27.12.2019 - 10:33 Uhr
Neustadt am KulmOberpfalz

Mäuseplage beim Krippenspiel in Neustadt am Kulm

Mit einem Singspiel erfreuten die Krippenkinder die Gottesdienstbesucher in der vollbesetzten Dreieinigkeitskirche in Neustadt am Kulm.

Die Jungen und Mädchen schlüpfen für das Krippenspiel in Neustadt am Kulm in die Rolle von Hirten, Engeln, Maria und Josef.
von C. & W. RupprechtProfil

So mag es jeder Pfarrer gerne, wenn die Kirche, wie zur Christmette, voll besetzt ist. Natürlich lag das in Neustadt am Kulm auch daran, dass die Wartezeit bis zum Gottesdienstbeginn vom Posaunenchor mit Weihnachtsliedern verkürzt wurde. Der Posaunenchor unter Leitung von Karin Müller-Bayer umrahmte auch den Festgottesdienst und wechselte sich mit der Orgel ab, die Monika Brand spielte.

Höhepunkt des Gottesdienstes war jedoch das Krippenspiel. Christine Pühl, Elke Köstler-Wolf und Cheryl Frank hatten mit einer Gruppe Kinder ein Singspiel einstudiert. Deshalb wuselten auch mehrere „Mäuse“ im Gotteshaus umher. Sie wollten die Botschaft der bevorstehenden Geburt Christi verbreiten, doch niemand nahm sich Zeit, ihnen zuzuhören. Die reiche Frau wollte nur das „Ungeziefer“ vertreiben. Der König hatte nur für angemeldete Gäste Zeit und die blinde Frau mochte Mäuse auch nicht. Nur die Kinder hörten zu, leider verstanden sie aber die Mäusesprache nicht.

Großen Applaus erhielten die Kinder auch für ihren Gesang. Christine Pühl hatte den Kinderchor mitgebracht. Chorkinder und Krippenspieler sangen gemeinsam „Hörst du nicht Maria“, als der Engel ihr die frohe Botschaft verkündete. „Mach dich auf und such das Kind, das auch dir den Frieden bringt“ war an alle Gottesdienstbesucher gerichtet. „Spürt ihr die Stille hier! – Gott macht sich für uns klein, will uns ganz nahe sein!“, nahm die Botschaft der Weihnachtsgeschichte nach Lukas auf. Samuel Krefft, als König, gewann mit seinem Sologesang sofort die Herzen der Zuhörer. Schließlich belohnte die Gemeinde die Kinder mit Applaus für ihre gelungene Darbietung.

Pfarrer Hartmut Klausfelder dankte allen Mitwirkenden und Helfern und sinnierte über die vergangene Zeit um Jesu Geburt. Er berichtete, dass die Hirten zur damaliger Zeit von der Gesellschaft nicht hoch angesehen waren und am Rande der Gemeinschaft leben mussten. Doch ihnen wurde die Frohe Botschaft als erstes übermittelt, wie den Mäusen im Singspiel. Denn Gott wollte, dass alle Gottes Nähe spüren und die frohe Botschaft hören. Er rief dazu auf, auch an andere zu denken, es gehe nicht immer nur um unser eigenes Wohlbefinden. Erst wenn es allen Menschen auf der Welt gut gehe, werde Frieden möglich, mahnte er.

 

 

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