04.02.2021 - 12:59 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Bürgermeister schlägt im Stadtrat eine Hütte für die Jugend vor

Nicht alle Stadträte waren vom Vorschlag des Bürgermeisters Wolfgang Haberberger begeistert, für Jugendliche im Freizeitgebiet am Sporrer noch 2021 eine Holzhütte zu bauen.

Das Freizeitgelände am Sporrer soll aufgewertet werden. Die bestehende Hütte im Hintergrund (links) soll abgerissen werden und durch eine neue Holzkonstruktion und dem vorhandenen grünen WC-Container (rechts) ersetzt werden. Zur Finanzierung wird beim ILE Kooperationsraum VierStädtedreieck ein Förderantrag gestellt.
von Autor OWProfil

Die Kulmstadt ist Mitglied im ILE Kooperationsraum VierStädtedreieck. Für das Jahr 2021 sind im dessen Fördertopf 100.000 Euro zu verteilen. Die Krux dabei ist, dass die Projekte bis zum 19. Februar eingereicht sein müssen. Außerdem muss die Maßnahme bis zum 1. Oktober 2021 durchgeführt sein. Der Fördersatz beträgt bis zu 80 Prozent, maximal kann jedoch nur 10.000 Euro pro Kleinprojekt ausbezahlt werden.

In der Stadtratssitzung schlug Bürgermeister Wolfgang Haberberger vor, einen Förderantrag für die Errichtung einer Hütte im Freizeitgebiet am Sporrer beim ILE-Programm zu stellen. Ein vorhandenes, inzwischen baufällig gewordenes Holzgebäude soll abgerissen und auf dem angepassten Fundament an gleicher Stelle ein vorhandener WC-Container und eine kleinere Holzhütte aufgestellt werden. Diese könnte von den Besuchern der Freizeitanlage, aber auch von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt werden. Als Bausumme schlug er einen Betrag von bis zu 20.000 Euro vor. Den Stadtrat bat er, ihn zu berechtigen, den Förderantrag zu stellen und bei Firmen Vorschläge und Kosten für das Projekt einzuholen.

Mit vier Gegenstimmen genehmigte schließlich das Gremium dieses Vorgehen. Die Hauptargumente der Nichtbefürworter Käthe Pühl (BL-NBZ), Karlheinz Schultes (CSU-ÜW), Hermann Preißinger (CSU-ÜW) und Florian Dötsch (CSU-ÜW) waren der Zeitdruck und die unbeantworteten Fragen, die vorher noch geklärt werden sollten. Ihr Vorschlag war, ein Konzept für das Freizeitgelände zu entwickeln und dann zu einem späteren Zeitpunkt hier tätig zu werden.

Demgegenüber verwies der Bürgermeister darauf, dass seit Frühjahr 2019 im Stadtrat über dieses Thema nur diskutiert und nicht gehandelt wird. Für einen langen Zeitraum haben dort mehrere Jugendgenerationen viele Stunden verbringen können und verbinden damit eine schöne Zeit. Dötsch bemerkte dazu, dass vor zwölf Jahren die Jugendlichen zusammen mit Bürgermeister Haberberger mit Begeisterung die Hütte auf Vordermann brachten. Mittlerweile gibt es dafür wieder Anfragen von Jugendlichen und deren Eltern. In verschiedenen Gesprächen wurde dem Bürgermeister signalisiert, dass sie bei der Erneuerung auch mithelfen würden. Sollte man wirklich an den Hürden scheitern, so hätte man wenigstens den Versuch gestartet, für die Jugend und die Nutzer des Freizeitgeländes eine Verbesserung herbeizuführen. Außerdem könne man den Antrag als Schubladenprojekt wiederholt ins Förderrennen bringen. Konzepte und deren Umsetzung könnten im Gegensatz dazu Jahre dauern. „Wenn wir wieder einmal für ein kleineres Projekt Jahre benötigen, wirft das kein gutes Licht auf unsere Arbeit“, so der Bürgermeister.

Ebenso einstimmig gewährte der Stadtrat dem Bauantrag eines Filchendorfers das gemeindliche Einvernehmen. In der Hauptstraße soll ein ehemaliger Stall zu einer Wohneinheit umgebaut werden.

Zu den Pflichtaufgaben einer Gemeinde gehört unter anderem die artgerechte Unterbringung von Fund- und beschlagnahmten oder sichergestellten Tieren. In unserer Region hat das Tierheim Weiden und Umgebung e.V. diese Aufgabe übernommen. Die Mitgliedskommunen und der Landkreis beteiligen sich an den Kosten dieser Organisation. In Weiden soll jetzt ein neues gemeinsames Tierheim gebaut werden. Ein Teil der Kosten wird entsprechend der Einwohner auf die Kommunen verteilt. Auf die Stadt Neustadt am Kulm würden demnach Kosten in Höhe von derzeit geschätzt 11.412 Euro zukommen. Der Stadtrat genehmigte einstimmig die Zuschussanfrage. Der Beitrag soll dann in drei Jahresraten überwiesen werden.

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