06.10.2020 - 10:32 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Wegen Corona: Kein Burg-Advent und auch kein Stadtball in Neunburg

Wegen des Coronavirus sagt die Stadt Neunburg bis ins nächste Jahr hinein ihre Großveranstaltungen ab. Burg-Advent und auch Stadtball werden nicht stattfinden. Es laufen aber Bemühungen, dass wenigstens ein Marktsonntag stattfinden kann.

Im vergangenen Jahr begeisterten die Feuerakrobaten von "Ameno Signum" das Publikum beim Neunburger Burg-Advent. Weil sich die Corona-Regelungen im Burghof nicht umsetzen lassen, ist die Veranstaltung gestrichen.
von Philipp Mardanow Kontakt Profil

Über den Kahlschlag im Veranstaltungskalender informierte das Rathaus in einer Pressemitteilung. Wie daraus hervorgeht, haben sich die Stadtrat und die zuständigen Sachgebiete der Stadtverwaltung viele Gedanken rund um die Umsetzung von Veranstaltungen während der Pandemie gemacht. Mehrfach seien das Für und Wider sowie alle möglichen Optionen abgewogen.

Eine endgültige Entscheidung hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 24. September getroffen. Danach sind der Kirwa-Markt am 18. Oktober, der Burg-Advent (11. bis 13. Dezember) und auch der Stadtball im nächsten Jahr (23. Januar) abgesagt. Der Entschluss, drei wichtige Veranstaltungen im städtischen Terminkalender zu streichen, sei nicht leichtfertig getroffen worden. Die Stadträte hätten sich dieser Entscheidung aber frühzeitig stellen wollen, um den betroffenen Geschäften, Vereinen und Ausstellern Planungssicherheit zu geben.

"Bei den derzeit steigenden Infektionszahlen steht die Gesundheit aller Bürger für uns an erster Stelle", brachte es Bürgermeister Martin Birner in der Pressemitteilung zum Ausdruck. Diese hätten letztlich den Ausschlag für die getroffenen Absagen gegeben. Unabhängig von den Coronazahlen sei es nur schwer möglich, Veranstaltungen wie Burg-Advent und Stadtball wie gewohnt abzuhalten. Beispielsweise dürften beim Stadtball maximal 200 Gäste teilnehmen. "Das Einhalten eines Mindestabstandes von 1,5 Metern wäre bei toller Tanzmusik und ausgelassener Stimmung so gar nicht umsetzbar", heißt es aus dem Rathaus.

Ähnlich stellt sich die Situation beim Burg-Advent dar. Durch die begrenzte Veranstaltungsfläche im Burghof wäre eine Einbahnstraßenregelung, wie sie viele andere Christkindlmärkte derzeit planen, dort schlichtweg nicht umsetzbar. Es fehle insgesamt der Platz, um hier allen geforderten Regelungen gerecht werden zu können.

Bereits im April hat die Stadt Neunburg das "Hussenkrieg"-Festspiel und das Altstadtfest gestrichen

Neunburg vorm Wald

„Es ist kein einfaches Jahr", brachte es Bürgermeister Birner in der Verlautbarung zum Ausdruck. Bisher wurden alle städtischen Veranstaltungen gestrichen. "Auch ich persönlich empfinde Wehmut, wenn wir rückblickend sehen, was 2020 bereits alles abgesagt werden musste und was in den kommenden Wochen noch abgesagt werden muss." Doch die steigenden Infektionszahlen und die Verantwortung als Stadtrat gegenüber der Gesundheit der Bürger ließen keinen anderen Entschluss zu. Beim derzeitigen Infektionsgeschehen verschärfe sich die Situation zunehmend. Dies mahne zur Vorsicht, auch im Hinblick auf die bevorstehende "klassische Grippe- und Erkältungszeit".

Trotzdem möchte die Stadt Neunburg nicht pauschal alle Veranstaltungen absagen. Nach wie vor im Terminkalender steht ein Wintermarkt am ersten Adventswochenende. Geplant mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf, soll er eine Alternative zum Burg-Advent darstellen. Auch der der klassische, verkaufsoffene Sonntag soll dabei stattfinden. Laut Presse-Info laufen die Vorbereitungen im Rathaus bereits auf Hochtouren, um zeitnah ein tragfähiges Konzept vorlegen zu können.

"Natürlich ist die Stadt als Veranstalter trotz allem nicht vor einer kurzfristigen Absage gefeit", heißt es aus dem Rathaus. Bei den Beteiligten sei die Hoffnung groß, dass das Infektionsgeschehen diesen Termin in der Vorweihnachtszeit zulässt. Für den Volkstrauertag Mitte November soll gesondert eine situationsbedingte Entscheidung getroffen werden.

Im Januar 2020 war beim Neunburger Stadtball noch ausgelassen getanzt worden. Doch in Coronazeiten führt kein Weg hin zu einer Neuauflage.

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