04.01.2019 - 14:08 Uhr
Neunburg vorm WaldOberpfalz

"Zukunftsweisend investiert"

Ein riesiges Bündel an Investition ist geschnürt: Mit dieser Botschaft wartete der Neunburger Bürgermeister im Jahresrückblick auf. Im Blick hat er dabei vor allem Bürger, ohne die die Welt viel ärmer wäre.

Im Frühjahr soll mit dem Erweiterungsbau des Rathauses begonnen werden, bereits angelaufen sind auch die Planungen für den Schrannenplatz unmittelbar vor dem Verwaltungssitz.
von Monika Bugl Kontakt Profil

Mehr als drei Millionen Euro investierte die Stadt Neunburg in diesem Jahr allein in Schulen und Kindertageseinrichtungen", berichtete Bürgermeister Martin Birner in seinem Jahresrückblick bei der Stadtratssitzung. "Das zusätzliche Raum- und Bildungsangebot kommt insgesamt der Betreuung und Bildung der heranwachsenden Generation zugute", stellte er klar und verwies darauf, dass laut Investitionsprogramm in den nächsten beiden Jahren weitere rund fünf Millionen Euro folgen werden. "Ein gut und zukunftsweisend angelegtes Geld", so der Rathauschef.

Einen dicken Brocken in diesem Programm hatte der Stadtrat auch in seiner letzten Sitzung in diesem Jahr auf dem Tisch. Dabei ging es um Baumeisterarbeiten zur Sanierung und Erweiterung der Grundschule, die anfangs mit 350.000 Euro beziffert waren, später auf 551.000 Euro hochgerechnet wurden. Bei der Vergabe stellte sich nun heraus, dass 694.000 Euro für diese Arbeiten fällig werden. Stadtrat Martin Scharf (Freie Wähler) forderte dafür eine detaillierte Stellungnahme ein. Weil aber eine Neuausschreibung nicht infrage kam, billigte der Stadtrat die Vergabe für diese Summe schließlich einstimmig

Als enorm stufte Birner in seinem Jahresrückblick aber auch die übrigen Investitionen in die Zukunft ein: vom Straßenbauprogramm bis hin zu Verbesserungen im Parkraumangebot in Wassergasse, Ledererstraße und Schwarzachtaler Straße. Abgeschlossen habe man wichtige Planungen für die Dorferneuerung in Kemnath, das Dorfgemeinschaftshaus in Kleinwinklarn, den Ausbau der Staatsstraße 2151 bei Kemnath, Kreuzungsumbau Jobplatz oder den Dorfplatz Oberaschau. Andere, wie die Flur- und Dorferneuerung Penting, habe man in die Wege geleitet. Ein bedeutendes Bürgerprojekt sei der Dreiseithof in Mitterauerbach, der nach rund siebenjähriger Planungs- und Bauphase kurz vor dem Abschluss stehe.

Bei der Stadtentwicklung habe man Fortschritte gemacht durch den Kauf mehrerer wichtiger Gebäude im Bereich des Jobplatzes, die das Stadtbild prägen. "Das Bild der Stadt wird sich dort nicht nur wegen des geplanten Kreisverkehrs erheblich zum Positiven verändern", prophezeite der Bürgermeister. Eine modernisierte Innenstadt und bezahlbarer Wohnraum werden laut Birner auch weiterhin auf der Agenda stehen. Abgeschlossen und eingereicht sei die Planung für die Sanierung und Erweiterung des Rathauses, berichtete der Bürgermeister. Schon im Winter werde mit dem Abbruch des Perlinger-Anwesens und danach im Frühjahr mit dem Erweiterungsbau begonnen. "Damit haben wir die große Chance genutzt, ein zentrales Verwaltungsgebäude als Dienstleistungszentrum für unsere Bürgerinnen und Bürger auszubauen und den aktuellen Anforderungen entsprechend weitgehend barrierefrei zu modernisieren."

Angelaufen sind laut Birner aber auch die Planungen für den Schrannenplatz, der neu gestaltet werden soll. Im Entstehen befinde sich eine Bürgergenossenschaft für das anvisierte Seniorenwohnprojekt, so Birner, der sich besonders stolz zeigte auf viele aktive Vereine. Eine Personengruppe hatte er zum Jahresende besonders im Blick: "Ohne die vielen ehrenamtlichen Leistungen wäre unsere Welt ärmer; deshalb gilt diesen Personen zu Weihnachten unser aller Dank und Anerkennung für ihr vorbildliches Wirken."

Dass auch der Bürgermeister Dank verdient für die konstruktive Zusammenarbeit, merkte stellvertretend für alle Fraktionen Stadtrat Martin Scharf an. Viel, zeitintensiv und produktiv habe das gesamte Gremium gearbeitet, es herrsche eine angenehme Atmosphäre . Die Stadt selbst biete nach außen hin ein sehr gutes Erscheinungsbild. Dem scheidenden Verwaltungsleiter Peter Hartl wünschte er für seinen neuen Arbeitsplatz in Füssen alles Gute und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass Berge und das Skifahren den Abschied von Neunburg aufwiegen."

Bürgermeister Martin Birner kündigte schon mal einen Besuch in Füssen an, bevor Hartl selbst das letzte Wort hatte. Auch er war überzeugt, dass Neunburg gut dasteht, auch wenn nicht alles geglückt sei. Hartl wünschte der Stadt eine weiterhin positive Entwicklung im parteiübergreifenden Handeln und war sich dabei einer Besonderheit bewusst: "Neunburg muss immer ein bisschen mehr machen als andere, die Stadt hat eben keinen Standortvorteil."

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