Neunkirchener wollen Fußgängerzone, Dorfladen und Bauernmarkt

Was wünschen sich die Neunkirchener Bürger? Das wollte die Stadt Weiden bei zwei Bürgerwerkstätten zum Städtebaulichen Konzept ermitteln. Herausgekommen sind einige konkrete Vorstellungen.

Eine Umgestaltung und Verkehrsberuhigung der Bürgermeister-Bärnklau-Straße wünschen sich die Neunkirchner Bürger, wie in der Bürgerwerkstatt herauskam. Stadtplaner Markus Rösch (links) nahm dies mit auf.
von Autor rdoProfil

Den Bewohnern wurde bei zwei Bürgerwerkstätten Städtebaulichen Konzent Raum gegeben um Maßnahmen zu erarbeiten, die die Lebensbedingungen in Neunkirchen verbessern und so zur Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des Stadtteils beitragen.

Der Stadt Weiden ist es wichtig, den Ende 2019 begonnenen Prozess fortzuführen. Architekt und Stadtplaner Markus Rösch und sein Team nahmen die Ideen der zwei Termine im Pfarrsaal Neunkirchen auf, um die Sichtweise der Bürger zu erfahren.

In der Tischrunde zu Wirtschaft und Tourismus unter der Moderation von Markus Rösch aus Gebenbach wurden den Bürgern folgende Zielmaßnahmen zur Diskussion genannt, die aus Sicht des Planungsbüros verfolgt werden sollten: Im Bereich der Nahversorgung sind die Installation eines Bauern-/Wochenmarkts, die Einrichtung eines Dorfladens auf Genossenschaftsbasis beziehungsweise ein „Einkaufen plus“-Konzept und die Anwerbung eines Nachfolgers für die ärztliche Versorgung vor Ort. Im Tourismus sind folgende Maßnahmen für den Ort von Belang: die Stärkung des Rad-/Tagestourismus, die Eröffnung eines (Eis-)Cafés oder einer Zoiglstube und ein Augenmerk auf das Tourismusmarketing.

In der Diskussion kamen fehlende Fremdenzimmer oder Ferienwohnungen und nicht vorhandene Bargeldversorgung vor. Es wird ein Raum für die freie Jugendarbeit vermisst. Die Bürger sprachen sich dafür aus, die Nahversorgung über eine Genossenschaft oder in der Trägerschaft eines Vereins sicherzustellen. Die örtliche Dorfgemeinschaft signalisierte Interesse am Betrieb und könnte sich ein ehrenamtliches Engagement hierfür vorstellen. Solch ein Dorfladen sollte neben abgepackten Lebensmitteln auch Backwaren und Metzgereiwaren anbieten. Favorisiert wird ein Dorfladen mit Dienstleistungsangebot (Packstation) und in Kombination mit einem Café und Brotzeitangeboten. Wichtig erscheint den Bürgern dabei die gute Qualität der Lebensmittel, dem mit der Einrichtung eines Wochenmarktes nachgekommen werden könnte.

Zum anderen benötigt der Ortskern einen „großen Platz“, wie es die Arbeitsgruppe formulierte. Es sollte ein Platz zum Verweilen sein mit Sitz- und Kinderspielmöglichkeit und ansprechender Grüngestaltung. Wünschenswert wäre dort ein Brunnen und ein Backofen. Verorten würden die Diskussionsteilnehmer diesen Platz in der Bürgermeister-Bärnklau-Straße, die zur Fußgängerzone umfunktioniert werden sollte.

Bezüglich der ärztlichen Versorgung könnte man sich eine Praxis im ehemaligen Gasthaus vorstellen. Aus Sicht der Diskussionsteilnehmer könnte sich außerdem mit einem Dorfladen die Chance auftun, gleichzeitig einen Gemeinschaftsraum für öffentliche Veranstaltungen zu schaffen.

Es wird angemerkt, dass die vorhandenen Spielplätze in einem mittelmäßigen Zustand seien und eine Gymnastikgruppe im Ort fehle. Als große Chance im Ort betrachte man die aktiven Senioren, die auch ein entsprechendes Zeitbudget für ehrenamtliche Tätigkeiten hätten. Als Risiko für ein Angebot im Stadtteil, gerade für Jugendliche, gilt die Konkurrenz beziehungsweise die Nähe zum innerstädtischen Veranstaltungen.

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