In anschaulicher Weise klärte der Experte die Zuhörer über Demenz und Depressionen. Bei Demenz denken viele gleich an Alzheimer, doch die Alzheimer-Demenz ist nur eine von vielen Formen der Erkrankung. Dabei wird zwischen primären und sekundären Formen der Demenz unterschieden. Wie Cronenberg erklärte, gibt es Alzheimer-Demenz, vaskuläre (gefäßbedingte) Demenz, eine Mischform aus Alzheimer und vaskulärer Demenz sowie weitere Formen wie Parkinson-Demenz, medikamentös oder stoffwechselbedingte Demenz.
Mit zunehmendem Alter steigt laut dem Referenten die Häufigkeit dieser Erkrankungen stark an. Während von den 65- bis 69-Jährigen weniger als zwei Prozent betroffen sind, sind es bei den über 90-Jährigen schon 35 Prozent. In diesem Zusammenhang wird daher häufig auch von „Altersdemenz“ gesprochen, auch wenn damit keine eigenständige Erkrankung gemeint ist.
Ein weiterer Schwerpunkt des Referats war die Depression, eine psychische Störung. Typische Symptome sind gedrückte Stimmung, negative Gedankenschleifen und ein verminderter Antrieb. Häufig gehen Freude und Lustempfinden, Selbstwertgefühl, Leistungsfähigkeit, Einfühlungsvermögen und das Interesse am Leben verloren. Diese Symptome treten auch bei gesunden Menschen zeitweise auf, bei einer Depression sind sie jedoch länger anhaltend, schwerwiegender ausgeprägt und senken die Lebensqualität. Sowohl bei Demenz als auch Depressionen sollten sich Betroffene in ärztliche Behandlung geben. Mit einem Präsent bedankte sich Reinhold Kynast bei Ralf Cronenberg für das Referat.













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