15.04.2019 - 10:34 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Kinder lernen den Kreuzweg kennen

Das Kindergottesdienstteam der Evang. Kirchengemeinde Neustadt am Kulm hatte sich für den Ostermonat April etwas Besonderes einfallen lassen. Die Kinder machten begeistert mit.

von C. & W. RupprechtProfil

Überall begegnen die Kinder der Leidens- und Ostergeschichte, die von Jesu Leben erzählt. Bereits im Kindergarten wird davon berichtet. Auch die Schule greift dieses Thema auf, ist es doch die alles umfassende wichtigste Aussage der Bibel. Da die Geschichten mehrere Sonntage ausfüllen würden, hatte das Kindergottesdienstteam sich entschlossen, mit den Kindern einen Kreuzweg zu legen, denn Kindergottesdienst gibt es in Neustadt am Kulm immer am ersten Sonntag im Monat um 10 Uhr im Gemeindehaus.

Die Erzählung begann mit dem Einzug in Jerusalem, der mit einem Tücherteppich dargestellt wurde. Die Kinder durften mitmachen und mit den Palmwedeln zu den „Hosianna“-Rufen winken. Beim Abendmahltisch wurde das Brot gebrochen und „Wein“ (roter Traubensaft) getrunken, um nachzuempfinden, wie Jesus es mit seinen Jüngern gemacht hatte. Schließlich hörten die Kinder, dass Jesu engste Freunde, die mit ihm im Garten Gethsemane waren, eingeschlafen sind und Jesus mit seinen Ängsten und seinem Kummer alleine blieb. Vor Gericht ging es ihm dann nicht gut. Er wurde verspottet und ihm wurde eine Dornenkrone aufgesetzt. Diese hatte Paula Wolf gestaltet.

Jesus musste erleben, dass sich eine aufgehetzte Volksmenge gegen ihn stellte. Sie waren enttäuscht, dass er nicht ihr weltlicher König sein wollte. Schließlich wurde er ans Kreuz genagelt. Hatten die Kinder des Kindergottesdienstes bislang noch munter mitgemacht, so verdunkelten sich die Mienen sichtlich. Sie stellten sich vor, dass Jesus große Schmerzen gehabt haben muss. Doch Evi Sloot erklärte mit Hilfe des Kreuzes, dass dies ein Symbol für Trauer und gleichzeitig für Freude sei. Auf dem schwarzen Tuch liegend bot es ein trauriges Bild. Aber in die Höhe gehalten ließ es die strahlende Sonne hindurch. Das bedeutet Licht oder anders ausgedrückt, die Verheißung auf das ewige Leben – die Osterfreude.

Während der Wanderung durch den Raum wurde stets die Osterkerze als Zeichen mitgeführt, dass Gott bei Jesus ist. Christine Rupprecht verband die Passionsgeschichte mit dem Liedgebet „Halte zu mir guter Gott, heut den ganzen Tag. Halt die Hände über mich, was auch kommen mag.“ Zum Abschluss durften die Kinder selbst ein Kreuz basteln. Einige Väter erklärten sich bereit, mit den Kleinen zu Sägen, zu Hämmern und zu Werken. Die Kinder waren mit Begeisterung dabei und trugen stolz ihre Kreuze nach Hause.

Die Kinder wurden aber nicht mit der traurigen Seite der Passion alleine gelassen. Durch die Osterkerze und das Kreuz mit dem Lichtdurchlass wurde gleich übergeleitet zur Auferstehung, wodurch Gott und sein Sohn Jesus allen Menschen das ewige Leben ermöglichen. Die nächste Veranstaltung für Familien mit ihren Kindern wird am Ostersonntag in der Stadtkirche angeboten und am Ostermontag in der Heilig-Geist-Kirche in Frankenberg stattfinden. Beim Familiengottesdienst wartet eine Überraschung auf die Gottesdienstbesucher.

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