16.07.2018 - 13:14 Uhr
NeusorgOberpfalz

Trafostation brennt

Dicke Rauchschwaden ziehen am Sonntagmittag über die Freiflächenphotovoltaikanlage bei Wernersreuth. Drei Feuerwehren sind mehrere Stunden beschäftigt.

Die Einsatzkräfte bauten einen dreifachen Brandschutz in sichererer Entfernung auf.
von Michael DenzProfil

(mde) Einem aufmerksamen Anwohner ist es zu verdanken, dass beim Brand eines Trafos einer Freiflächenphotovoltaikanlage am Sonntagvormittag nahe der Bahnlinie Nürnberg-Schirnding im Gemeindebereich Neusorg, Ortsteil Wernersreuth, nicht mehr passierte. Wie die Kemnather Polizei mitteilt, bemerkte der Mann, dass beim Solarpark Rauch aufstieg.

Gegen 11:10 Uhr alarmierte die Leitstelle Nordoberpfalz mit der Alarmmeldung „Brand bei einer Photovoltaikanlage“ die Einsatzmittel und -kräfte der Feuerwehren Neusorg, Riglasreuth und Kemnath sowie den HvO Fichtelnaabtal und einen Rettungswagen des BRK. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintreffen, steigen dichte Rauchwolken empor.

Aufgrund der geringen Ausbreitungsgefahr, jedoch des erhöhten Risikos eines möglichen Stromüberschlags, wurde im sicheren Abstand ein dreifacher Brandschutz in Bereitstellung aufgebaut. Dabei kam auch der im Erstalarm angeforderte Pulverlöschanhänger der Feuerwehr Kemnath zum Einsatz, der 250 Kilogramm Löschpulver fasst, zum Einsatz. Die Neusorger Brandschützer errichteten zudem einen mobilen Wasserwerfer und stellen ein Schaumrohr in Bereitschaft. Mehrere Trupps waren unter schwerem Atemschutz angerückt.

Die Einsatzleitung entschied sich im weiteren Verlauf nach umfangreicher Beratung aus Sicherheitsgründen und unter Ausschluss einer Schadensausbreitung, den Trafo kontrolliert abbrennen zu lassen. Erst nachdem der zuständige Betreiber zur Brandstelle gekommen war und die Anlage vom Netz genommen werden konnte, wurde der Brand endgültig erstickt.

Wie es von polizeilicher Seite her hieß, gibt es nach bisherigen Ermittlungen keine Anzeichen für eine Brandstiftung. “Auslöser des Brandes dürfte nach Auskunft des Mitarbeiters des Energieversorgers ein technischer Defekt sein.”, heißt es in der Polizeimeldung weiter. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 35 000 Euro. Erst gegen 14 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte den Unglücksort verlassen.

Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte stieg schwarzer Brandrauch empor.
Die Kemnather Wehr rückte mit dem Pulverlöschanhänger an.
Mehrere Stunden waren die Feuerwehrleute im Einsatz. Erst nach der Freischaltung konnte der Brand gelöscht werden.

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