15.10.2021 - 13:56 Uhr
NeusorgOberpfalz

Gemeinde Neusorg verkauft Teilfläche aus Gewerbegebiet

Neues Geländer, Baumaßnahmen oder Grüngut: Auch wenn die Ortstermine des Bau- und Umweltausschusses Neusorg ausfallen mussten, genug zu besprechen hatten die Gremiumsmitglieder trotzdem.

Im Umgriff des bestehenden Salzsilos (Bild), als Gemeindebedarfsfläche im Bebauungsplan für das künftige Gewerbegebiet „Neusorg-Süd II“ planlich festgesetzt, soll eine Teilfläche veräußert werden.
von Hubert BrendelProfil

Wegen anhaltender Starkregen fiel die „rollende Sitzung“ mit sechs Ortsterminen für den Bau- und Umweltausschuss sprichwörtlich ins Wasser. So tagte das Gremium im Sitzungssaal des Rathauses.

Es fasste den Empfehlungsbeschluss, eine Teilfläche aus dem Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet „Neusorg-Süd II“ für die Gemeindebedarfsfläche „Bauhof - Errichtung eines Salzsilos“ zu veräußern. "Der Gemeinderat steht dem Grundstücksverkauf positiv gegenüber", sagte König. Es gebe auch bereits einen Interessenten, der die Grundfläche erwerben möchte. Eine gewisse Umgriffsfläche beim Salzsilo mit etwa 500 Quadratmetern soll jedoch im Eigentum der Kommune bleiben und als umzäunte Ablagefläche für Humus oder Kies oder eine spätere Ansiedelung des gemeindlichen Bauhofs verwendet werden.

Neues Brückengeländer

Ein weiterer Punkt war die Erneuerung des Brückengeländers entlang des Naabsteges in Riglasreuth auf einer Länge von rund 100 Metern. "Dieses Vorhaben aus Mitteln der Dorferneuerung ist nicht zuwendungsfähig", informierte Bürgermeister Peter König. Ungeachtet dessen solle aus Sicherheitsgründen die Erneuerung des Brückengeländers noch vor Wintereinbruch vorgenommen werden. Der Rad- und Fußweg im Ortsbereich von Riglasreuth soll durch ein Schild auf einen Fußweg reduziert werden. Mit einem Empfehlungsbeschluss wurde die Erneuerung des Brückengeländers befürwortet. Die entsprechenden Kosten sollen im Haushaltsplan für 2022 aufgenommen werden.

Zurückgestellt wurde eine Entscheidung, den Bolzplatz in Riglasreuth zu erneuern. Vorgesehen ist, diesen wegen Unebenheiten des Spielfeldes abzufräsen, eine neue Humusschicht aufzubringen und neu anzusäen. Die Kosten belaufen sich auf etwa 2000 Euro.

Zustimmung fand eine Straßenbaumaßnahme in Riglasreuth im Rahmen der Dorferneuerung. Wie der Bürgermeister erläuterte, sei die Ortsstraße zum Anwesen mit der Hausnummer 75 in einem desolaten Zustand. Seinen Vorschlag, an dieser Anliegerstraße im Zuge des Ausbaus der Ortsstraße zum Sägewerk Bauer eine Oberflächensanierung vorzunehmen, hat das Gremium befürwortet.

Einheitliche Beleuchtung

An der Straßenbeleuchtung in der Haupt- und Luisenburgstraße waren in der Vergangenheit immer wieder Störungen aufgetreten. Mit Elektromeister Dieter Suttner von den Stadtwerken Wunsiedel (SWW) wurde der Straßenzug in Augenschein genommen. Laut eines Vertreters des Stromversorgers der Gemeinde bestehe zwischenzeitlich keine Gewährungsverpflichtung mehr, eine Ersatzbeschaffung für die Leuchtkörper in den Pilzleuchten sei kaum mehr möglich. So wurde in Erwägung gezogen, entlang der Haupt- und Luisenburgstraße einheitliche Straßenbeleuchtungsanlagen mit einer stattlichen Anzahl von Brennstellen zu installieren. Das Gremium hat dies favorisiert und beauftragte die SWW zur Erneuerung der schadhaften Straßenlampen, beim Unternehmen für Beleuchtungstechnik Siteco ein möglichst kostengünstiges Angebot einzuholen.

Kaum Abnehmer für Holzschnitt

„Die Grüngutannahmestelle bereitet der Kommune immer mehr Sorgen“, sagte der Bürgermeister. Es sei sehr beschwerlich, Abnehmer für den gehäckselten Holzschnitt zu finden. Die Landkreise Bayreuth und Wunsiedel erteilten Absagen. Während die Abnahme von Grüngut bei den Landwirten reibungslos erfolge, sei der Holzschnitt für die Landwirtschaft zu holzig. Die Firma Wunderlich in Marktleuthen wird weiterhin die holzigen Abfälle häckseln und abfahren. Doch laut König müsse die Kommune dafür künftig tiefer in die Tasche greifen. Er wollte nicht ausschließen, dass durch diese Kostensteigerung bei einer künftigen Gebührenbedarfsberechnung mit einer Erhöhung der Gebühren für die Berechtigungsscheine zu rechnen sei. Lobend erwähnte der Bürgermeister die Bauhofmitarbeiter, die stets um eine reibungslose Anlieferung von Grüngut und Holzabfällen bemüht seien.

Der Rathauschef informierte, dass sich die Installation einer Videoüberwachungskamera am Bauhof bewährt habe: So seien Ordnungswidrigkeiten festgestellt und Geldbußen in Höhe von 100 Euro verhängt worden.

Reizvolles Förderprogramm

Als „für Neusorg sehr reizvoll“ bezeichnete der Bürgermeister das neue Förderprogramm „Kommunale Trinkbrunnen“ mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 200 000 Euro vom Bayerischen Umweltministerium. Für die Errichtung von öffentlichen Trinkbrunnen für die Bevölkerung beträgt der Fördersatz 90 Prozent, jedoch maximal 15 000 Euro. Rege diskutiert wurde ein geeigneter Platz - ohne Ergebnis. Dennoch befürwortete das Gremium den Vorschlag, die Kosten zu ermitteln und einen Förderantrag zu stellen.

Wie das Gemeindeoberhaupt informierte, sei die Einzäunung am Kinderspielplatz an der Waldwiese beanstandet worden. Laut Bauamtsmitarbeiter Albert Hofmann ist die Errichtung eines Stabzaunes auf einer Länge von etwa 80 Metern vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 8700 Euro. Die Erneuerung der Einzäunung wurde als notwendig bezeichnet. Die veranschlagten Kosten sind im Etat 2022 einzuplanen.

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