28.12.2020 - 09:53 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

Wohnraum mitten in der Stadt

Zum Jahresschluss stellt der Neunburger Stadtrat wichtige Weichen für die Zukunft: Er bringt das geplante Wohngebiet „Nördlich der Schrenckstraße/Pentinger Steig“ mitten in der Pfalzgrafenstadt auf den Weg.

Der Stadtrat brachte das geplante Wohngebiet „Nördlich der Schrenckstraße/Pentinger Steig“ mitten in Neunburg vorm Wald auf den Weg.
von Helga ProbstProfil

In der letzten Stadtratssitzung des Corona-Jahres 2020 stimmte der Stadtrat der Vereinbarung über die Kostenübernahme von Reinhard und Antonie Meier zu: Sie sind die Träger des geplanten Wohngebietes „Nördlich der Schrenckstraße/Pentinger Steig“ mitten in der Pfalzgrafenstadt. Die Bauherren tragen sämtliche Ausgaben im Zusammenhang mit dem Bauleitverfahren.

Stadtrat Martin Scharf (FW) hoffte, dass das Vorhaben schnell umgesetzt werde und befürwortete es, dass „in diesem Areal endlich etwas passiert“. „Gut, dass der Schandfleck beseitigt wird“, sagte auch Stadtrat Erich Schmid (SPD) und dankte Geschäftsführer Georg Keil, dass die Planung unter Dach und Fach gebracht wurde. Für die CSU stimmte Alexander Trinkmann gerne im Namen seiner Fraktion zu, die „geschlossen hinter dem Projekt steht“.

Bereits über 20 Jahre hat sich der Stadtrat intensiv mit der Nutzung am Pentinger Steig befasst. Jetzt entstehen dort neun Bauparzellen mit unterschiedlich großen Wohneinheiten. Auch zwei Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs Wohnungen sind vorgesehen. Der Stadtrat votierte unisono für die Aufstellung eines Bebauungsplanes. Jetzt folgt die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung auf der Grundlage des Bebauungsplan-Entwurfs des Ingenieurbüros Weiß, Beraten und Planen GmbH.

Zweite Bürgermeisterin Margit Reichl war nicht begeistert, dass das Baugebiet in ihrem Heimatort Seebarn jetzt aus zehn anstelle aus acht Parzellen besteht. Das ergab sich aus einer Stellungnahme der Regierung der Oberpfalz. „Auf dem Land möchten die Leute lieber größere Grundstücke“, begründete Reichl ihre Einwände. Eine erneute Auslegung ist jetzt erforderlich, da sich diese Änderung ergeben hat. Der Stadtrat billigte den überarbeiteten Bebauungsplanentwurf für das Baugebiet „Seebarn Nord“ einstimmig.

Dann nahm der Stadtrat den Bericht über die Beteiligung der Stadt an den Stadtwerken zur Kenntnis. Stadtwerke-Chef Willi Meier stand für Nachfragen zu dem ausführlichen Bericht in der Stadtratssitzung zur Verfügung. 2019 weist die Gesellschaft einen Überschuss in Höhe von 74 773, 16 Euro auf. Das ist deutlich besser als geplant und resultiert im Wesentlichen aus niedrigen Zinsen und höheren Erträgen. „2019 war ein gutes Jahr. In der Form wird es das in den nächsten Jahren nicht wieder geben“, erklärte Meier.

Großes Lob erntete Elke Reinhard vom Bürgermeister und den Stadträten für ihre Arbeit als Koordinatorin der „Alten Fronfeste“ in den vergangenen zwei Jahren. Unter der Führung der Integrationsbeauftragten der Stadt wurde daraus ein Haus der Begegnung für Jung und Alt. Den Hauptteil ihrer Arbeit bestimmt aber die Integrationsarbeit. Reinhard hilft den Menschen mit Migrationshintergrund damit sie hier „klar kommen“. Elke Reinhard ist Ansprechpartnerin bei Wohnungssuche, Arbeitsmarktintegration und Problemen aller Art. Sie ist auch das Bindeglied zu den ehrenamtlichen Helfern, Schulen, Hort, Polizei, Gesamtunterkunft, Arbeitgeber, Jobcenter und Landratsamt.

Alte Fronfeste als Schmuckstück

Neunburg vorm Wald

Neben einschneidenden Ereignissen sprach die Integrationsbeauftragte auch von schönen Erlebnissen im vergangenen Jahr. Das größte Lob war für sie der Satz eines Migranten: „Neunburg ist für mich der schönste Ort auf der Welt.“ Margit Reichl dankte ebenfalls für die geleistete Arbeit, durch die Neunburg zu einer Vorzeigestadt in Sachen Integrationsarbeit geworden sei. „Das Gesicht dieser Vorzeigestadt bist Du Elke“, sagte die Zweite Bürgermeisterin.

Mit guten Wünschen für das neue Jahr und einem Rückblick auf die besonderen Projekte in 2020 beendete Bürgermeister Martin Birner die Stadtratssitzung. Für die Stadtratsfraktionen ergriff Alexander Trinkmann das Wort. „Nach dem Hammerjahr 2020 folgt das Hoffnungsjahr 2021“, sagte er und blickte mit Zuversicht ins neue Jahr. Birner würdigte den besonderen Einsatz von Stadtrat Maximilian Lang, der sich als Gesundheitsbeauftragter über die Maßen im Gesundheitswesen der Stadt eingebracht hat.

Elke Reinhard machte Neunburg zur Vorzeigestadt in Sachen Integrationsarbeit.
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