23.09.2021 - 11:50 Uhr
NeusorgOberpfalz

Gemeinderat Neusorg: Auch an Einsatzfahrzeuge von Morgen denken

Das energetische Sanierungskonzept für das Ärztehaus sowie die Vorplanung für einen Anbau am Feuerwehrgerätehaus standen in der Gemeinderatssitzung auf der Tagesordnung. Architekt Peter Kuchenreuther erläuterte sie im Detail.

Anstelle der Betonfertiggarage (links im Bild) soll das Feuerwehrgerätehaus um einen Anbau für Einsatzfahrzeuge der heutigen Generation mit veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 406 000 Euro erweitert werden.
von Hubert BrendelProfil

Rückblickend erinnerte Bürgermeister Peter König in der Gemeinderatssitzung daran, dass die Entwurfsplanung für das Ärztehaus bereits befürwortet worden sei. Offen war dennoch die bauliche Ausführung hinsichtlich des Sonnenschutzes. Hierzu gebe es zwei Varianten: Außenjalousien oder eine Wärmeschutzverglasung. Ferner informierte das Gemeindeoberhaupt, dass die Regierung der Oberpfalz das Sanierungskonzept ins Städtebauförderungsprogramm 2020/2021 mit einer Förderzusage von 270 000 Euro aufgenommen hat.

Optische Gliederung

Bei der Vorstellung des Sanierungskonzeptes verwies Architekt Peter Kuchenreuther vom gleichnamigen Architekturbüro aus Marktredwitz auf die Fassadenvolldämmung sowie die Neugestaltung des Eingangsbereiches der Rektor-Heindl-Aula. Darüber hinaus soll die Fassade an der Nordseite einen neuen Anstrich in verschiedenen Farben bekommen, so dass sich der Baukörper optisch in ein dreiteiliges Gebäude aufgegliedert präsentiert. Die vom Architekturbüro ermittelten Gesamtkosten belaufen sich auf rund 740 000 Euro. Nach Abzug der in Aussicht gestellten Fördermittel beläuft sich der Eigenanteil der Kommune auf rund 500 000 Euro und wurde bei der beantragten Stabilisierungshilfe angemeldet. Hinsichtlich der Dämmung regte Architekt Kuchenreuther an, eine zusätzliche Förderung zu beantragen.

„Die Gemeinde hat eine Verantwortung für ihre Gebäude“, sagte CSU-Fraktionssprecher Günther Fütterer. Er sprach sich dafür aus, das Konzept weiterzuverfolgen. In die gleiche Kerbe schlug SPD-Fraktionssprecher Robert König. Laut ÜWG-Fraktionssprecherin Erni Bühl sei eine Sanierung dringend nötig und finanziell akzeptabel. Für Christian Heinl (CSU) sollten auch Alufensterrahmen in einen Kostenvergleich einbezogen werden. Der Entwurfsplanung mit integrierten Jalousien als Sonnenschutz sowie dem Kostenrahmen haben die Räte zugestimmt.

Blick auf neues Fahrzeug

Als weiteres Projekt erörterte Kuchenreuther den Vorentwurf für einen Anbau am Feuerwehrgerätehaus. Nach den Worten des Bürgermeisters steht der vorgesehene Anbau in Verbindung mit der im Jahr 2025 geplanten Neuanschaffung eines Löschfahrzeuges 20 (LF 20). Es gelte, wie der oberste Dienstherr der Neusorger Brandschützer hervorhob, das Gerätehaus an Fahrzeuge der heutigen Generation anzupassen. Er bezeichnete die in Aussicht gestellte Förderung des Freistaates Bayern von rund 38 000 Euro als eine „Unterversorgung“.

Neben dem Anbau an der östlichen Giebelseite ist zusätzlich an der Rückseite des geplanten Anbaus die Errichtung von Umkleideräumen mit einer Fläche von circa 50 Quadratmetern und zur Unterbringung von 40 Spinden vorgesehen. Bei der Vorstellung der Vorplanung wurde darauf verwiesen, dass die Wehr darin eingebunden war. Zweiter Bürgermeister Oliver Becher (CSU) hatte die Erneuerung der Außenfassade des Schlauchtrockenturms im Zuge des Bauvorhabens angeregt, das fand breite Zustimmung.

Die vom Architekturbüro ermittelten Gesamtkosten belaufen sich auf 406 000 Euro, wobei die mit 52 900 Euro bezifferten Nebenkosten einbezogen sind. Vorgesehen ist, im nächsten Jahr einen Förderantrag zu stellen. Das Bauvorhaben soll im Jahr 2024, mit Fertigstellung im Herbst, umgesetzt werden. Mit Blick auf den zusätzlichen Baukörper für Umkleideräume brachte CSU-Fraktionssprecher Günther Fütterer zum Ausdruck: "Wenn wir schon was machen, dann etwas Vernünftiges.“ Im Grundsatz befürwortete SPD-Fraktionssprecher Robert König das Bauvorhaben, wenngleich für ihn eine weitere mögliche Förderung noch offen ist.

„Für entsprechende Einsatzfahrzeuge sind auch entsprechende Stellplätze zu schaffen“ brachte ÜWG-Fraktionssprecherin Erni Bühl zum Ausdruck. Sowohl den Vorentwurf als auch die veranschlagten Kosten hat das Gremium mit Beschluss ohne Einwände anerkannt.

Der Gemeinderat hat die Sanierung der Straßen wieder in Bauabschnitt I aufgenommen

Neusorg

„Die Gemeinde hat eine Verantwortung für ihre Gebäude.“

CSU-Fraktionssprecher Günther Fütterer über das geplante Sanierungskonzept für das Ärztehaus

„Für entsprechende Einsatzfahrzeuge sind auch entsprechende Stellplätze zu schaffen.“

ÜWG-Fraktionssprecherin Erni Bühl über den Anbau am Feuerwehrgerätehaus

 

 

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