06.12.2019 - 10:57 Uhr
NeusorgOberpfalz

Was wird aus der Bauhofwohnung?

Der Gemeinderat in Neusorg steht vor einem Problem. Die Kosten für eine Renovierung sind immens. Soviel steht fest.

Alles eine Frage des Geldes. Die Sanierung der Bauhofwohnung wird den Neusorger Gemeinderat noch längere Zeit beschäftigen.
von Oliver BecherProfil

Eigentlich war die Modernisierung der Wohnung im Neusorger Bauhof haushaltstechnisch bereits erledigt. Die Begehung mit einer Vertreterin der Regierung aus Regensburg stellt das Projekt wieder in ein anderes Licht. Somit wurden die ursprüngliche Überplanung des Leerstandes und eine entsprechende Anfrage auf Nachnutzung durch Architekt Gerald Braun noch mal überdacht. Die Regierung steht dem Objekt in seiner Einzigartigkeit und der daraus resultierenden Begeisterung in Sachen Bezuschussung anscheinend positiv gegenüber.

Statik überprüfen

Gerald Braun stellte als beauftragter Planer die möglichen Ertüchtigungen vor. Wenn man in Richtung einer Praxis denke, müsse man eine Wand herausnehmen. Statische Baumaßnahmen würden allerdings nötig. Ein Ausbau eines zum Innenhof hin gelegenen Fensters zu einer Tür würde dem Wohnareal einen gewissen Charme geben. Auch in Hinsicht auf eine eventuelle Nutzung durch den Bauhof. Braun stellte fest, dass er alle Eventualitäten mit berücksichtigt hätte. Dazu gehören der Einbau einer Gastherme zur Heizung des Areals, der neue Aufbau des maroden Bodens mit neuem Unterbau und entsprechender Dämmung.

Durch die Ertüchtigung der Decke und von Teilen des Dachstuhls aufgrund von Schädlingsbefall in den Deckenlagern könne man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Zum einen die Anhebung der Zimmerdecke, zum anderen würde man den gesamten Dachboden des Bauhofes auf ein Niveau bringen. Im Aus- und Umbau enthalten wäre das komplette Entkernen, Putzabschlagen und -erneuern, der Einbau einer neuen Unterverteilung für Strom und die Ertüchtigung der Wasser- und Abwasserleitungen mit Sanitäreinrichtungen, neuer Deckenausbau und Bodenaufbau mit entsprechender Dämmung sowie Malerarbeiten mit Fenster und Türenaustausch. Allerdings gab Braun auch zu bedenken, ehe er seine Kalkulation zur Präsentation brachte, wie schwierig es derzeit sei, auf dem Sektor Bau eine sichere Zahl zu liefern. Er habe sehr hoch kalkuliert, um auf der sicheren Seite zu sein. Seine Kostenberechnung ergab 172 000 Euro. Bürgermeister Peter König war sichtlich überrascht. Man habe mit 60 000 Euro gerechnet, erste Kostenrechnungen müsse man jetzt über den Haufen werfen, war doch angedacht, nur ein Archiv dort einzurichten. Wichtig sei es, das gesamte Areal in Phasen zu erneuern, so habe man bereits im aktuellen Bauhofbetriebsraum mit entsprechender Eigenleistung begonnen.

Schwer zu schlucken

Bürgermeister Peter König stellte eine Ertüchtigung der Fassade in den Raum in Form einer Auffrischung. Gemeinderat Robert König fragte an, ob denn eine Gastherme für 27 000 Euro nötig sei oder man vielleicht auf eine Elektroheizung zurückgreifen könne. Braun stellte die Einfachheit des eventuellen späteren Ausbaus oder der Erweiterung für eine größere zu heizende Fläche dar. Dies sei bei Elektro-Heizungen schwierig. Dieter König merkte an, die Gesamtsumme sei schwer zu schlucken. Könne man mit diesem Konzept überhaupt bei der Regierung vorstellig werden für eine Zuschuss?

Bürgermeister König merkte hierzu, dass dies durchaus möglich sei. Das Gemeindeoberhaupt verwies hierbei auf das Projekt Revitalisierung und Umbau des Neusorger Bahnhofs. Eine endgültige Entscheidung sei erst nach einer verbindlichen Zusage durch die Regierung möglich.

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