Kreisverband für Gartenbau und Landespflege: Mehr Natur wagen

Neustadt am Kulm
21.11.2022 - 18:13 Uhr

Wo Natur im Garten ist, da fühlt sich der Mensch so richtig wohl. Der Garten als Ort der Entschleunigung und Erholung verbunden mit einer lebendigen Vielfalt an Lebensräumen. Dafür gab es beim OGV-Kreisverband eine besondere Ehrung.

"Wer in unsere Gärten schaut, der schaut in unsere Herzen", hieß es bei der Versammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege. Über die Gartenzertifizierung "Bayern blüht - Naturgarten" freuen sich Frank Gerstenmeier aus Eschenbach (Zweiter von links.) und Eva und Hans Peter Ottlinger aus Flossenbürg (Dritt und Vierter von links). Es gratulierten Holunderkönigin Monika Bernhard (links), OGV-Kreisvorsitzender Albert Nickl (Zweiter von rechts) und Kreisfachberaterin Maria Treiber.

Naturgärten sind nicht nur für Menschen, sondern auch für viele andere Lebewesen Rückzugsorte. Durch unterschiedliche Lebensräume wird der Erhalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt gefördert. Ziele, die auch der Freistaat und mit ihm der Landkreis Neustadt/WN unterstützt. Nach Gartenbegehungen erhielten auch Gartler aus Eschenbach und Flossenbürg die Zertifizierung „Bayern blüht – Naturgarten“.

Als sichtbares Zeichen für die nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung und Gestaltung ihrer „Paradiese“ überreichte Diplom-Ingenieurin Maria Treiber, Gartenfachberaterin des Landkreises, im Rahmen der Versammlung des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege den Familien Frank Gerstenmeier aus Eschenbach und Eva und Hans-Peter Ottlinger aus Flossenbürg die attraktive Gartenplakette, die nun die Gartenzäune der Naturgärtner schmücken wird. Zu den ersten Gratulanten gehörten stellvertretender Landrat Albert Nickl in seiner Eigenschaft als Kreisvorsitzender der Obst- und Gartenbauvereine (OGV) und Holunderkönigin Monika Bernhard.

Vorreiter beim Streuobst

Letztere empfing die OGV-Vertreter bei der Kreisversammlung in Neustadt am Kulm mit Holundersaft- und Likörkostproben. Zungenschnalzer für die Gartler. Beispielhaft verwies Kreisvorsitzender Albert Nickl im Rückblick auf die Proklamation der neuen Holunderkönigin als fachkundige Botschafterin des Landkreises und aller OGV-Vereine und die Aktivitäten der Ortsvereine im Rahmen von Streuobst-Pflanzaktionen. „Wir sind der staatlichen Initiative Streuobst für alle schon weit voraus, stellte der Vorsitzende fest. Gleichzeitig warb der Versammlungsleiter für das längerfristige Ziel des Freistaates, innerhalb von 10 Jahren eine Million Obstbäume zu pflanzen. Bayern fördere die Pflanzaktion mit 45 Euro je Obstbäumchen.

Nickl würdigte zudem das große Echo für die Vielfaltsmeisterschaft auf Kreisebene mit den Siegern aus Floss und Speinshart und das große Interesse der Landkreisbevölkerung und darüber hinaus beim Tag der offenen Gartentür in Eschenbach. Eine Bilddokumentation bestätigte noch einmal das große Engagement des örtlichen OGV und der Stadt, denen deshalb Dank und Anerkennung gewiss waren.

Gartenarbeit befreit

Auf das Gartlerjahr 2023 blickend hofft Nickl auf eine Bewerbung für den nächsten Tag der offenen Gartentür. „Vielleicht tut sich was in der Landkreismitte“, so die optimistische Vorhersage. Viele Beiträge sind von der Fachberatung des Landkreises zu erwarten. Als Beispiele nannte Maria Treiber den Wettbewerb „Sammeln, Ernten, Verwerten“ und digitale Führungen durch den Kreislehrgarten in Floss. „Gartenarbeit befreit das Herz“. Verbunden mit dieser Feststellung wünschte der Kreisvorsitzende viel Freude und Entspannung bei der Gartenarbeit im kommenden Jahr. „Von der Ernte ins Destillat-Glas“ hieß der abschließende Vortrag von Brennerei-Expertin Monika Bernhard. Gewohnt witzig umrahmte Couplet-Sänger und OGV-Mitglied Josef Kämpf aus Eschenbach die Kreisversammlung.

 
 

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