24.11.2021 - 11:02 Uhr
NeusorgOberpfalz

Gemeinderat Neusorg: Sterben wird teurer

Bei der Gebührenbedarfsberechnung für 2022 bis 2025 für den Neusorger Friedhof ergab sich eine Gebührenerhöhung bei den Grabarten. Für die Berechnung ist nicht mehr die Größe des Grabes ausschlaggebend.

Auf dem Gottesacker der Gemeinde Neusorg treten ab dem kommenden Jahr neue Grabnutzungsgebühren sowie eine auf 50 Euro angehobene Gebühr für das Leichenhaus (im Bildhintergrund) in Kraft.
von Hubert BrendelProfil

Der Gemeinderat beschloss für die Gräber eine jährliche Grundgebühr von 27,53 Euro. Damit ist nicht mehr die Grabgröße ausschlaggebend, jedem Grab werden die grabidentischen Gemeinkosten zugeordnet.

Die Friedhofsgebühren sind im vierjährigen Turnus neu zu kalkulieren, für den Gottesacker in Neusorg der Zeitraum 2022 bis 2025. In den zurückliegenden vier Jahren ergab sich bei den Grabgebühren eine Kostenunterdeckung von 18 310 Euro, was auf geringere Einnahmen 2020 zurückzuführen ist.

Der Anstieg der kalkulierten Kosten in den vergangenen Jahren ist auf die Sanierung der Friedhofsablagerungsstelle und den Wegebau zur erweiterten Urnengrabanlage mit insgesamt 20 000 Euro zurückzuführen. Für die geplante Erweiterung des Urnengrabfeldes mit neuen Wegbefestigungen sind insgesamt 20 000 Euro veranschlagt. Die Hälfte davon wurde in die Gebührenbedarfskalkulation bis 2025 einbezogen.

Generelle Erhöhunh

Bei der Berechnung wurde ein voraussichtlicher Gebührenbedarf in Höhe von 22 578 Euro ermittelt. Dadurch ergab sich eine generelle Erhöhung der Grabgebühren je Grabart. Die Grabgebühr für ein Familiengrab liegt bisher bei 79,99 Euro und damit um das Dreifache über der Gebühr für ein Urnengrab von bisher 27,03 Euro. Nach Ansicht der Staatlichen Rechtsaufsichtsbehörde besteht die Möglichkeit, einen Teil der Kosten von bis zu 40 Prozent als grabidentische Gemeinkosten, wie allgemeine Nutzung der Friedhofswege sowie Winterdienst, als eine Art Grundgebühr gleichmäßig über die einzelnen Gräber zu verrechnen. Errechnet wurde eine Grundgebühr mit 9031 Euro, was 40 Prozent des jährlichen Gebührenbedarfs entspricht. Aus der ermittelten Grundgebühr ergibt sich eine jährliche Grundgebühr von 27,53 Euro zusätzlich zu den Gebühren je Grabart. Dadurch vermindert sich die Gebührendifferenz zwischen einem Familiengrab mit 93,37 Euro im Vergleich zu einem Urnengrab mit künftig 49,77 Euro lediglich um gut das Zweifache, womit beispielgebend die allgemeinen Kosten gerechter aufgeteilt werden.

Zustimmung

Die vorgelegte Gebührenbedarfsberechnung mit der Einführung einer jährlichen Grundgebühr hat der Gemeinderat in seiner Novembersitzung ohne Einwände anerkannt. Zustimmung fand auch die in der Gebührenbedarfsberechnung ermittelte Erhöhung der Leichenhausgebühr um 8 auf 50 Euro pro Belegtag.

Entsprechend der neuen Gebühren für die Grabstätten und das Leichenhaus wurde auch die Änderung der Friedhofsgebührensatzung einstimmig beschlossen und tritt zum 1. Januar kommenden Jahres in Kraft.

Die Vollsperrung der Gemeindeverbindungsstraße Weihermühle-Lochau verschiebt sich

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