16.01.2019 - 15:52 Uhr
NeusorgOberpfalz

Auf alle Lagen gut vorbereitet

Neusorger Feuerwehr zieht positive Bilanz auf ihrer Jahreshauptversammlung. Dabei verzeichnen die Mitglieder bei 56 Einsätzen auch 803 Stunden weniger Freizeit

von Autor ÖTProfil

Die Feuerwehr war im vergangenen Jahr bei 56 Einsätzen gefordert. Kommandant Florian Heinl sprach in der Jahreshauptversammlung von fünf Brandeinsätzen, 47 technischen Hilfeleistungen und zwei Fehlalarmen sowie zwei Sicherheitswachen. Dafür wendeten die Floriansjünger 803 Stunden ihrer Freizeit auf.

Auf diese Einsätze gut vorbereitet hatten sich die Aktiven in 31 Übungen mit 906 Stunden. Dabei reichte das Spektrum von der Einweisung in den Defibrillator, der Ausbildung im Digitalfunk über Einsatzübungen und Fahrerschulungen bis hin zum sicheren Arbeiten mit Rettungsspreizer und Schneidgerät.

Unter extremen Bedingungen mussten sich fünf Mitglieder der Neusorger Atemschutzgruppe bewähren, als in Kemnath der Brandcontainer Station machte. Daneben absolvierten sie, wie auch das Absturz-Sicherungsteam, weitere Übungen. Ferner fanden zwei Gemeinschaftsübungen mit den Brandschützern aus Riglasreuth statt. Sebastian Schindler besuchte an der Feuerwehrschule in Regensburg den Eintageslehrgang für technische Hilfeleistung für Lkw- und Busunfälle und Wolfgang Prisky in Geretsried den Kurs "Bewegen von Lasten".

Simon Schindler nahm in Regensburg am Lehrgang zum Gruppenführer teil und Oliver Becher machte einen Motorsägenführer-Lehrgang. Mit Sebastian Herrmann und Kilian Fraunholz waren zwei Feuerwehrmänner bei einem Fahrsicherheitstraining mit dem Löschfahrzeug KATS in Himmelkron. Die gesammelten Erfahrungen dieser Lehrgänge flossen inzwischen in die Ausbildung ein, unterstrich der Kommandant.

Ferner nahmen sechs Mitglieder an der modularen Truppausbildung auf Kreisbrandmeisterebene teil. Überörtlich gefordert waren die Brandschützer bei einer Evakuierungsübung auf der Bahnstrecke zwischen Mitterteich und Wiesau. Hier bewährte sich die auf Schienen fahrbare Plattform der Neusorger Wehr zum Abtransport von Verletzten zur Sammelstelle des BRK. Bei einem weiteren Einsatzszenario im Asphaltmischwerk Rothenhof galt es, Personen aus Autowracks zu befreien und Sicherungsarbeiten an einem Radlader vorzunehmen.

Die Rettung von vier verletzten Personen aus einem verrauchten Gebäude unter Atemschutz und die Sicherstellung der Wasserversorgung stand bei einer Übung auf KBM-Ebene Prechtl in Schwarzenreuth an. Im Rahmen der Brandschutzerziehung besuchten Feuerwehrmitglieder das Kinderhaus Sankt Josef.

Nicht vergessen wurden die älteren Gemeindebewohner. Die Floriansjünger machten das Personal des Senioren-Servicehauses im Umgang mit Feuerlöschern vertraut. Aber auch im eigenen Heim waren die Brandschützer aktiv und gestalteten den Raum der Feuerfüchse neu. Ebenso wurde der bestehende Alarm-Monitor informationstechnisch erweitert. Im Mehrzweckfahrzeug installierte die Wehr ein Tablet. Damit kann die Einsatzleitung auch unterwegs auf zahlreiche Informationen wie Hydrantenpläne, zusätzlich alarmierte Rettungskräfte und die Navigation zum Einsatzort zurückgreifen.

IT-Profi Christian Heinl hat mit größter Hingabe die Software programmiert. Kommandant. Florian Heinl dankte der Gemeinde für die Anschaffung von zwei Kohlenmonoxid-Meldern, einer Schleifkorbtrage und weiterem Zubehör.

Sein Dank galt zudem Kreisbrandinspektor Otto Braunreuther und Kreisbrandmeister Peter Prechtl, seinem Stellvertreter Sven Hupas, den Gruppenführern und der aktiven Mannschaft. Gerätewart Mario Plannerer und Atemschutzwart Wolfgang Prisky sorgen dafür, das bei Einsätzen immer funktionierende Gerätschaften zur Verfügung stehen.

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