Evangelische Kulmgemeinden machen sich auf gemeinsamen Weg

Neustadt am Kulm
05.08.2022 - 11:26 Uhr

Der gemeinsame Klausurtag der Kirchenvorstände aus Wirbenz und Neustadt am Kulm setzte die enge Zusammenarbeit der Evangelischen in der Kulmregion in ein neues Licht. Im Blickpunkt der Ehrenamtlichen ist auch die Gesundheit der Pfarrer.

Die Kirchenvorstände aus den Nachbargemeinden Wirbenz und Neustadt am Kulm machten sich bei einer Klausurtagung Gedanken um die Zukunft ihrer Gemeinden und eine engere Zusammenarbeit zur Entlastung der Pfarrer Hartmut Klausfelder (vorne links) und Kathrin Spieß (rechts).

Nicht nur in der katholischen Kirche gibt es einen Mangel an Geistlichen. Auch die evangelische Kirche hat es im Moment nicht leicht. In der Kulmregion sind derzeit nicht alle Stellen besetzt. Im Herbst kommen weitere Vakanzen hinzu. Aufgrund zuückgehender Mitgliederzahlen wird sich die Struktur der Kirchengemeinden, wie man sie bisher kannte, ändern. Diese Umstrukturierung unter dem Motto „Profil und Konzentration“ (PuK) kommt in ganz Bayern auf die Protestanten zu. In der Kulmregion ist sie schon jetzt Fakt.

Aufgrund der vakanten Pfarrstelle in Wirbenz wurde die Verwaltung der beiden Nachbargemeinden Neustadt am Kulm und Wirbenz zusammengeschlossen. Seit Januar 2022 erledigt das gemeinsamen Pfarrbüro in Neustadt am Kulm die Amtsgeschäfte. Nun soll ein gemeinsamer Gemeindebrief folgen. Dies könnte durchaus bereichernd sein, hieß es in der Klausurtagung.

Der Pfarrermangel drückt sich auch in einem neuen Gottesdienstkonzept aus. Im Gemeindebrief finden die Gläubigen nun die Gottesdienstangebote aus den drei Gemeinden Neustadt am Kulm/Frankenberg/Trabitz, Wirbenz/Kemnath/Immenreuth und aus Speichersdorf. Dies bietet den Gemeindegliedern mehr Flexibilität bei den Gottesdienstzeiten und bildet bei den Pfarrern Reserven für ihre weiteren vielfältigen Aufgaben.

Nun trafen sich die Kirchenvorstände aus den beiden Nachbargemeinden zu einem Klausurtag in Neustadt am Kulm, um zu überlegen, welche neuen Wege nötig und möglich sein werden. Durch diese enge Zusammenarbeit können gute Ideen aus den einzelnen Gemeinden übernommen und Bewährtes leichter weiterentwickelt werden.

Dabei wurden alle Bereiche des Gemeindelebens betrachtet. Überlegungen gab es auch dazu, wie die Pfarrer entlastet werden können. Schließlich sollten sie sich neben Formalismen und Bürokratie um Gottesdienste kümmern sowie wieder mehr Zeit für seelsorgerliche Aufgaben und das soziale Angebot in der Gemeinde haben. „Wir wollen, dass unsere Pfarrer gesund bleiben und genug Kraft für ihre Aufgaben behalten.“ Dieser Wunsch war immer wieder zu hören. Ausschüsse für verschiedene Themen sollen die Vorschläge weiter bearbeiten.

 
 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.