28.10.2018 - 09:58 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Solarpark statt Feldfrucht

Flächenfraß oder ein wichtiger Beitrag zur Energiewende? Zwischen diesen beiden Punkten muss der Neunburger Stadtrat abwägen, wenn er über einen Solarpark berät. Jetzt hat er ein Signal gesetzt.

von Helga ProbstProfil

Der Beschluss in der jüngsten Stadtratssitzung fiel nun zugunsten eines Solarparks in Neunburg. Es stimmten aber nicht alle Stadträte für die Freiflächenphotovoltaikanlage am "Diendorfer Berg".

Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl sagte vor der Abstimmung, dass sie ihrer Linie treu bleibe und wieder gegen das Vorhaben stimmen werde. "Ich bin gegen den Flächenfraß", begründete sie ihre Haltung. Ganz anders sah Stadtrat Richard Wagner den geplanten Solarpark. "Die Stadt setzt hier ein Signal und einen wichtigen Beitrag zur Energiewende", war er überzeugt. Der Bau belaste die Stadt nicht und es entstünden keine Beeinträchtigungen, so seine Argumentation.

Südlage optimal

Elke Felmann von der ausführenden Firma Energiebauern GmbH stellte das Projekt vor. "Die Fläche, eine Südlage, eignet sich sehr gut für die Freiflächenphotovoltaikanlage", informierte sie den Stadtrat. Durch die Lage und den Abstand zum Ort wirke sie nicht störend, und weil dort keine Düngemittel mehr ausgebracht würden, sei das auch ein Vorteil für die Gewässer. Beim Bau bedürfe es keiner extra Wege, es sei kein größeres Verkehrsaufkommen zu erwarten, und in wenigen Wochen würde der Solarpark fertig sein, so Felmann. Mit einer Mehrheit von 12:7 Stimmen brachte der Stadtrat die Anlage schließlich auf den Weg.

Keine Fragen stellten die Räte zum Kurzbericht über den städtischen Haushalt 2018 und nahmen ihn zur Kenntnis. Das enthaltene Fazit lautete: Die Haupteinnahmen der Stadt mit einem Volumen von rund 14,4 Millionen Euro entwickeln sich wie geplant, sogar mit einer leicht positiven Tendenz. Erfreulich sei auch die Tatsache, dass bis zum jetzigen Zeitpunkt in diesem Haushaltsjahr keine schwerwiegenden Haushaltsüberschreitungen, oder Fehlbeträge zu verzeichnen sind.

Von der Summe der eingeplanten Kreditaufnahme wurde bisher der Anteil von rund 45 Prozent zur Abwicklung des aktuellen Haushaltes erforderlich. Hauptgrund hierfür ist eine sich positiv entwickelnde Gewerbesteuer. Geschuldet ist es aber auch dem Umstand, dass sich einige Investitionen zeitlich verzögern.

GmbHs im Überblick

Auch der Bericht über die Beteiligungen der Stadt Neunburg vorm Wald an den Unternehmen des privaten Rechts (städtische GmbHs) im Geschäftsjahr 2017 wurde ohne Nachfragen zur Kenntnis genommen. Der Stadtrat hatte im Vorfeld eine Aufstellung mit Informationen zur Stadtwerke Neunburg vorm Wald Freizeit GmbH, zur Stadtwerke Strom GmbH und zur Wohnbau GmbH sowie zur Bürgerwindenergie Neunburg vorm Wald GmbH&Co.KG erhalten.

Der Bericht gab auf Basis der geprüften Jahresabschlüsse 2017 einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung der Unternehmen, an denen die Stadt mit mindestens fünf Prozent des Nennkapitals beteiligt ist.

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