vor Ort waren. Ihre Resultate, so der Bürgermeister, werden bei den Gesprächen mit Regisseur Cornelius Gohlke Eingang finden. Birners Dank galt auch Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer, der nicht nur beim Festspiel eine intensive Verbindung des Ortenburg-Gymnasiums zur Stadt Neunburg pflegt.

Schülerinnen des Ortenburg-Gymnasiums (Bildmitte) präsentieren zusammen mit Schulleiter Ludwig Pfeiffer (rechts) die Ergebnisse ihrer Publikumsbefragung bei Bürgermeister Martin Birner (links), Ulrike Meixner (Zweite von links) und Vereinsvorsitzendem Helmut Mardanow (Zweiter von rechts).

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