10.09.2018 - 13:51 Uhr
NeusorgOberpfalz

Wertvolle Beiträge

Das Duo "Soulmate" unterstütz die Typisierung in Ebnath mit einem Benefiz-Konzert und trifft damit auf ein großes Echo.

Für die Typisierung in Ebnath gestaltete das Duo "Soulmate" ein besonderes Benefiz-Konzert in der Christuskirche in Neusorg.
von Bertram NoldProfil

„Irgendwo in der Welt gibt es Menschen, die passen in irgendeiner Weise!“ Mit dieser Feststellung traf Pfarrer Andreas Kraft schon in seiner Begrüßung zum Benefizkonzert für die Typisierung in Ebnath genau den Kern der Veranstaltung. "Menschen, die passen, können einander helfen, können Leben retten."

Und wenn es um das höchste Gut des Menschen geht, sind Begriffe wie „Liebe, Glück, Angenommensein“ ganz nah. Sie bilden den thematischen Rahmen des Konzerts, das das Duo mit dem treffenden Namen „Soulmate“ – „seelenverwandt“ - gestaltete. Bürgermeister und Schirmherr Peter König gab in seiner Begrüßung seiner Freude über den guten Besuch des Konzerts in der evangelischen Christuskirche in Neusorg Ausdruck.

Die Aktion der Ebnather habe ein überregionales Echo gefunden, sehr wertvoll in einer Zeit, in der Egoismus und fehlendes soziales Engagement sich immer mehr durchsetze. Allen, die an der Aktion beteiligt sind, gelte ein herzlicher Dank. Vor allem Wolfgang Göldner von „Musik und Text“, der mit Herzblut diese Konzerte organsiert, auch dem Veranstalter „Stiftland Sternenkinder e.V.“ und natürlich den Sängerinnen. An Johannes Bauer übergab König ein Geldgeschenk.

Wolfgang Göldner zitierte die Worte einer mittlerweile verstorbenen Frau, die sagte „Ich danke, dass ihr da seid und spendet“, aber auch „Ich danke, dass ihr da seid und mir Mut macht.“ Dieses Zitat drücke das aus, worum es gehe: um Nächstenliebe, um Hilfe für Mitmenschen, um Einfühlungsvermögen, um da zu sein für andere! Er bezog sich auf das Evangelium des Tages, wo es heißt „Ephata – öffne dich“. „Sie öffnen sich, weil sie da sind, danke für Ihr Kommen!“ Thematisch schlossen sich Stefanie Gröger und Bettina Mildner direkt an. „Immer mehr deine Worte verstehen, immer mehr von dir“, eine Aufforderung, die Worte des Evangeliums zu verinnerlichen und zu verstehen und zu einem Leben für den Mitmenschen zu kommen.

„Liebe kann die Welt verändern“, lautete dazu ein Text, den Wolfgang Göldner vortrug. Dreimal schaffte er mit Texten meditative Denkpausen, um immer wieder das Wesen des Konzerts in den Mittelpunkt zu rücken. Es ging um Menschen, die sehr krank sind, sich weit weg und einsam fühlen und die Nähe des anderen brauchen. „Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemanden bist du die Welt!“

Stefanie Gröger und Bettina Mildner hatten eine schwierige Aufgabe in dem Holzbau, wo es eine undankbare Akustik den Sängerinnen sehr schwer macht, Töne entwickeln und verklingen zu lassen. Dass sie das Problem mit Bravour lösten, bewies auch spontan aufbrandender Applaus trotz der anfänglich geäußerten Bitte, nur zwischen den Blöcken zu klatschen. Sie hatten sich ein reichhaltiges und abwechslungsreiches Programm vorgenommen und machten mit ihrem Repertoire dem Konzertnachmittag alle Ehre. Ihre souligen Stimmen berühren.

Sparsame Gestik drückt ebenso Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit wie Bescheidenheit aus und tut gerade deswegen gut. „Soulmate“ hat viele Register. Auch zarte Töne aus den Kehlen der beiden sympathischen Frauen kommen gut an, spiegeln die jeweilige Botschaft gut wider und geben den dankbaren Zuhörern die Möglichkeit, das Emotionale, das in den Liedern steckt, gut nachzuvollziehen. Ein „Weltreise“ ist ihr Programm wie auch die Typisierung weltweit Hilfe sein kann. Bei den verschieden Genres findet sich der Zuhörer ganz schnell in einem anderen Teil der Welt wieder. Gospels bestimmen einen großen Teil des Konzerts, neues deutsches geistliches Liedgut ebenso. Aber auch „Amazing grace“ und ähnlich bekannte Stücke gefallen dem Publikum und schließlich bringt ein Lied den Kern der gesamten Aktion auf den Punkt: Reinhard Fendrichs „Weil´st a Herz hast wia a Bergwerk“. Darum geht`s! Menschen zu finden, die bereit sind zur Hilfe für den Anderen! Dazu braucht es viel Herz und das kostet auch Geld. Das Benefiz-Konzert hat für beides einen wertvollen Beitrag geleistet

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