Neunkirchener begutachten "Brennpunkte" im Dorf

Die Neunkirchener zeigen Interesse an Veränderungen in ihrem Stadtteil, die in das Städtebauliche Konzept einfließen sollen. Deshalb erkundeten sie nun die "Brennpunkte" im Dorf mit Stadtplaner und Baudezernent.

Zu chaotischen Zuständen kommt es laut Aussagen beim Dorfrundgang Neunkirchen an der Haltestelle Schule und Kindergarten, wenn „Elterntaxis“, der Bus und Fußgänger zu den Hol- und Bringzeiten von Kindergarten und Schule aufeinandertreffen. Die Neuordnung der Verkehrssituation mit angrenzenden Straßen sei wünschenswert.
von Autor rdoProfil

Am Dorfspaziergang mit Stadtplaner Markus Rösch und seinem Team sowie Baudezernent Oliver Seidel zum Städtebaulichen Konzept Neunkirchen beteiligten sich 30 Interessierte. Es standen die erarbeiteten Brennpunkte der Bürgerwerkstatt im Blick.

Eine Verkehrsberuhigung am katholischen Pfarrheim müsse erfolgen. Eine Entlastung der Hauptstraße vom Verkehr sollte in der Bürgermeister-Bärnklau-Straße auch auf die Parallelstraße mit ausgedehnt werden. Ebenso wünschenswert wären Stellplätze für Kirchenbesucher und Beerdigungen. Die Teilnehmer regten an, zum einen die Fläche durch Rasengittersteine aufzulockern. Bevorzugte Variante wäre eine Art „Fußgängerzone“.

Der Bereich um die evangelische Kirche steht denkmalpflegerisch unter Ensembleschutz. Die Pfarrgärten sollten als öffentliche Fläche genutzt werden – als eine Art „Central Park“ von Neunkirchen, wie es ein Anwohner formulierte. Der Platz benötige wenig bis keine Umgestaltung. Jedoch wäre es wünschenswert, das Kriegerdenkmal einzubeziehen.

Die Haltestelle im Umfeld der Montessori-Schule wurde von den Teilnehmern als „Schandfleck“ empfunden, vor allem wegen des Bushäuschens. In diesem Bereich müsse die Kreuzungssituation entzerrt werden. Die 30er-Zone werde selten eingehalten und es komme zu chaotischen Zuständen, wenn Elterntaxis, der Bus und Fußgänger zu den Hol- und Bringzeiten von Kindergarten und Schule aufeinandertreffen.

Diskussionen gab es zur Wertstoffinsel am alten „Dreschstodl“. Einerseits sei eine Verlagerung an die Außenbereiche gewünscht, aber es standen Befürchtungen zur „Vermüllung“ im Raum, wenn der Standort nicht einzusehen sei.

Der Dorfweiher dient zur Löschwasserversorgung und zum Eislaufen im Winter. Eine Beleuchtung und ein sicherer Einstieg werden benötigt.

In früheren Zeiten gab es in der Ortsmitte einen Dorfplatz. Im Gebäude der derzeitigen Arztpraxis befand sich das alte katholische Schulhaus, was gegen einen eventuellen Abriss spricht, um Fläche für eine Platzgestaltung zu gewinnen. Vielmehr sollte die geteerte Fläche im Gebäudevorfeld durch Grünanpflanzungen aufgelockert werden.

Der Kreuzungsbereich Hofacker/Latscher Straße ist weiter ungelöst. Die gültige Rechts-vor-Links-Regelung wird immer wieder missachtet, was die Stelle zu einem Unfallschwerpunkt macht. Eine Verkehrsreduzierung ist aus Sicht der Bürger die einzige Lösung. Stopp-Schilder würden zwar helfen, seien aber für den landwirtschaftlichen Verkehr aus Richtung Brandweiher bergauf schwer einzuhalten. Eine Mehrheit sprach sich dafür aus, die Straße Richtung Brandweiher für den Durchgangsverkehr zu sperren, ausgenommen hiervon die Anlieger von landwirtschaftlichen Flächen. Der Spielplatz in diesem Bereich an der Latscher Straße sollte attraktiver für die Altersgruppen von 12 bis 15 Jahren durch Basketballkorb oder Tischtennisplatte werden.

Neunkirchener wollen Fußgängerzone, Dorfladen und Bauernmarkt

Neunkirchen bei Weiden in der Oberpfalz
Der Kreuzungsbereich Hofacker-/Latscher Straße ist weiter Unfallschwerpunkt, trotz Verkehrsmittelpunkt.
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