03.01.2019 - 15:52 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Mit Walzer und "Schwips-Lied"

Beschwingte Rhythmen, schöne Melodien und Champagner-Laune dominieren in der Schwarzachtalhalle. Mit prächtigem Orchesterklang begrüßen die Smetana-Philharmoniker aus Prag mit Chefdirigent Hans Richter das neue Jahr.

Mit Denisa Neubarthová (Mezzosopran) und Khvicha Khozrevanidze (Tenor) aus Georgien, begeisterten zwei international renommierte Stars das Publikum beim Neujahrskonzert in der Schwarzachtalhalle.
von Udo WeißProfil

Mit der Ouvertüre aus „Orpheus in der Unterwelt“ von Jacques Offenbach begann das Konzert. Das bekannteste Musikstück hierin, „Can-can“, bewegte damals die ganze Gesellschaft. Dies veranlasste Hans Richter, der als musikalischer Weltenbummler immer wieder hochkarätige internationale Solisten nach Neunburg bringt, das Motto des Abends mit „Yes we can-can“ zu betiteln. In der zweistündigen Gala waren Ouvertüren, Arien und Duette, Märsche und Tänze von Offenbach, Smetana, Dvorak bis hin zu Johann Strauß zu hören.

Nach einer Arie aus „Die schöne Helena“, die Denisa Neubarthová (Mezzo-Sopran) anstelle der erkrankten Joanna Krasuska dargeboten hatte, folgte die Schnellpolka „Vergnügungszug“ von Johann Strauß Sohn, dessen Einzugsmarsch aus „Der Zigeuner-Baron“ von den 45 Musikern ebenfalls gespielt wurde. Anlässlich des 200. Geburtstages erwiesen Denisa Neubarthová, die neben Startenor René Kollo schon internationale Erfolge feiern konnte und für ihre Verdienste die Ehrenbürgerwürde von Tschechien verliehen bekam, und Khvicha Khozrevanidze dem deutsch-französischen Operettenkomponisten Jacques Offenbach mit dem Duett „Ja, ein Traum“ aus „Die schöne Helena“ eine besondere Ehre.

Mit der Arie des Tassilo aus der Operette "Gräfin Mariza" von Emmerich Kalman, „Wenn es Abend wird“, stellte sich der Tenor aus Georgien als Solist vor. Bei der sechsten Konzert-Auflage der Smetana-Philharmoniker Prag in Neunburg sorgte er im zweiten Teil des Abends mit dem „Wolgalied“ aus Franz Lehars Operette „Der Zarewitsch“ für einen gesanglichen Höhepunkt. Ihre humorvolle Seite bewies Denisa Neubarthová beim sogenannten „Schwipslied", welches Johann Strauß zur Melodie der Annenpolka in seine Operette "Eine Nacht in Venedig" aufgenommen hatte.

Ein absolutes Muss beim Neujahrskonzert war die heimliche Nationalhymne Österreichs, der Walzer „An der schönen blauen Donau“, der zum Träumen einlud. So mancher Zuhörer zog hier Parallelen zum weltberühmten Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker. Damit verdeutlichte die Stadt Neunburg ihre Vorreiterrolle in Sachen klassischer Musik. Peter Wunder und Kulturbeauftragter Karl Stumpfi überreichten als Vorsitzende des Kunstvereins Unverdorben Blumen und Wein an die Solisten des Abends. Dank galt auch Hallen-Managerin Rosa Schafbauer. Nach lang anhaltendem Applaus folgte als klassische Zugabe der „Radetzky Marsch“, zu dem Maestro Hans Richter Bürgermeister Martin Birner ans Dirigentenpult holte.

Peter Wunder lud zu drei weiteren Klassik-Veranstaltungen ein: Am 29. Juni gastiert das Regensburger Singrün-Orchester in der Dreifachturnhalle des Ortenburg-Gymnasiums Oberviechtach, am 2. Oktober findet in der Schwarzachtalhalle die Neunburger Klassik-Rock-Gala mit den Smetana Philharmonikern und Markus Engelstaedter & Band statt und am 2. November spielen zwei Pianisten vierhändig am Flügel.

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