22.09.2021 - 10:09 Uhr
NeusorgOberpfalz

Bau der Straßen und Wasserleitung doch schon früher

Erfreuliche Nachrichten für das Baugebiet "Neusorg - West": Die Gemeinde hat nach einem "Kassensturz" nun Geld für den zunächst verschobenen Straßen- und Wasserleitungsbau in der nördlichen Eichendorffstraße.

Im Bauabschnitt I mit der Erschließung des Baugebietes „Neusorg – West“ wurde mit Beschluss des Gemeinderates der Straßen- und Wasserleitungsbau in der nördlichen Eichendorffstraße (im Bild) wieder aufgenommen.
von Hubert BrendelProfil

„Wir sollten die Gunst der Stunde nutzen“, sagte Bürgermeister Peter König zur Erweiterung des Bauabschnittes I mit Erschließung des Baugebietes „Neusorg – West“. Diese Erweiterungsmaßnahme mit Straßen- und Wasserleitungsbau in der nördlichen Eichendorffstraße war bereits im Bauabschnitt I der Entwurfsplanung vorgesehen, jedoch zu einem späteren Zeitpunkt dem Bauabschnitt II zugeordnet worden. Jetzt folgte die Kehrtwende: Der Gemeinderat beschloss in seiner jüngsten Sitzung, diese Erschließungsmaßnahme wieder in den Bauabschnitt I aufzunehmen.

Bereits zwölf Bauplätze verkauft

In der Dezembersitzung 2020 hatte der Gemeinderat die Erschließung der Baugrundstücke im Baugebiet „Neusorg – West“ als Bauabschnitt I festgelegt. Zwar war auch der Straßenausbau der nördlichen Eichendorffstraße mit vorgesehen, jedoch aus finanziellen Gründen dem Bauabschnitt II zugeordnet. In den beiden kommenden Jahren sollte er realisiert werden.

Durch die aktuell verbesserte Finanzsituation der Kommune - insbesondere durch bereits zwölf verkaufte Bauplätze - ist die Überlegung gereift, den Straßen- und Wasserleitungsbau in der nördlichen Eichendorffstraße bis zur Einmündung der Quellenstraße doch wieder in Bauabschnitt I mit umzusetzen. Ein unlängst von VG-Kämmerer Josef Regner vorgenommener „Kassensturz“ ergab unter der Berücksichtigung der derzeit bekannten Veränderungen einen Überschuss im Vermögenshaushalt in Höhe von 130 000 Euro. Reger verwies zudem auf weitere Einsparungen, darunter bei den Erschließungskosten bei Straßen- und Kanalbau im neuen Baugebiet, weitere Grundverkaufserlöse sowie einen Grundverkauf „An der Waldwiese“. Zusätzlich stehen durch den Abgang von Haushaltsresten für den Kanal- und Wasserleitungsbau in der Quellenstraße rund 60 000 Euro zur Verfügung. Daraus ergeben sich circa 190 000 Euro an verfügbaren Haushaltsmitteln.

Keine Kreditaufnahme

Für den Kämmerer lasse sich durch diese verfügbaren Haushaltsmittel die Erweiterung des Bauabschnittes I im Bereich nördliche Eichendorffstraße finanzieren. Die ermittelten Kosten für den Straßenbau belaufen sich auf 120 000 Euro, der Wasserleitungsbau schlägt mit etwa 40 000 Euro zu Buche. Bei letzterem wird eine Förderung nach den Richtlinien zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWAS) in Höhe von 50 Prozent erwartet, also circa 20 000 Euro. Somit ergibt sich für die Kommune ein Eigenanteil an der Erweiterung des Bauabschnittes von ungefähr 140 000 Euro. Damit kann das Tiefbauvorhaben ohne zusätzliche Kreditaufnahme realisiert werden und wurde vom Gremium einstimmig befürwortet. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, die zu erwartenden Kosten im ersten Nachtragshaushalt für 2021 zu berücksichtigen.

Tiefbauprojekt ohne Verzögerung

Ohne gravierende Verzögerungen verlaufen die Arbeiten beim Tiefbauprojekt im Ortsteil Weihermühle. Dies ging aus der Antwort des Bürgermeisters zur Anfrage des Gemeinderates Josef Hösl (CSU) hinsichtlich der Bauzeitplanung hervor. Der Rathauschef berichtete, dass etwa Mitte November die Asphaltierung der Ortsstraße sowie der Gemeindeverbindungsstraße nach Lochau vorgesehen sind.

Wie Bürgermeister Peter König informierte, soll für die Kläranlage eine Potenzialstudie erstellt werden. Nach seinen Worten wird diese mit 80 Prozent gefördert, was 22 000 Euro entspricht.

In der Juli-Sitzung war die Sanierung der Media-Brache Thema

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„Wir sollten die Gunst der Stunde nutzen.“

Bürgermeister Peter König zur Erweiterung des Bauabschnittes I mit Erschließung des Baugebietes „Neusorg – West“

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