14.07.2019 - 14:36 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Schwarzachtalhalle bebt

"Queen meets Beatles", garniert mit Bavarian Rock. Damit bereitet der Tennisclub den Musikfreunden ein spezielles Wochenende bei den "Neunburger Music Nights".

Mit authentischen Kostümen, Haarmähnen und Instrumenten nahmen die vier Musiker von „Made in Liverpool“ aus dem Cavern-Club die Gäste mit auf eine musikalische Beatles-Reise.
von Udo WeißProfil

Vier Superbands sorgten an zwei Tagen für ein sensationelles Musikerlebnis. Seit einigen Jahren haben sich der Vorsitzende des Tennisclubs, Martin Scharf, und seine Crew die Aufgabe gestellt, das musikalische Leben in der Pfalzgrafenstadt mit tollen Bands und außergewöhnlicher Musik zu bereichern. "Lynyrd´s Frynds" meisterten die "Opener-Aufgabe" super und überzeugten die Musikfans mit ihrem "Southern Rock". Dass die Musik von Lynyrd Skynyrd mehr zu bieten hat als "Sweet Home Alabama", bewiesen die sieben Musiker überzeugend.

Wie einstmals die Beatles

Im Anschluss begeisterte die Band "Made in Liverpool" als "Nummer-eins-Tribute-Band", die das Erbe der Beatles hochhält, wieder einmal die Gäste in der Schwarzachtalhalle. Visuell und akustisch boten die vier Jungs, die aus Liverpool stammen, ein realistisches Konzert wie zur Zeit der "Beatlemania". Wie durch eine Zeitmaschine wurden die Zuschauer in die 60er Jahre versetzt und zwei Stunden lang mit authentischer Technik und Instrumenten "wie damals" unterhalten. In einheitlichen schwarzen Anzügen und "langen Mähnen" legten die vier exzellenten Musiker los. Mit "It's been a hard days night", "Help", "Eight days a week" und "Roll over Beethoven" lösten sie beim Publikum von Anfang an Begeisterung aus.

Die Liverpooler Band sah nicht nur so aus wie die bekannten Vorbilder, sie schaffte es auch, die Eigenheiten der Künstler darzustellen und die authentische Stimmung zu vermitteln. Mit "Hey Jude" endete ein unvergessener Beatles-Abend, der höchstens durch den ursprünglich geplanten Auftritt im Ambiente des Burghofs übertroffen worden wäre.

Nach den Beatles konnte sich keiner der "Magic of Queen" entziehen und so erlebten über 500 Musikfans in der Schwarzachtalhalle mit Markus Engelstädter und seiner Band ein sensationelles Konzert. Der Sänger, der über eine vier-Oktaven-Stimme verfügt, schaffte es, mit seinen exzellenten Musikern eine der größten Rockbands aufleben zu lassen und dabei diese nicht nur zu covern, sondern mit großer Musikalität und mit eigener Note bestens zu interpretieren. Zwei Stunden lang war die ganze Palette der Queen-Songs zu hören. Gitarrist Hermann "Sherry" Trautner, der mit seinen virtuosen Soli einem Brian May in nichts nachstand, zog alle Register. Pianist Bernd Meyer legte den Klangteppich, und Mathias Baumann am Schlagzeug, der Schwerstarbeit leistete, sorgte mit Bassist Thomas Wildenauer für den nötigen Rhythmus und Groove. "The Show must go on" hieß bezeichnenderweise das letzte Lied dieser hinreißenden Show, das mit seinem Titel bereits auf eine mitreißende Zugabe mit "Radio Ga Ga, "We will rock you", "Killer Queen" und natürlich "We are the champions" hinwies.

Bereits am Vortag gab eine sensationelle Band ihre Visitenkarte ab. Der Freitag stand mit der wohl frechsten und vielseitigsten Band "Blechblos'n" unter dem Motto "Bayrisch Rock und Pop". Bevor die siebenköpfige Band mit einem traditionellen bayrischen "Unplugged"-Einmarsch begann, sorgten die Damen des Blasorchesters "Damisch Böhmisch" für das Warm-up. Mit ihrer bayrisch-böhmischen Blasmusik unter Leitung von Herbert Hauser unterhielten sie die Gäste gut und sorgten für die richtige Einstimmung.

Markus Engelstädter und seine Band ließen die unvergleichliche Musik der Gruppe „Queen“ in der Schwarzachtalhalle aufleben. Über 500 begeisterte Fans klatschten, trampelten, tanzten und sangen mit den exzellenten Musikern.
Mit einer „Hammerband“, der „Blechblos´n“ aus München, haben die Verantwortlichen der Neunbuger Musiknacht einen Volltreffer gelandet. Von bayrisch Folk über Partymusik bis hin zu Rockklassikern und Charthits hatten sie alles im Repertoire.

Spaßige Moderation

Dann legten die "Blechrocker", die zwischen Oktoberfest und Wacken hin her pendeln, mit einem Oberkrainer-Medley los. "Bayern des sama mir", "A schware Partie" und "Haferfeldtreiber" gehörten genauso zum Programm wie "Marmor, Stein und Eisen" und Songs von der Spider Murphy Gang sowie Hubert von Goißern. Dass sie auch eine härtere Gangart beherrschen, bewiesen sie als CC-Top mit langen Bärten und "I love Rock 'n' Roll".

Abgerundet von den spaßigen Moderationen des Frontmanns und Bassisten sowie witzigen und einfallsreichen Showeinlagen kochte die Stimmung in der Halle. Martin Scharf und seiner Mannschaft ist es wieder gelungen, Neunburg mit bester Musik und Stimmung zu versorgen, die eventuell nur noch auf der Burghofbühne zu toppen gewesen wäre.

Das musikbegeisterte Publikum ließ sich von den tollen Bands mitreißen.
Die Damen des Blasorchesters „Damisch Böhmisch“ sorgten am ersten Tag für das Warm-up.
Auch CC-Top alias „Blechblos´n“ war auf der Bühne.
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