19.05.2019 - 14:54 Uhr
NeusorgOberpfalz

"Voll durchgestartet"

Eine gelungene Abschlussveranstaltung in der Neusorger Rektor-Haindl-Aula war der Schlusspunkt eines Wettbewerbs des Bayerischen Landesverbands für Gartenbau und Landespflege 2018.

von Autor GSRProfil

Der Vorsitzende des Kreisverbands Tirschenreuth, Landrat Wolfgang Lippert, begrüßte dazu die Teilnehmer und Betreuer aller sechs aus dem Kreis teilnehmenden Gruppen sowie zahlreiche Ehrengäste. In Neusorg deshalb, weil hier bereits im zweiten Jahr nach ihrer Gründung laut Lippert "die Jugendgruppe voll durchgestartet ist".

Soziales Miteinander

Bei diesem ersten Kinder- und Jugendwettbewerb gestalteten die Teilnehmer mit ihren Betreuern im Verlauf des Jahres spielerische, entdeckungsreiche und kulinarische Aktionen. Die Streuobstwiese wurde zur Ideenwerkstatt und zum Abenteuerspielplatz. Das gemeinsame Ernten und Verarbeiten des Obstes sowie die gemeinsame Erfahrung der großen Artenvielfalt auf der Streuobstwiese förderten das Gespür für den Wert des bedrohten Biotops aber auch das soziale Miteinander. Bis es zur Ernte kam, war die Bewirtschaftung mit großem Aufwand verbunden.

Neusorgs Bürgermeister Peter König sprach von einem besonderen Tag für die Gemeinde und einer Würdigung des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins. Der Neusorger OGV-Vorsitzende Oliver Becher hob hervor, dass man als junge Kindergruppe den Wettbewerb nach dem olympischen Prinzip "Dabei sein ist alles" angegangen sei.

Kreisvorsitzender Wolfgang Lippert bedankte sich bei der fünfköpfigen Jury, bestehend aus Sabine Frank (Kreisjugendamt Tirschenreuth), Johanna Härtl (Leiterin der Umweltstation Waldsassen), dem Jugendsprecher des Kreisverbands Richard Schiedeck sowie den beiden Kreisfachberatern Manuela Pappenberger und Harald Schlöger, die auf ihrer Tour an zwei Tagen alle sechs Vereine besucht hatte.

Auf den dritten Platz kamen punktgleich die "Kraut- und Rüben-Bande" aus Plößberg und die "Gartendetektive" aus Großkonreuth. Beide haben neben weiteren Aktionen je eine Fläche mit Obstbaumbestand in ihrer Gemeinde als Paten übernommen und reaktiviert.

An drei Vereine mit ihren Kinder- und Jugendgruppen wurde der zweite Platz vergeben. Die "Flötztaler Naturentdecker" aus Immenreuth betreuen ein eigenes Grundstück, das entsprechend ausgestattet und mit vielen ökologischen Bausteinen aufgewertet wurde.

Beitrag gezeigt

Viele Betreuer auch aus dem Umfeld der Kinder unterstützen die Kemnather "Petersiliengurus" bei ihren Aktivitäten. Die Neuanlage der Obstwiese am Vereinsgelände unter Einbeziehung von Paten war konform mit dem Wettbewerbsmotto.

Die "Gartenzwerge", "Wassermolche" und "Garteneinsteins" aus Mitterteich nutzen das Gelände des Kreislehrgartens seit Jahren für ihre Aktivitäten. Die Halbjahresprogramme zu einem speziellen Oberthema zeugen von einer professionellen Jugendarbeit.

Bevor es zur Verleihung des ersten Preises kam, durften die Neusorger "Schnittlauchräuber" ihren Wettbewerbsbeitrag allen Besuchern vorführen.

Hintergrund:

Fahrt zur Landesgartenschau

Im Mittelpunkt des Projekts der Siegergruppe der Neusorger „Schnittlauchräuber“ stand ein Filmprojekt zur Streuobstwiese, in dem Lukas Brilla auch mit Hilfe einer Drohne einen tollen Zusammenschnitt aller Aktivitäten zum Wettbewerb auf die Leinwand projizierte. Unter Anleitung von Alexandra Mark-Sischka, Christine Etterer und Heike Kuhbandner reaktivierten die Kinder die gemeindliche Streuobstwiese, nahmen Nachpflanzungen vor und statteten sie mit Biotopen wie Lesesteinhaufen, Insektenhotels, Hecken und Blühstreifen aus.

Es wurde nicht nur Obst geerntet, sondern dieses auch verarbeitet, selbst verzehrt und auch an Kindergärten, Schule und Seniorenheim weitergegeben. Stolz nahmen die Neusorger Kinder ihre Preise incl. einer Obstpresse entgegen. Freuen dürfen sie sich bereits jetzt auf den 30. Juni: Dann dürfen sie als Kreissieger zur Landesgartenschau nach Wassertrüdingen. Eine besondere Ehre wurde ihnen dann noch von der Gemeinde zuteil. Unter den Augen von Bürgermeister Peter König und drittem Bürgermeister Richard Stock trugen sich alle „Schnittlauchräuber“ in das Goldene Buch der Gemeinde ein.

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