25.11.2021 - 11:02 Uhr
NeusorgOberpfalz

Gemeinderat Neusorg: Mehrfamilienhaus „Südwestlich der Talstraße“ geplant

Im Neusorger Baugebiet „Südwestlich der Talstraße“ will ein Investor nächstes Jahr ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen und Carportanlage errichten. Zuvor muss aber noch einiges erledigt werden.

Auf dem aktuell noch gemeindlichen Grundstück (im Bildvordergrund) im Baugebiet „Südwestlich der Talstraße“ beabsichtigt ein Investor im kommenden Jahr die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit neun Wohnungen und Carportanlage. Notwendig hierzu ist die Erweiterung der Erschließungsanlagen, Erneuerung des Mischwasserkanals und Verlängerung der Wasserleitung durch die Gemeinde Neusorg.
von Hubert BrendelProfil

Ein Investor beabsichtigt, im kommenden Jahr im Baugebiet „Südwestlich der Talstraße“ in Neusorg ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen und einer Carportanlage zu errichten. Um dieses Bauvorhaben realisieren zu können, sind noch Erschließungsmaßnahmen notwendig und mit insgesamt 180 000 Euro veranschlagt.

Aktuell liegt der Bauverwaltung ein entsprechender Bauantrag vor. Das Bauvorhaben hat Bürgermeister Peter König in der Novembersitzung des Gemeinderats begrüßt. Nach seinen Worten werde zum einen Wohnraum geschaffen und zum anderen die Attraktivität der Kommune gesteigert. Mit der Errichtung eines Mehrfamilienwohnhauses durch einen Investor wird, wie der Rathauschef unterstrich, „den Bemühungen der letzten Jahre, das Erscheinungsbild der Kommune zu verbessern, Rechnung getragen“.

Erneuerung des Mischwasserkanals

Das Gemeindeoberhaupt informierte, dass die Erschließung des Baugrundstückes für die Kommune eine erhebliche Investition sei. So ist die Erneuerung des Mischwasserkanals in der Kegelgasse auf einer Länge von 123 Meter mit rund 127 000 Euro veranschlagt. Dazu wird jedoch eine Förderung nach den Richtlinien zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RZWAS) von 40 Prozent erwartet, was circa 51 000 Euro entspricht. Daraus ergibt sich für die Kommune ein finanzieller Eigenanteil von etwa 76 000 Euro.

Auf gleicher Länge ist von der Kegelgasse aus zur Talstraße die Wasserleitung zu verlängern, mit veranschlagten Baukosten von etwa 53 000 Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen vermindert sich allerdings letztlich auf etwa 63 000 Euro des finanziellen Eigenanteils. Dies zum einen durch die erwartete RZWAS-Förderung, zum anderen durch Einnahmen bei den Herstellungsbeiträgen sowie zusätzlich durch Grunderwerbseinnahmen von 117 000 Euro. Wegen der vorgesehenen Erschließungsmaßnahme werde auch das gegenüberliegende 1736 Quadratmeter große kommunale Grundstück erschlossen - einhergehend mit einer Wertsteigerung des Grundstücks (mit etwa 25 000 Euro veranschlagt).

Sanierung Ärztehaus

Das Gemeindeoberhaupt informierte zusätzlich, dass für das energetische Sanierungskonzept für das Ärztehaus bei der Regierung der Oberpfalz rechtzeitig die Bedarfsmeldung für die Bayerische Städtebauförderung 2022 eingereicht worden sei. Die Gesamtkosten dieser Maßnahme belaufen sich auf rund 740 000 Euro. Die voraussichtlichen förderfähigen Kosten sind mit 340 000 Euro veranschlagt. Erwartet wird ein Fördersatz nach der Förderinitiative „Innen statt Außen“ von 80 Prozent, was 272 000 Euro entspricht. Daraus ergibt sich für die Kommune ein finanzieller Eigenanteil von 468 000 Euro.

Gleichzeitig wurde auch für die Umfeldgestaltung der Freianlagen am Ärztehaus eine Bedarfsmeldung bei der Regierung der Oberpfalz eingereicht. Die Gesamtkosten sind mit 904 000 Euro veranschlagt; sie untergliedern sich für die Verkehrsanlagen mit 647 000 Euro und für die Freianlagen mit 257 000 Euro und wurden vorsorglich mit angemeldet. Der Fördersatz beläuft sich voraussichtlich auf 60 Prozent nach dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm. Die Umfeldgestaltung soll erst im Jahr 2023 umgesetzt werden.

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"Den Bemühungen der letzten Jahre, das Erscheinungsbild der Kommune zu verbessern, wird Rechnung getragen.“

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