Zahlreiche Wegbegleiter kamen am Montag zur Beisetzung auf den Neunburger Friedhof, um Abschied von der im Alter von 91 Jahren verstorbenen Theresia Rampf zu nehmen. In den Nachrufen rückte ein beeindruckendes Lebenswerk in den Mittelpunkt.
Bei der Trauerfeier in der Pfarrkirche würdigte Stadtpfarrer Stefan Wagner „die soziale und gesellschaftliche Lebensleistung“ der Verstorbenen, die 1930 in Zangenstein geboren wurde und beruflich bei der Justiz beschäftigt war. „Wortgewandt und engagiert und auf dem Fundament des Glaubens“ habe sie sich in die Pfarrei eingebracht und sich vor allem um die älteren Mitbürger gekümmert", so der Geistliche in seinem Nachruf.
Pionierarbeit geleistet
Dem Requiem folgte die Beisetzung auf dem Friedhof. In seiner Trauerrede erinnerte stellvertretender Landrat Richard Tischler an „eine angesehene und geschätzte Persönlichkeit, die im gesellschaftlichen, kirchlichen und politischen Leben tief verwurzelt war und Spuren hinterlassen hat“. Ihr sei vor allem der soziale Bereich am Herzen gelegen. Theresia Rampf war 1997 Gründungsvorsitzende des Seniorenbeirats im Landkreis Schwandorf und leistete damit Pionierarbeit in der Oberpfalz. Ihr Lebenswerk würdigte der Landkreis mit der Verleihung der Verdienstmedaille.
Die Verstorbene war auch Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande und der Verdienstmedaille der Stadt Neunburg vorm Wald, für die sie sich zwölf Jahre lang im Stadtrat sowie als Verwalterin des Marienheims und Seniorenbeauftragte engagierte. Theresia Rampf sei bei vielen sozialen Projekten die treibende Kraft gewesen, betonte Bürgermeister Martin Birner in seinem Nachruf. Er stellte fest: „Die Stadt Neunburg vorm Wald und die Spitalstiftung haben ihr viel zu verdanken“.
Einsatz für Frauen und Familien
Die Ortsvorsitzende der Frauenunion, Margit Reichl, nannte die Verstorbene „eine tragende Stütze der Politik in Neunburg“. Sie bedankte sich für 45 Jahre Engagement in verschiedenen Gremien der CSU und der Frauenunion. „Resi“ Rampf sei eine „Bahnbrecherin für die Frauen“ gewesen, „eine Kämpferin für die Sache, durchsetzungsstark, selbstbewusst und offensiv“. Die Verstorbene habe nie einen Zweifel daran gelassen, „dass Mann und Frau gleichberechtigt sind“. Ihre Ziele zum Wohl der Frauen und der Familien habe sie geradlinig verfolgt, „eine Ja-Sagerin war die Resi nie“, so die FU-Vorsitzende.
Die Ortsvorsitzende des „Katholischen Frauenbundes“, Christine Schmid, würdigte die Verdienste des verstorbenen Ehrenmitglieds, das den katholischen Verband Anfang der 1970er Jahre mit aus der Taufe gehoben und später als Vorsitzende geführt habe.















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