Neunburg vorm Wald
28.01.2019 - 14:01 Uhr

Ein Schritt näher am Solarpark

Die Debatte zum Thema Solarpark Neunburg haben die Stadträte längst hinter sich. Als es nun um Flächennutzungsplan und Bebauungsplan geht, fällt die Entscheidung zwar nicht einstimmig, aber doch deutlich aus.

Am Rand von Fronberg gibt es bereits einen Solarpark der Energiebauern GmbH. Bis zum Jahresende könnte auch in Neunburg eine solche Anlage realisiert werden. Bild: Hirsch
Am Rand von Fronberg gibt es bereits einen Solarpark der Energiebauern GmbH. Bis zum Jahresende könnte auch in Neunburg eine solche Anlage realisiert werden.

Die Pläne der Energiebauern GmbH aus Sielenbach, bei Neunburg einen Solarpark zu errichten waren bereits mehrmals Thema im Neunburger Stadtrat. Die Mitglieder im Gremium hatten dabei wiederholt den Flächenfraß gegen die Energiegewinnung aufgewogen. Nun ging es um die Abwägung der Stellungnahmen aus der frühzeitigen Beteiligung und Durchführung der Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung. Wie Bürgermeister Martin Birner mitteilte wurden aus der Bevölkerung keine Stellungnahmen vorgebracht. Zwölf Stellungnahmen waren seitens der Träger öffentlicher Belange und von Nachbargemeinden eingegangen. Während nun die einzelnen Abwägungen von den Stadträten jeweils einstimmig gebilligt wurden, bröckelte diese Einstimmigkeit als es um das Gesamtpaket ging, das der Stadt anstelle einer 14,7 Hektar großen Landwirtschaftsfläche ein Sondergebiet "Photovoltaik" einbringen soll: Mit 11:6 Stimmen passierte die Änderung des Flächennutzungsplan aber doch das Gremium.

Die Freiflächen-Photovoltaik-Anlage, um die es geht, liegt nordöstlich des Industriegebiets (südlich der Straße "Seebarner Berg"). Die elektrische Nennleistung soll bei 7,5 Megawatt liegen. Fast 2000 Vier-Personen-Haushalte könnte man damit versorgen. Zulässig ist der Bau nach einer Verordnung des Freistaats vom März 2017 aufgrund der "geringen landwirtschaftlichen Qualität" der betroffenen Flächen.

Diskutiert wurde nun im Gremium aber nur noch ein Punkt, der die erforderlichen Ausgleichsflächen betraf. Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt hatte in einer Stellungnahme angemerkt, dass bei der Berechnung der Ausgleichsflächen eine andere Bewertungsmethode wünschenswert wäre. Die Bayerische Kompensationsverordnung stelle keine sachgerechte Methode dar, so der Kritikpunkt. Zulässig ist die Methode aber durchaus. "Mehr Ausgleichsfläche muss ja auch nicht negativ sein", meinte CSU-Stadtrat Christoph von Wenz angesichts der Areale mit speziellem Saatgut für artenreiches Grünland.

Die Abstimmung über der vorhabenbezogenen Bebauungsplan mit integrierter Grünordnung in Sachen Solarpark fiel dann ähnlich aus wie beim Flächennutzungsplan: Während es gegen die einzelnen Abwägungen keine Gegenstimmen gab, passierte die gesamte Abwägung das Gremium mit einer Mehrheit von 11:7.

Mehrheit im Neunburger Stadtrat für den Solarpark in der Nähe des Industriegebiets

 
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