17.04.2019 - 11:43 Uhr
NeusorgOberpfalz

Netto und Solarstrom

Dem Bau einer Freiflächen-Photovoltaikanlage nördlich der Staatsstraße 2177 steht der Gemeinderat Neusorg positiv gegenüber. Das Gremium freut sich auch auf einen Lebensmittelmarkt mit Backshop.

Bürgermeister Peter König stellt in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Bauantrag für einen neuen Netto-Markt im Industriegebiet von Neusorg vor.
von Autor KKLProfil

Zum Bebauungsplan „Photovoltaikanlage Neusorg nördlich der Staatsstraße 2177“ mit gleichzeitiger Änderung des Flächennutzungsplans erläuterte ein Vertreter der Firma Südwerk den bisherigen Fortschritt. Eine Fläche von einem Hektar wird aus der landwirtschaftlichen Nutzung herausgenommen, es sollen sich Magerwiesen entwickeln. Das Planungsbüro ist mit der unteren Naturschutzbüro in Kontakt. Auch die Regierung der Oberpfalz hat keine Bedenken. Ein vielfach gefordertes Blend-Gutachten ist erstellt. Die Deutsche Bahn AG plant unter Umständen eine zweite Tunnelröhre und die Elektrifizierung der angrenzenden Gleise. Jedoch gibt es noch keine Aufnahme eines Entwicklungsplans. Sollte die Bahn doch bauen, müssten eventuell ein paar Meter der ersten Modulreihe zurückgebaut werden. Einwände habe es seitens der Gemeinde Kulmain wegen der Kabelführung in das Gebiet der Gemeinde gegeben.

Bürgermeister Peter König drängt zum nächsten Schritt. Das Ergebnis der Recherche des Planers habe überzeugend auf ihn gewirkt. König hinterfragte, ob bei eventuell auftretenden Blendwirkungen durch die Photovoltaikfelder die die Gemeinde in der Haftung sei. Das Gremium wies auf einen Ausschluss der Haftung für die Gemeinde im Vertrag mit der Firma Südwerk hin. Der Gemeinderat nahm alle Einwände und Bedenken zur Kenntnis.

Schließlich ging es um den geplanten Neubau eines Netto-Lebensmittelmarkts mit Backshop inklusive Werbeanlagen im Industriegebiet „Am Steinbruch“. Die Fläche ist bereits im Eigentum des Investors. Laut Plan wird der Markt mit einem Flachdach gebaut und eine Verkaufsfläche von 772 Quadratmetern mit einer separaten Backabteilung mit Sitzmöglichkeit haben. Es ist keine Metzgereiabteilung geplant. "Wohl aus Flächengründen", vermutete Bürgermeister König. Dies werfe die Gemeinde etwas zurück. Denn der Frischmetzger sei für den Bereich Riglasreuth wohl von Bedeutung.

Zweiter Bürgermeister Dr. Günther Fütterer nannte den Bauantrag ein überzeugendes Konzept. Es sei wichtig, die Versorgung in der Nähe von Riglasreuth und Weihermühle zu erhalten. Auch die SPD-Fraktion stimmte zu. Es sei erfreulich, dass im Gewerbegebiet „Industriestraße“ eine Lösung gefunden wurde, saagte Dieter König. Ernie Bühl plädierte für die Freien Wähler: "Gewerbegebiet und Netto passen gut zusammen. Arbeitsplätze und Gewerbe sind für die Gemeinde wichtig." Die Kommune will gemeinsam mit dem Investor Anstrengungen unternehmen, um dann einen Leerstand des jetzigen Netto-Marktes zu vermeiden.

Dem Haushaltsplan des Kinderhauses St. Josef für 2019 stimmte der Gemeinderat zu. Vom Betriebskostendefizit von 13 835 Euro muss die Gemeinde laut Vereinbarung mit der katholischen Kirchenstiftung 80 Prozent, das sind 11 068 Euro, übernehmen. Die Zahlen sind bereits im Gemeindehaushalt 2019 eingepflegt. Zur Information teilte Bürgermeister Peter König mit, dass ab dem 1. April 2019 der Freistaat Bayern für Kinder ab drei Jahren einen Zuschuss von 100 Euro gewährt. Der Kindergarten in Neusorg sei also kostenlos. Der Haken daran sei: die Auslobung ist zum 1. April erfolgt, aber bis die ersten Raten erfolgen, muss das Gesetz rechtskräftig werden. Aber die Sozialämter haben ihren Zuschuss für bedürftige Nutzer des Kindergartens bereits gestrichen. Bürgermeister Peter König hat versucht, einen Weg der Zwischenfinanzierung zu finden. In einer Vereinbarung ist geregelt, die Gemeinde verpflichtet ist, in Vorfinanzierung gegenüber der katholischen Kirchenstiftung zu gehen.

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