14.01.2021 - 13:30 Uhr
NeusorgOberpfalz

Alte Häuser in Neusorg weichen Neubauten

Fünf Jahre dauerte es von den ersten Überlegungen im Gemeinderat Neusorg bis zur Ausführung. Die alten unbewohnten Häuser in der Luisenburgstraße werden abgerissen, neue Gebäude werden errichtet.

Abriss der Häuser in Neusorgs Luisenburgstraße im Rahmen der Nordostbayern Offensive. Hier sollen in naher Zukunft wieder Wohngebäude entstehen.
von Oliver BecherProfil

Im März Jahre 2015 unternahm der damalige Gemeinderat in seiner Sitzung die ersten Schritte in Richtung Grunderwerb der Häuser Luisenburgstraße 21 und 23. Man ging das Projekt an, die aus dem Jahre 1953 bzw. 1954 stammenden Diözesanbauten zu erwerben und abzureißen, um die Grundstücke einer Wohnbaunutzung wieder zuzuführen. Leichter gesagt als getan, denn die einst in der Nachkriegszeit für die Wohnraumnot erbauten Häuser waren durch eine Firma erworben und jede einzelne Wohneinheit als Eigentumswohnung veräußert worden. So machte man sich in der Verwaltung daran, die einzelnen Eigentümer ausfindig zu machen und die zwei Gebäude zu kaufen. Damit war der erste Schritt getan in Richtung Städtebau. Ein nicht gerade leichtes Unterfangen, galt es doch ab April 2016, jede der einzelnen zehn Wohneinheiten Stück für Stück zu erwerben, abzulösen oder aufzulassen. Die letzte Hürde wurde im Dezember 2020 genommen. Mit dem Förderprogramm Nordostbayern-Offensive konnte man auch entsprechende Fördergelder für Abriss und Grunderwerb in Höhe von 90 Prozent an Land ziehen. Allein die Abrisskosten belaufen sich auf 200 000 Euro. Mit dem langem Atem versehen konnte nun zwischen den Jahren die Gemeindebürger zusehen, wie durch die Firma Plannerer aus Neuhof die unansehnlichen und in die Jahre gekommenen Wohnhäuser dem Erdboden gleich gemacht wurden. Von der Idee bis zum Abriss waren nun fünf Jahre vergangen.

Zum Abriss des letzten aus dem Jahre 1954 stammenden Gebäudes trafen sich Bürgermister Peter König, Bernhard Ott von der Bauverwaltung sowie Katrin Bayer als zuständige Sachgebietsleiterin. Für Bernhard Ott und Bürgermeister König kamen Erinnerungen auf, denn beide verlebten hier ihre Kindheit. Die ehemals unter den Hausnummern 130 und 131 geführten Häuser waren für eine Vielzahl von Menschen die auch als Vertriebene nach Neusorg kamen, ihre Heimat. Wie zu erfahren war, wurde Peter König im Haus mit der Nummer 130 auch geboren. Und in einem dieser Häuser fand sich auch eine Bierausschankstelle für die Schwarzenreuther Siedlung, wie die Straßen rund um die Baustelle noch heute im Volksmund heißen. Von unzureichenden Straßenverhältnissen und teils unvorstellbaren Infrastrukturen, die heute Kopfschütteln verursachen, konnten Ott und König berichten. Dennoch, so beide einstimmig, erlebten sie hier ihre Kindheit mit Freude und Zufriedenheit.

Zurück in die Gegenwart: Was soll nun auf den geräumten Grundstücken werden. Die Idee und der Gegenstand der Förderkulisse sehen hier nach Bereinigung der Grundstücke wiederum eine Wohnbaunutzung vor. Die Gemeinde plant die Grundstücke zu verkaufen entsprechend der Planungen.

Neusorg hat für die Zukunft große Pläne

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Bürgermeister Peter König (rechts), Katrin Bayer und Bernhard Ott von der Bauverwaltung schreiten den Weg von der Vergangenheit in die Zukunft ab.
Abriss der Häuser in Neusorgs Luisenburgstraße im Rahmen der Nordostbayern Offensive. Hier sollen in naher Zukunft wieder Wohngebäude entstehen.
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